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AMDliche Mitteilungen
Medizinprodukte-Newsletter Nr. 7 / 2000


Inhalt der Ausgabe Nr. 7 / 2000:

1. Es kommt noch schlimmer: Zwei weitere Todesfaelle nach Unfaellen mit Pflegebetten
2. Warnmeldung: Veraetzungsymptome nach Anwendung von medizinischem Sauerstoff
3. Trotz Verbot: Fehlerhafte Druckminderer weiter in Betrieb
4. Vorankuendigung Bundesfachkongress "fbmt 2001"; Tagungsband 2000 zum Sonderpreis
5. CT-Konstanzpruefung: Neue Norm, aber Bestandsschutz für "Altanlagen"
6. Bekanntmachung des BMG zu In-vitro-Diagnostika


Zwei weitere Todesfaelle nach Unfaellen mit Pflegebetten :
Todesfalle Pflegebett

In der Ausgabe 06/00 der AMDlichen Mitteilungen (Archiv: www.amd-gmbh.de/archiv.htm) haben wir bereits ueber fuenfzehn gemeldete "Vorkommnisse mit Todesfolge" nach Unfaellen mit Pflegebetten berichtet. Es kam noch schlimmer: Im Oktober 2000 haben sich nun zwei weitere Todesfaelle nach Braenden von Pflegebetten ereignet. Als deren Ursache wird nach bisher unbestaetigten Zeitungsberichten wieder das Antriebssystem vermutet. Wir empfehlen nun allen Betreibern von Pflegebetten aktiv zu werden, Pflegebetten ueberpruefen zu lassen und die betroffenen Hersteller aufzufordern, unverzueglich alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, um Unfaelle insbesondere mit Todesfolge zu verhindern.
Zu diesem Thema gibt es eine Folgeinformation, die Sie hier finden


Warnmeldung fuer Sauerstoffflaschen:
Veraetzungssymptome nach Anwendung von medizinischem Sauerstoff

In der 43. KW trat bei einem routinemaessigem Wechsel einer Sauerstoffflasche in einem Rettungswagen ein beissendes, augenreizendes Gas aus. Das Gas fuehrte bei dem betroffenen Personal sowohl zu Schluckbeschwerden als auch zu Reizungen der Schleimhaeute und der Augen. Der Geruch des Gases aehnelte angeblich dem von Chlorgas. Offensichtlich wurde der medizinische Sauerstoff mit dem bislang unbekannten Gas verunreinigt. Die zuständige Polizeiinspektion in Bad Kissingen hat der Redaktionsleitung auf Anfrage mitgeteilt, dass nach anfänglichem Verdacht inzwischen ausgeschlossen wird, dass die Verunreinigung beim Befüllen der Flaschen durch den Hersteller verursacht wurde. Die Untersuchungen konzentrieren sich nun auf die Handhabung im Rettungsdienst. Wir bitten um Mitteilung an die Redaktion, sofern Ihnen ähnliche Vorkommnisse dieser Art bekannt geworden sind. (Tel.: 030/264960-19, Antonius Spier) 


Allgemeinverfuegung zu Sauerstoffdruckminderer:
Trotz Verbot: Fehlerhafte Druckminderer weiter in Betrieb

Im vergangenen Jahr haben einige zustaendige Landesbehoerden eine "Allgemeinverfuegung" und damit ein "Betriebsverbot" fuer Sauerstoffdruckminderer der Baureihen WM 1102, WM 1500 und WM 1501 der Fa. Weinmann in Hamburg ausgesprochen, sofern diese mit CrNi-Stahl-Sinterfilter Typ WM 1537 bestueckt sind. Trotz intensiver Bemuehungen der Fa. Weinmann und einiger Landesbehoerden sind scheinbar immer noch nicht alle Betreiber ueber moegliche Gefahren bei der Anwendung der o.g. Produkte informiert. Insbesondere im niedergelassenen Bereich, in Verbindung mit Ozontherapiegeraeten oder in Notfallkoffern, "schlummern" nach unseren Erkenntnissen Druckminderer, die noch nicht umgeruestet sind. 

AMDlicher Sicherheitshinweis:
Bei den o.g. Sauerstoffdruckminderern ist unverzueglich eine Umruestung bzw. der Austausch der fehlerhaften Sinterfilter gegen Bronze-Sinterfilter Typ WM 6619 und Filterschraube Typ WM 30905 mit Innensechskant zu veranlassen.
Alle sonstigen Produkte der Fa. Weinmann sind ausdruecklich nicht von der oben genannten "Allgemeinverfuegung" betroffen!


Vorankuendigung Bundesfachkongress "fbmt 2001":
"Aufbruchstimmung" im Fachverband Biomedizinische Technik (fbmt)

Die diesjaehrige fbmt-Jahrestagung "Medizintechnik auf dem Weg ins dritte Jahrtausend" war nach Angaben des Verbandes ein voller Erfolg. (Tagungsband 2000 zum Sonderpreis: www.amd-gmbh.de/shop) Um die Aufbruchstimmung und die Oeffnung hin zu einem bundesweiten Fachverband mit weltweiten Kooperationen zu verdeutlichen, wird im naechsten Jahr ebenfalls in Wuerzburg ein Bundesfachkongress mit Industrieausstellung unter dem Motto "Technologien - Partnerschaften - Praktische Loesungen" stattfinden. Als Termin steht nun der 17. bis 20. Juni 2001 fest. (Kongressprogramm: www.fbmt.de)


Konstanzpruefung fuer die Computertomographie
Bestandsschutz für "Altanlagen"

Seit dem 01. April 2000 ist die harmonisierte Norm DIN EN 61223-2-6 zu Konstanzpruefungen an Computertomographie allein verbindlich. Wie die "behoerdlich bestimmten" Roentgensachverstaendigen der AMD GmbH berichten, gibt es in Fachkreisen Diskussionen um die Vergleichbarkeit mit den Messwerten der Abnahmepruefungen. Ausserdem sei die erforderliche Beschaffung eines neuen Pruefphantoms zur halbjaehrlichen Dosismessung kostenintensiv, ohne jedoch einen relevanten Informationsgewinn bzw. einer Verbesserung des Strahlenschutzes im Vergleich zur bisherigen Pruefmethode nach DIN 6868-6 zu erzielen. Der Laenderausschuss Roentgenverordnung hat daher folgendes beschlossen: Fuer Konstanzpruefungen an CT-Einrichtungen, die vor de  01. April 2000 betrieben wurden, kann weiterhin nach der zurueckgezogenen DIN 6868-6 verfahren werden. Bei Inbetriebnahme nach diesem Stichtag muss die Konstanzpruefung nach den Vorgaben der DIN EN 61223-2-6 mit den dort angegebenen Messmitteln erfolgen.


Bekanntmachung des BMG zu In-vitro-Diagnostika
Uebergangsregelungen für  Laborgeraete / Reagenzien

Für das Inverkehrbringen von In-vitro-Diagnostika kann nun die EG-Richtlinie 98/79/EG parallel zum bisherigen nationalen Recht angewendet werden. Die Umsetzung in das Medizinproduktegesetz (MPG) wird mit dem Zweiten Aenderungsgesetz zum MPG voraussichtlich bis Juli 2001 erfolgen. Die Ueberwachung obliegt bis auf weitere  den nach dem Arzneimittelgesetz und der Medizingeraeteverordnung zuständigen Behoerden. Der Text der Bekanntmachung kann ab dem 17.11.00 unter Fax 06409 / 822-2848 abgerufen werden.


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AMD TÜV-Medizintechnik, Antonius Spier (Redaktionsleitung)
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Internet: http://www.amd-gmbh.de; E-mail: a.spier@amd-gmbh.de

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