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Medizinprodukte-Newsletter Nr. 9 / 1999
Zweites Änderungsgesetz zum MPG (2. MPG-ÄndG):
Nichts bleibt wie es ist - auch nicht das MPG
Das Bundesministerium für Gesundheit hat zwischenzeitlich mit Stand
21.6.1999 einen Entwurf für ein zweites Änderungsgesetz zum MPG vorgelegt.
Dieses 2. MPG-ÄndG dient
- der Umsetzung der Europäischen Richtlinie über In-vitro-Diagnostika,
- der Durchführung von Abkommen der Europäischen Union mit Drittstaaten wie
den USA,
Kanada, Australien u.a. sowie
- der Berücksichtigung von Erfahrungen mit den bisherigen gesetzlichen
Regelungen.
Als Folge dieses Gesetzes wird es auch zu Änderungen bei verschiedenen
Verordnungen zum MPG wie z.B. der Medizinprodukte-Betreiberverordnung kommen.
Nach den terminlichen Vorgaben der EU ist es erforderlich, daß das zweite
Änderungsgesetz bis spätestens 6. Juni 2000 in Kraft tritt. Der Entwurf ist im
Internet einsehbar und abrufbar unter www.bmgesundheit.de n
ggf. www.amd-gmbh.de n und auch in der
32./33. Ergänzungslieferung des Loseblattwerks "Handbuch
Medizintechnik" vom ecomed-Verlag enthalten, welche voraussichtlich in
diesem Monat erscheinen wird.
Ersatzteile für Medizinprodukte:
CE auch auf dem Bein vom Transistor
Im Rahmen des zweiten Änderungsgesetzes zum MPG (s.o.) sollen die
Anforderungen an Ersatzteile von Medizinprodukten näher spezifiziert werden.
Wenn Ersatzteile die Voraussetzungen und Anforderungen der Richtlinien
erfüllen, sollen sie in Zukunft nach Auffassung des Bundesministeriums für
Gesundheit eine CE-Kennzeichnung aufweisen dürfen. Allerdings handelt es sich
hierbei nicht um eine Verpflichtung.
Formblatt für die Anzeige der klinischen Prüfung:
Die Form muß gewahrt werden - auch bei der Forschung
Im Bundesanzeiger vom 21. Juli 1999 hat das Bundesministerium für Gesundheit
bekanntgemacht, daß das von DIMDI entwickelte Formblatt für die Anzeige von
klinischen Prüfungen bei Medizinprodukten (§ 17 Absatz 6 MPG) inzwischen
vorliegt. Es kann entgeltfrei über das Internet abgerufen (www.dimdi.de) oder
direkt angefordert werden (Deutsches Institut für medizinische Dokumentation
und Information, Postfach 420580, 50899 Köln, Tel.: 0221/4724-1, Fax:
0221/411429, e-Mail: helpdesk@dimdi.de).
Version 1.1 der Nomenklatur für Medizinprodukte UMDNS:
DIMDI schließt das MPG auf
Im Bundesanzeiger vom 21. Juli 1999 hat das Bundesministerium für Gesundheit
die Version 1.1 der Nomenklatur für Medizinprodukte nun offiziell
bekanntgemacht. Das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und
Information DIMDI, Köln, hat mit der Version 1.1 (Stand 22. Oktober 1998) eine
erweiterte deutschsprachige Fassung der Nomenklatur UMDNS vorgelegt, welche die
Version 1.0 enthält und zusätzlich ca. 13.000 deutsche Synonyme zur
Suchunterstützung einschließt. Die amtlich bekanntgemachte Version 1.0 gilt
weiterhin, die zusätzlich eingefügten deutschen Synonyme bieten den Anwendern
jedoch nun mehr Möglichkeiten zum Suchen und Auffinden der für ihre
Medizinprodukte zu verwendenden UMDNS-Hauptbegriffe und deren Codes in der
alphabetischen Liste der Nomenklatur (AMD-liche Mitteilungen,
Medizinprodukte-Mailing Mai 99). Die neue Version kann entgeltfrei über das
Internet abgerufen werden (www.dimdi.de) oder direkt angefordert werden
(Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information, Postfach
420580, 50899 Köln, Tel.: 0221/4724-1, Fax: 0221/411429, e-Mail: helpdesk@dimdi.de).Von
der einfachen Druckausgabe der Version 1.0 zu 11,80 DM über die
DIMDI-Originaldaten auf Diskette bis hin zur umfassenden Plus-Version 1.1 mit
13.000 Synonymen und komfortablen Suchfunktionen auf CD-ROM zu 78,- DM biete die
MediVision GmbH eine ganze Palette von Produkten an (nähere Auskünfte:
MediVision GmbH, Berchtesgadener Str. 26, D-10825 Berlin, Telefon 030 / 787 02
813, Telefax 030 / 787 02 812).
Komplettpaket für OP-Geräte:
Nach einem fetten Monat sieben magere Jahre
Im Zuge eines speziellen Garantiepaketes bietet ein deutsches Unternehmen
für seine Hochfrequenzchirurgiegeräte inzwischen ein neues Konzept für die
Finanzierung an. Während einer "Garantiezeit" von sieben Jahren will
das Unternehmen alle Kontroll- und Instandhaltungsmaßnahmen ohne Zusatzkosten
für den Betreiber übernehmen.
Flugzeuge werden mit Defis ausgestattet:
Schüsse hoch über den Wolken
Verschiedene große europäische Fluggesellschaften wie British Airways,
Lufthansa und SwissAir wollen ihre Langstreckenmaschinen mit Defibrillatoren
ausstatten. Auch sollen zur EKG-Beurteilung vom Boden aus die Möglichkeiten der
Telemedizin erprobt werden.
Laborreform ab 1. Juli 1999 in Kraft:
Scheinveredelung und Probentourismus angeblich gestoppt
Von der inzwischen in Kraft getretenen Laborreform versprechen sich die
Krankenkassen, daß Abrechnungsmanipulationen in Zukunft deutlich erschwert
sind. Der AOK-Bundesverband nennt als "Tricks der Falschabrechner"
u.a. die Erbringung von über den Auftrag hinausgehenden unnötigen Leistungen
(Scheinveredelung), Anreize zur Erteilung von zusätzlichen Aufträgen durch
unzulässige Gewährung von Vorteilen (Kopplungsgeschäfte) und Weiterschicken
von Proben und erneute Berechnung der Analysen (Probentourismus).
Sicherheitsnormen für Herzschrittmacher werden angepaßt:
Aus dem Bauch heraus in die Brust
Nach einer Mitteilung des Obmanns des Normungsgremiums VDE UK 812.5, Dr. M.
Lampadius, im Deutschen Ärzteblatt vom 10. September 1999, wurde bisher bei der
Beurteilung von Störfeldern auf Herzschrittmacher von einem "worst
case"-Szenario ausgegangen, nämlich der abdominalen Implantationslage.
Diese entspricht aber wegen erhöhter Elektrodenbruchgefahr und starker
Störbeeinflussung längst nicht mehr dem Stand der medizinischen und
technischen Erkenntnis. Deshalb sollen sich die Schutzziele nach der heute
üblichen pektoralen Implantationslage richten. Patienten mit dem Sonderfall
eines abdominalen Schrittmachers sollen in Zukunft über ihr besonderes Risiko
aufgeklärt werden.
Bestrahlungsformen bei der Psoriasis:
Balneo-Phototherapie wird immer wichtiger
In einer Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt vom 10. September 1999
haben die Professoren E. Christophers und U. Mrowietz vom Universitätsklinikum
Kiel auf den derzeitigen Stand der Lichttherapie der Psoriasis (Schuppenflechte)
hingewiesen. In Kombination mit einem sog. Photosensibilisator weist UV A den
stärksten Effekt auf (sog. Photochemotherapie oder PUVA). Bei der klassischen
PUVA-Therapie wird der Photosensibilisator oral eingenommen und die Bestrahlung
erfolgt danach innerhalb von zwei Stunden. Wegen fehlender systemischer
Nebenwirkungen bekommt allerdings die Bade-PUVA-Therapie eine immer größere
Bedeutung. Bei ihr wird der Photosensibilisator über das Badewasser der Haut
zugeführt. Als sog. selektive UV-Phototherapie kann UV B entweder als
Breitspektrum (280-320 nm) oder als Schmalspektrum (311 nm) zum Einsatz kommen
(sog. SUP). Stark im Zunehmen ist hier die Kombination von Solebädern mit
nachfolgender Bestrahlung mit UV B (sog. Sole-Phototherapie).
Selbsthilfeaktion Krisenstab Jahr 2000
Hospitäler setzen auf regionale Krisenstäbe
Das neu gegründeten Krankenhaus Kommunikations Centrum e.V. (KKC) startete
am 09.09.99 (der große Crash blieb aus) den ersten Aktionstag "Krisenstab
2000" in der Medizinischen Fakultät Charitè, Berlin. Es sind bundesweit
16 weitere Veranstaltungen geplant, die sich in erster Linie an verantwortliche
Leiter der Medizintechnik, der Technik, des Einkaufs, der Verwaltung, der
Rettungs- und Hilfsdienste, der Behörden und Ministerien richtet. Ziel der
Aktion ist eine koordinierte und effektive Bearbeitung der Y2K-Problematik und
die Vermeidung von Schadens- und Störfällen. Weitere Informationen: Manfred
Kindler, Tel.: 030 / 6392-6835
Veranstaltungskalender "Aktion Krisenstab 2000"
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Nr. |
Region |
Ort |
Termin |
1.
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Berlin - Brandenburg - Mecklenburg-Vorpommern |
Medizinische Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin
Campus Virchow-Klinikum
10117 Berlin |
9. Sept. 1999 |
2.
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Baden-Württemberg |
Katharinenhospital Stuttgart Kriegsbergstr. 60
70174 Stuttgart |
23. Sept. 1999 |
3.
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Bremen / Niedersachsen |
Rotes Kreuz Krankenhaus St.-Pauli-Deich 24
28199 Bremen |
27. Sept. 1999 |
4.
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Hamburg / Schleswig-Holstein und Niedersachsen |
Universitäts-Krankenhaus Eppendorf Martinistr. 52
20246 Hamburg |
28. Sept. 1999 |
5.
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Niedersachsen |
Medizinische Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Str. 1
30623 Hannover |
27. Okt. 1999 |
6.
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Sachsen |
Städtisches Klinikum "St. Georg" Leipzig Delitzscher Str.
141
04129 Leipzig |
28. Okt. 1999 |
7.
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Sachsen-Anhalt |
Universitätsklinikum Magdeburg Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg |
29. Okt. 1999 |
8.
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Hessen / Nordrhein-Westfalen |
DILL-KLINIKEN Rotebergstr. 2
35683 Dillenburg |
03. Nov. 1999 |
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Ab hier sind die Termine, die noch nicht feststehen,
aufgeführt |
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9. |
Sachsen |
Dresden (Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt) |
44. KW ? |
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10. |
Nordrhein-Westfalen Nord |
Münster (Universitätsklinikum) |
44./45. KW ? |
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11. |
Nordrhein-Westfalen Süd |
Düsseldorf (Städt. Kliniken) |
44./45. KW ? |
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12. |
Rheinland-Pfalz |
Mainz (Universitätsklinik) |
44./45. KW ? |
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13. |
Saarland |
Bad Homburg (Universitätsklinikum) |
44./45. KW? |
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14. |
Bayern |
München |
45. KW |
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15. |
Schleswig-Holstein |
Neumünster (Friedrich-Ebert-Krankenhaus) |
45. KW ? |
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16. |
Baden-Württemberg |
Baden-Baden |
48. KW |
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17. |
Hessen |
Gießen (Universitätsklinikum) |
49. KW |
Service der AMD-Medizintechnik weiterhin kostenfrei:
Börse für gebrauchte Medizingeräte im Internet
Unter der Internetadresse www.amd-gmbh.de können alle Interessenten
Ihre gebrauchten medizinisch-technischen Geräte zum Verkauf anbieten,
Kaufgesuche aufgeben oder im vorhandenen Angebotspool nach einem gebrauchten
Gerät suchen. AMD-Medizintechnik betreibt diesen kostenfreien Service speziell
für Kunden, ohne sich am An- oder Verkauf aktiv zu beteiligen.
Weitere Informationen:
AMD TÜV-Medizintechnik, Antonius Spier (Redaktionsleitung)
Alboinstr. 56, 12103 Berlin
Tel.: 030 / 7562-1919 Fax: 030 / 7562-1922
Internet: http://www.amd-gmbh.de;
E-mail: a.spier@amd-gmbh.de
MediVision GmbH, Berchtesgadener Str. 26, 10825 Berlin
Tel: 030 / 787 02 813, Fax: 030 / 787 02 812
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