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Medizinprodukte-Newsletter Nr. 8 / 2001
Sehr geehrte Abonnenten,
bevor Sie zum Lesen der aktuellen Meldungen uebergehen,
moechten wir Sie zur MEDICA zum Stand E27 in Halle 10 einladen
(gemeinsamer Stand von AMD-Medizintechnik und TUEV Rheinland
Berlin Brandenburg). Interessante Gespraechsrunden erwarten
Sie am Stand. Hier nur einige Auszuege (jeweils ab 14.00 Uhr):
Mittwoch, den 21.11.01:
Konformitaetsbewertung von med. Gasversorgungsanlagen (F.
Schiesske)
Vorschriften ueber Medizinprodukte in China (X. Ren)
Donnerstag, den 22.11.01:
Sicherheit und Ueberwachung von Medizinprodukten in
Deutschland (S. Aretz)
Prozesskosten und Qualitaet - Strategische Krankenhausfuehrung
(B. Stutzke)
Freitag, den 23.11.01:
Die neue DIN VDE 0751 - Pruefungen an med. elektr. Geraeten
(A. Spier)
Vorschriften ueber Medizinprodukte in Taiwan (M. Lin)
Todesserie bei Dialysepatienten in Spanien und Kroatien
Baxter reagiert mit Rueckruf, BfArM ermittelt
Nach dem Bekanntwerden von Todesfaellen in Kroatien, die in
einem ursaechlichen Zusammenhang mit Dialysebehandlungen
gebracht werden, hat das Bundesinstitut fuer Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) Ermittlungen zum Sachverhalt und den
potentiellen Ursachen eingeleitet. Betroffen sind
Haemodialysatoren mit Althane-Membranen (A-Familie) der Firma
Baxter. Erstmalig auffaellig wurde die Produktfamilie im Juni
dieses Jahres im Zusammenhang mit Meldungen zu bestimmten
Unvertraeglichkeitsreaktionen in Indien. Die dort betroffenen
Produktchargen wurden vorsorglich zurueckgerufen. Ende
August/Anfang September waren aus Spanien ueber zehn weitere
Todesfaelle im Zusammenhang mit Dialysebehandlungen berichtet
worden. Madrid wirft nun dem US-Medizinproduktehersteller
Baxter vor, den zustaendigen Behoerden Informationen
vorenthalten zu haben und erwaegt Klage zu erheben. Baxter hat
inzwischen eingeraeumt, dass bei den Todesfaellen eine zur
Herstellung von Fasern fuer die Dialysegeraete verwendete
Fluessigkeit eine Rolle gespielt haben koennte. Das BfArM
empfiehlt bis zur endgueltigen Ursachenklaerung die Anwendung
anderer Dialysatortypen mit vergleichbaren
Leistungsparametern.
Weitere Informationen: www.medizintechnikportal.de/neues/dialysator.htm
(wird fortlaufend ergaenzt)
Ueberpruefungsaktion der Gewerbeaufsicht in Rheinland-Pfalz
Zunahme schwerer Sicherheitsmaengel in
allgemeinmedizinischen Praxen
Bei der landesweiten Untersuchung von 370 Geraeten in 208
Arztpraxen hat die Gewerbeaufsicht in Rheinland-Pfalz im Jahre
2000 eine deutliche Zunahme der Maengel gegenueber einer
vergleichbaren Aktion in den Jahren 1995/1996 festgestellt.
Ein signifikanter Anstieg zeigte sich bei den schweren
Maengeln, bei welchen vor der naechsten Anwendung
beispielsweise eine Reparatur oder Nachruestung des Geraetes
erforderlich ist. Hiervon waren 34 Prozent der Geraete
betroffen gegenueber fuenf Prozent vor fuenf Jahren.
Allerdings wurden zu dieser Gruppe ausser schwerwiegenden
Maengeln der Sicherheit und Funktion auch Versaeumnisse wie
das Fehlen einer Sicherheitstechnischen Kontrolle
hinzugerechnet. Besonders betroffen waren Notfallgeraete wie
Defibrillatoren und Sauerstoffinsufflatoren. Nach Angaben des
zustaendigen Ministeriums muss der starke Anstieg der schweren
Maengel auch auf einen Sondereffekt bei
Sauerstoff-Druckminderern zurueckgefuehrt werden. Nach
mehreren schweren Unfaellen mit bestimmten Druckminderern
hatten die Aufsichtsbehoerden deren weitere Verwendung
untersagt und eine Umruestung verlangt (vgl. AMDliche
Mitteilungen Nr. 7/2000). Auch müssen beim kritischen
Betrachter Zweifel aufkommen, ob die Randbedingungen der
beiden Aktionen wirklich vergleichbar waren. Stark zu denken
gibt aber trotzdem, dass es nur bei 16 Prozent der
untersuchten Geraete keinerlei Beanstandungen gab. Bei der
Aktion 1995/96 war das immerhin noch bei 36 Prozent der Fall
gewesen. Zum Pressetext: www.masg.rlp.de/presse/20010723002.htm.
Da etwa ein bis zwei Jahre nach der Implantation vermehrt
Brueche des Keramikkopfes auftreten koennten, hat der
franzoesische Hersteller St. Gobain Céramiques fuer die o.a.
Hueftprothesen einen Rueckruf gestartet. Ursache sind
wahrscheinlich Materialfehler durch eine Aenderung des
Produktionsprozesses im Jahr 1998. Das Bundesinstitut fuer
Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM hat fuer Deutschland
inzwischen ein Anwendungsverbot ausgesprochen.
Kommt das 2. MPG-Aenderungsgesetz zum 1. Januar 2002 ?
Bundestag hat zugestimmt, Bundesrat soll am 30.11.
entscheiden
Der Deutsche Bundestag hat am 8. November nach 2. und 3.
Lesung dem zweiten Gesetz zur Aenderung des
Medizinproduktegesetzes (2. MPG-AendG) zugestimmt. Der zweite
Durchgang im Bundesrat ist fuer den 30.11.2001 geplant. Es
wird erwartet, dass der Bundesrat zustimmt. Somit koennte das
Gesetz wie geplant am 1.1.2002 in Kraft treten. Auffaellig
ist, dass gegenueber dem am 18.04.01 vom Bundeskabinett
beschlossenen Entwurf nun doch Regelungen zu
"Medizinprodukten aus In-Haus-Herstellung"
aufgenommen wurden. Obwohl zusaetzliche Aenderungen der
MPBetreibV festgeschrieben werden, muss weiterhin von einer
umfangreichen Novellierung dieser Verordnung im naechsten Jahr
ausgegangen werden. Weiterfuehrende Links haben wir fuer Sie
unter www.medizintechnikportal.de/gesetze.htm bereitgestellt.
BVMed-Sonderveranstaltung zur Marktueberwachung von
Medizinprodukten
Anwender und Betreiber melden kaum noch Vorkommnisse an das
BfArM
Nach Mitteilung von Professor Dr. Roger Grase vom BfArM beim
Erfahrungsaustausch am 6. November in Bonn ist die Zahl der
Meldungen von Vorkommnissen durch Hersteller und
Betreiber/Anwender seit 1995 staendig gestiegen. In diesem
Jahr deutet sich allerdings eine deutliche Trendumkehr bei den
Meldezahlen aus den Einrichtungen an. Eine wesentliche Ursache
hierfuer koennte die Unzufriedenheit vieler
Mediziningenieure/Medizintechniker mit der Abwicklung und den
Rueckmeldungen sein. Lange Zeit erhielt man oft nicht einmal
eine Eingangsbestaetigung. Die Ergebnisse der ermittelten
Unfallursachen wichen haeufig eklatant von eigenen
Beobachtungen ab. So wurden beispielsweise reine
Anwenderfehler als alleinige Ursache mitgeteilt, obwohl
offenkundig auch Materialfehler vorgelegen hatten (Eine
Zusammenfassung der Ergebnisse der Tagung aus Sicht der
Medizinprodukteindustrie findet sich unter www.bvmed.de/pres/pm071101.htm).
KU-Artikel "Brennende Probleme mit Pflegebetten"
Pflegebetten sind keine Hotelbetten
In deutlicher Form haben die Autoren Wolfgang Menke und
Manfred Kindler im Oktoberheft der "Krankenhaus
Umschau" zur Sicherheitsproblematik von Pflegebetten
Stellung bezogen. Danach haben die Hersteller die elektrische
Sicherheit und den Feuchtigkeitsschutz nach den in der
Medizintechnik bewaehrten und fuer Medizinprodukte inzwischen
auch vorgeschriebenen Kriterien der "integrierten
Sicherheit" zu gewaehrleisten. Die
Konstruktionssicherheit hat Vorrang vor technischen
Schutzmassnahmen zur Ueberwachung und vor Hinweisen zur
Sicherheit. Bei den erforderlichen Nachruestungen handelt es
sich nicht um sicherheitstechnische Zusatzausstattungen wie
etwa einen "Airbag fuer den Beifahrer", sondern um
die Korrektur elementarer Sicherheitsmaengel. Auch an den
Kassen wird wegen verschiedener Versaeumnisse Kritik geuebt ( www.medizintechnikportal.de/neues/pflegebett.htm).
Draegerwerk AG steigert Umsatz und Ergebnis deutlich
Fruchtbare Neunmonatszahlen
Die Luebecker Gesellschaft ist auf dem besten Wege, ihre
Erwartungen fuer dieses Jahr zu erfuellen und in 2001 den
Turnaround mit einem positiven Ergebnis zu erreichen. In den
ersten neun Monaten stieg der Umsatz um 13,6 Prozent. Die im
letzten Jahr eingeleitete Neuausrichtung der Draeger Medical
kommt nach einer Mitteilung des Unternehmens gut voran. Die
Vorzugsaktien haben gegenueber ihrem Tiefststand im letzten
Jahr schon wieder 50 Prozent zulegen koennen.
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Es gibt noch Tagungsbaende zum Wuerzburger
Medizintechnik-Kongress 2001
Im AMD-Fachbuchshop (www.amd-gmbh.de/shop) oder direkt beim
Verlag MediVision Berlin (Adresse siehe Impressum) sind
noch Tagungsbaende 2001 mit einer Reihe von wichtigen
Informationen/Beitraegen zum Preis von 100,-- DM erhaeltlich
(Sonderpreis fuer Mitglieder des fbmt 80,- DM, fuer Studenten
70,- DM). Zu einem guenstigen Paketpreis von 140,- DM koennen
die Baende der letzten beiden Wuerzburger Tagungen 2000 und
2001 auch zusammen erworben werden. AMDlicher Hinweis: Vom 02.
bis 05. Juni 2002 fbmt-Kongress in Wuerzburg (Anmeldung:
www.fbmt.de)
Druckfrisch von den "Quality Series"
Vor drei Tagen ist beim Verlag MediVision Berlin unter ISBN
3-932686-05-5 zum Preis von 98,- US-Dollar das internationale
QM-Highlight des Jahres erschienen:
Michael Scheutwinkel und Manfred Kindler,
Quality Manuel ISO / IEC 17025, Second edition,
International Recognised Quality Documentation for
Accreditation of Laboratories.
Die MediVision GmbH ist auf der MEDICA am "KKC-Gesundheitspavillon"
vertreten (Halle 17/Stand B65)
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AMD TÜV-Medizintechnik, Antonius Spier (Redaktionsleitung)
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MediVision GmbH, Wolfgang Menke
Berchtesgadener Str. 26, 10825 Berlin
Tel: 030 / 787 02 813, Fax: 030 / 787 02 812, E-mail:
03078702812-0001@t-online.de
Fachlicher Beirat: Manfred Kindler,
Hans-Joachim Pieper,
Dr. Juergen Nippa,
Max Heymann, Soeren Schroll
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