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Medizinprodukte-Newsletter Nr. 4 / 2002
Inhalt der Ausgabe Nr. 4/2002 (Juli):
1. Korrektur:
Änderungsgesetz zum MPG geändert
2. Sicherheitsplan:
Bundesrat stimmt mit Vorbehalt zu
3. Neue
RöV seit 1. Juli in Kraft: Verbesserter Strahlenschutz
4. fbmt-Medizintechnikkongress:
Aufruf an Klinikingenieure
5. Rösch und
Stada: Weg von der Nadel bei Heparin-Applikation
6. Dräger
und Siemens: groß, größer - Medical AG
7. Asclepion
Meditec + Carl Zeiss = Carl Zeiss Meditec AG
8. Siemens
feiert, wir gratulieren: 125 Jahre innovative Tradition
9. Interessante
Neuerscheinungen: Fachliteratur + Umsetzungshilfen
2. MPG-Änderungsgesetz
korrigiert:
Änderung des Änderungsgesetzes
Das zweite Änderungsgesetz zum MPG wurde durch eine
Mitteilung im Bundesgesetzblatt vom 29. Mai 2002 (Teil 1,
S.1678) offiziell an vier Stellen berichtigt. Die Korrekturen
betreffen die Nummern 7, 23, 31 und 39 des Artikels 1 der
bisherigen Fassung vom 13. Dezember 2001. Die Berichtigung kann
per Email bei der Redaktion angefordert werden. Hinweis: Eine
offizielle Lesefassung des „neuen MPG“ liegt noch nicht vor.
Eine inoffizielle Fassung finden Sie unter www.medizintechnikportal.de/gesetze.htm.
Sicherheitsplan für
Medizinprodukte:
Bundesrat stimmt mit Änderung zu
In der Sitzung vom 31. Mai 2002 hat der Bundesrat der neuen
„Verordnung über die Erfassung, Bewertung und Abwehr von
Risiken bei Medizinprodukten“, dem sogenannten
Sicherheitsplan, mit Änderungen zugestimmt. Vorbehaltlich einer
Akzeptanz kann noch vor der Sommerpause mit der Verabschiedung
dieser Verordnung gerechnet werden. Die
Sicherheitsplan-Verordnung wird alle erforderlichen Regelungen
zur Meldung von Vorkommnissen enthalten. Paragraph 3 wird
voraussichtlich aus der Medizinprodukte-Betreiberverordnung
gestrichen.
Neue Röntgenverordnung
seit 1. Juli in Kraft:
Verbesserter Strahlenschutz für Patient und Personal
Seit dem 1. Juli 2002 ist die „Verordnung zur Änderung der
Röntgenverordnung und anderer atomrechtlicher Verordnungen“
in Kraft. Ziel der Änderung der aus dem Jahr 1987 stammenden
Röntgenverordnung ist vor allem die Reduzierung der
Strahlenbelastung sowie die Umsetzung von EU-Recht und die
Anpassung der Regelungen an die neue Strahlenschutzverordnung.
Für den medizinischen Bereich der Anwendung von
Röntgenstrahlen sieht die Novelle vor allem die Verbesserung
der Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle vor. Erstmals
werden in der Verordnung Regelungen zur Teleradiologie
(Röntgenuntersuchung und Befundung mittels moderner
Telekommunikation an unterschiedlichen Orten) getroffen. Zum
Verordnungstext: www.medizintechnikportal.de/gesetze.htm
oder www.bmu.de.
Bei Fragen zur Röntgenverordnung und zu
Sachverständigenprüfungen an Röntgeneinrichtungen
unterstützen Sie gerne unsere „behördlich bestimmten
Sachverständigen“. Kontakt: roentgentechnik@amd-gmbh.de
oder Tel.: 030 / 264960-19.
3. Würzburger
Medizintechnik-Kongress erfolgreich:
Klinikingenieure als Wachhunde
Trotz Fußball-WM war die diesjährige Tagung des
Fachverbandes fbmt mit fast 300 Teilnehmern und über 50
Ausstellern noch deutlich besser besucht als in den letzten
beiden Jahren. In Würzburg standen vom 3. bis 5. Juni jeweils
drei parallele Sitzungen zum Einsatz innovativer Technologien
und ihrer Beschaffung, Anwendung und Instandhaltung auf dem
Programm. Gleich mehrere Veranstaltungen befassten sich mit den
seit Anfang dieses Jahres geltenden neuen Regelungen des
Medizinprodukterechts. Bei der Normung sollten die
Klinikingenieure noch stärker als bisher eine „Wachhundfunktion“
ausüben, so ein Fazit des Berliner
Medizintechnik-Sachverständigen Manfred Kindler als Moderator
der Expertendiskussion. In Zukunft sollten die Techniker und
Ingenieure der Kliniken nicht länger „Erfüllungsgehilfen“
von interessengebundenen Normenausschüssen und praxisfernen
Richtliniengremien sein, sondern selbst die Rahmenbedingungen
aktiv mitgestalten. Der nächste „Würzburger
Medizintechnik-Kongress“ soll vom 15. bis 18. Juni 2003
stattfinden (Infos: tagungsbuero@fbmt.de
oder www.fbmt.de)
AMDlicher Tipp:
Es stehen noch einige Exemplare des Tagungsbandes der
diesjährigen Veranstaltung zur Verfügung, die zum Preis von
60,- Euro direkt bei der MediVision GmbH (s. Impressum)
angefordert werden können.
Rösch und Stada beabsichtigen
Zusammenarbeit:
Heparin-Applikation: Weg von der Nadel
Die Stada Arzneimittel AG beabsichtigt, das von der Rösch AG
entwickelte Einmalsystem INJEX OneWay zur nadelfreien
Applikation von niedermolekularem Heparin in Lizenz zu
vertreiben. Das neuartige System INJEX OneWay soll einer
schmerzreduzierten und patientenfreundlichen Verabreichung
dienen. Mehr dazu: www.stada.de
, www.roesch-ag.de
Dräger und Siemens planen
Joint Venture:
Groß, größer - Medical AG
Die Lübecker Drägerwerk AG und der Siemens-Bereich Medical
Solutions beabsichtigen, ihre Aktivitäten im klinischen
Akutbereich für OP, Anästhesie sowie Intensiv- und
Notfallmedizin (inkl. Home Care-Sektor) künftig in einem Joint
Venture zu vereinigen. Vorbehaltlich der Zustimmung der
zuständigen Gremien und Behörden wird Siemens 35 Prozent an
dem Kommanditaktien-Kapital der Dräger Medical AG & Co.
KgaA erhalten. Das Joint Venture mit dem Namen Dräger Medical -
A Dräger and Siemens Company“ könnte dann mit 6400
Beschäftigten und einem Geschäftsvolumen von 1,2 Mrd. EUR zu
den weltgrößten Anbietern in diesem Bereich zählen. (siehe
hierzu AMDliche Mitteilung Nr. 4 / 2001 i. Archiv)
Des weiteren berichtete das „Handelsblatt“, dass Siemens
Interesse an einer Übernahme des insolventen Medizinprodukte
Zulieferers Medison aus Südkorea zeigt. Medison sei der
Marktführer für Medizingeräte auf der südkoreanischen
Halbinsel und stellt unter anderem auch Ultraschallgeräte her.
Neben Siemens sollen aber auch der US-Konzern General Electric
(GE) und der niederländische Elektrokonzern Philips an Medison
interessiert sein.
Asclepion Meditec + Carl
Zeiss = Carl Zeiss Meditec AG:
Eins plus eins ergibt eins
Die Asclepion Meditec AG und die Carl Zeiss Ophthalmic
Systems AG werden verschmolzen. Das entstehende neue Unternehmen
Carl Zeiss Meditec AG erwirtschaftet als Spezialanbieter für
die Augenheilkunde mit knapp 900 Mitarbeitern einen Umsatz von
über 250 Millionen Euro.
Siemens Medizintechnik feiert
Geburtstag:
Wir gratulieren: 125 Jahre innovative Tradition
Im Jahre 1877 begann Erwin Moritz Reiniger in Erlangen mit
der Produktion von elektromedizinischen und physikalischen
Apparaten. Dieses Jahr gilt als die Geburtsstunde der Siemens
Medizintechnik. Der steile Aufstieg dieses traditionsreichen
Unternehmens, das jetzt Siemens Medical Solutions (siehe auch
oben) heißt, begann im Jahre 1895 mit der Entdeckung der
Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen. www.siemens.de
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Fachliteratur und
Umsetzungshilfen:
Interessante Neuerscheinungen
Folgende Bücher bzw. Umsetzungshilfen wurden im
AMD-Fachbuchshop unter www.medizintechnikportal.de/shop
neu aufgenommen, können aber auch direkt bei der MediVision
GmbH (s. Impressum) bestellt werden:
Gärtner: Medizinproduktesicherheit - Ein Leitfaden für
den Betreiber, 2001, 200 S., 39,00 Euro
Kramme: Medizintechnik - Verfahren, Systeme,
Informationsverarbeitung, 2. Auflage 2002, 740 Seiten, 99,95
Euro
Sudkamp: Elektrische Anlagen im Krankenhaus - Projektierung
und Instandhaltung, 4. Auflage 2002, 49,00 Euro
AMD-Medizintechnik: Formularsatz „Bestandsverzeichnis nach
MPBetreibV“, vollständig überarbeitete Auflage.
Die Änderungen auf Grund des 2. MPG-Änderungsgesetzes wurden
berücksichtigt und alle „Pflichtfelder“ übersichtlich blau
markiert.
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AMD
TÜV-Medizintechnik, Antonius Spier (Redaktionsleitung)
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Tel.: 030 / 7562-1919, Fax: 030 / 7562-1922
Internet: http://www.amd-gmbh.de;
E-mail: a.spier@amd-gmbh.de
MediVision GmbH, Wolfgang Menke
Berchtesgadener Str. 26, 10825 Berlin
Tel: 030 / 787 02 813, Fax: 030 / 787 02 812, E-mail:
03078702812-0001@t-online.de
Fachlicher Beirat: Manfred Kindler,
Hans-Joachim Pieper,
Dr. Juergen Nippa,
Max Heymann, Soeren Schroll
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