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Mit freundlicher Genehmigung der MediVision GmbH
Berlin. Ohne Gewähr und Haftung.
Inhalt der Ausgabe Nr. 5/2005:
1. Laserinduzierte Thermotherapie abgelehnt
2. Virtuelle Kolonographie angezweifelt
3. Fresenius u. GE: Konzerne kaufen zu
4. Computertomographie ist überlegen
5. Gesundheitskarte vorgestellt
6. Röntgenstrahler nominiert
7. Xenon zugelassen
8. Hüftprotektoren umstritten
9. Medizintechnik thematisiert
Termine
Termine auf der MEDICA: 16.-19.11.05
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MELDUNGEN
Laserinduzierte Interstitielle Thermotherapie abgelehnt
Risiko schwerwiegender Komplikationen, Nutzen nicht belegt
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Laserinduzierte
Interstitielle Thermotherapie (LITT) für den vertragsärztlichen
Bereich als nicht anerkannte Behandlungsmethode eingestuft. Die
lokale Zerstörung von Tumoren erfolgt dabei mit Hilfe eines über
einen Lichtleiter in den Tumor eingebrachten Laserstrahls.
Bisher wurde diese Methode vor allem bei Lebertumoren und
Lebermetastasen erprobt. Der G-BA ist zu dem Ergebnis gekommen,
dass der therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit
und die Wirtschaftlichkeit einer LITT-Behandlung nicht belegt
sind. Zudem bringt das Verfahren erhebliche Risiken für die
Patienten mit sich, schwerwiegende bis hin zu tödlichen
Komplikationen zu erleiden. Der Beschluss wurde daher von den
Patientenvertretern mit getragen. Er tritt erst nach
Zustimmung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale
Sicherung und Veröffentlichung im Bundesanzeiger In Kraft.

Virtuelle Kolonographie mit dem CT
Noch längst keine erste Wahl für das Screening
In einem Editorial im Deutschen Ärzteblatt (Heft 43 vom 28.
Oktober 2005, Seite C2334f) wird moniert, dass die virtuelle
Kolonographie bereits jetzt von einigen Radiologen als die
einfache und „sorgenlose“ Methode der „Vorsorgekoloskopie“
angepriesen wird. Nach Analyse der aktuellen Datenlage kommen
die Autoren vom Klinikum der Universität Regensburg zu dem
Schluss, dass diese Methode zum jetzigen Zeitpunkt nicht als
Routineverfahren zum Polypenscreening des Kolons außerhalb von
Studien angewendet werden kann und darf. In einem weiteren
Beitrag zu diesem Thema halten WESSLING u.a. vom Universitätsklinikum
Münster die CT-Kolonographie bereits jetzt für eine sinnvolle
Alternative, wenn die Koloskopie unvollständig bleibt oder vom
Patienten abgelehnt wird.
http://www.deutsches-aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=48888
http://www.deutsches-aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=48889
Fresenius hat schon, GE will noch
Medizintechnikkonzerne im Kaufrausch
Erst hat die Dialysetochter Fresenius Medical Care FMC
zugekauft, dann die Muttergesellschaft Fresenius selbst. Mit der
Übernahme des Mitbewerbers Renal Care hat FMC die führende
Position im Weltmarkt der Dialyse ausgebaut. Kürzlich hat der
Bad Homburger Konzern auch 94 Prozent der Klinikkette HELIOS für
seinen Bereich Fresenius „Proserve“ übernommen, davor
bereits den Infusionsspezialisten Clinico für den Bereich „Kabi“
akquiriert. Im kommenden Jahr wird dadurch voraussichtlich die
Umsatzschwelle von 10 Milliarden Euro überschritten. Auch für
die Übernahme der beiden hessischen Universitätskliniken
Marburg und Giessen gilt HELIOS/Fresenius als Favorit.
Auch General Electric will weiterhin stark wachsen und plant Zukäufe
im Bereich der Medizintechnik. In einem Interview mit dem
Handelsblatt (Bericht vom 31.10.2005, Seite 13) hat GE-Chef
Jeffrey Immelt ein weiteres organisches Wachstum im hohen
einstelligen Bereich angekündigt. Gerade auch in Deutschland
sieht der amerikanische Konzern große Chancen auf dem Gebiet
der Medizintechnik. Dadurch werden die europäischen Mitbewerber
Siemens und Philips weiter unter Druck gesetzt.
Vergleich von Verfahren zum Konkrementnachweis
Bei Steinen ist der CT besser als die Urographie
Nach einer prospektiven Studie (Fortschritte Röntgenstrahlen
2005/Band 177, Seiten 1436ff) ist die Computertomographie der
intravenösen Urographie hinsichtlich der Bildqualität beim
Konkrementnachweis signifikant überlegen und deshalb nach
Ansicht der Autoren vorzuziehen. Allerdings ist die
Strahlenexposition etwa zehn Mal so groß und auch die Kosten
sind deutlich höher (nur etwa eineinhalb bis zwei Mal so hoch).
MEDICA PreView 2005
Elektronische Gesundheitskarte „das Thema“
Die elektronische Gesundheitskarte soll insgesamt die
Behandlungsqualität verbessern und gleichzeitig die Kosten
senken. Die Erreichung dieser Ziele wird im Wesentlichen gerade
die dritte geplante Ausbaustufe der elektronischen
Gesundheitskarte realisieren helfen. In dieser letzten, für den
Patienten freiwilligen Anwendungsstufe soll die Karte den
behandelnden Ärzten auch Zugang verschaffen zu einer kompletten
elektronischen Patientenakte. Dass die Anbieter der
medizinischen IT schon längst in den „Startlöchern“ stehen
und viele ihrer technischen Entwicklungen bereits zum Abschluss
gebracht haben, demonstrierte im Rahmen der MEDICA PreView
exemplarisch die InterComponent Ware AG. Das Unternehmen wird
zur MEDICA 2005 seine Lösung für die Telematik-Infrastruktur
der elektronischen Gesundheitskarte vorstellen. Ein ausführliches
Veranstaltungsprogramm hierzu gibt es am 16.11.2005 im Rahmen
der MEDICA MEDIA http://www14.medica.de/kati-cgi/kati/vis/custom/ext2/event/show_events.cg!
i?ticket=k2967036383497&what=event_keyword&selected=MEDICA%20MEDIA
Innovationen und Nachrichten aller über 4.000 an der MEDICA
2005 (Düsseldorf, 16. - 19. November 2005) beteiligten
Aussteller sind unter www.medica.de
verfügbar.
Röntgenstrahler nominiert
„Straton“ hat den Dreh raus
Am 11. November verleiht Bundespräsident Horst Köhler im
Berliner Congress Center den mit 250.000 Euro dotierten
Deutschen Zukunftspreis 2005. Eines der vier für die
Endausscheidung des Preises für Technik und Innovation
nominierten Teams hat einen Höchstleistungs-Röntgenstrahler für
die Computertomographie des schlagenden Herzens entwickelt. Dafür
sind möglichst kurze Belichtungszeiten im Subsekundenbereich
notwendig, damit das Bild nicht „verwackelt“ wirkt und feine
Details erkennbar sind. Herkömmliche Röntgenröhren verwerten
aber aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften nur ein Prozent
der zugeführten Energie, der Rest muss als Verlustwärme abgeführt
werden. Das Erlanger Team um Dr. Schardt setzt auf ein völlig
neues System. Nicht nur der Anodenteller, sondern die
gesamte Röhre wird schnell um die eigene Achse gedreht. wird.
Dadurch kann die entstehende Verlustwärme etwa hundertmal
schneller abgeführt werden
http://www.deutscher-zukunftspreis.de/newsite/2005/hintergrund_04.shtml
und
http://www.deutscher-zukunftspreis.de/newsite/2005/pr_03.shtml.
Xenon als Narkosegas
Zulassung als Arzneimittel wurde erteilt
Air Liquide Deutschland hat vom BfArM die Arzneimittel-Zulassung
für "Xenon pro Anaesthesia" erhalten.
Früher war der Einsatz des sehr teuren Edelgases in Deutschland
nur im Rahmen von Studien oder in Ausnahmefällen erlaubt. Das
relativ nebenwirkungsarme Narkosegas wird in einem aufwändigen
Verfahren aus der Luft gewonnen (Medica, 16. bis 19. November
2005, Halle 11 Stand J70).
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Stürze von Senioren
Nutzen von Hüftprotektoren umstritten
In einem Artikel „Sturzprävention bei Senioren: Eine
interdisziplinäre Aufgabe“ (www.deutsches-aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=47870)
wurde folgende Auffassung vertreten: „Bewiesen ist auch, dass Hüftprotektoren im Falle eines Sturzes das Risiko für eine Hüftfraktur
reduzieren können“. Im Gegensatz dazu
steht allerdings die Aussage eines kürzlich aktualisierten
Cochrane Reviews, worauf in einem Leserbrief hingewiesen wurde.
Eine weitere jüngst veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit
mit strengeren Einschlusskriterien kam zu ganz ähnlichen
Schlussfolgerungen. Für in der eigenen Wohnung lebende Personen
konnte danach durch Hüftprotektoren keine Reduktion der Anzahl
proximaler Femurfrakturen nachgewiesen werden (http://www.deutsches-aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=48796).
KKC-Gesundheits-Verbände-Forum
Auf der MEDICA: Praktiker fragen – Experten antworten
OER ist das Schlagwort der diesjährigen
Informationsveranstaltungen im KKC-Gesundheits-Verbände-Forum in
Halle 17 Stand C 03/04der Medica. Direkt am Eingang der
Halle ist der Treffpunkt der Mitarbeiterverbände im
Gesundheitswesen. Erstmalig werden in „Offenen Experten
Runden“ (OER) aktuelle Themen aus dem täglichen Betrieb des
Krankenhauses diskutiert (ausgewählte Medizintechnik-Themen unter
TERMINE dieses Medizinprodukte-Telegramms, weitere Informationen
unter www.kkc.info).
+ + + TERMINE 2005 + + +
8. November 2005, Bonn
Der Vertrieb von Medizinprodukten
www.coll-pharm.de
10. November 2005, Bonn
Das Medizinproduktegesetz in der praktischen Umsetzung
BVMed-Sonderveranstaltung
www.bvmed.de/events/date/bvmedsv101105.html
15. November 2005, Berlin, 18.00 Uhr
Technik und Entwicklung der PET/CT
Vortrag DGMP/BPMB Berlin-Brandenburg, Charite
16. bis 19. November 2005, Düsseldorf
MEDICA 2005
www.medica.de
30. November 2005, Heidelberg
1. Medizintechnik-Forum
www.akademie-fuer-weiterbildung.de
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TERMINE AUF DER MEDICA 2005
Donnerstag, den 17.11.2005, Halle 6, Konferenzräume G
15:00 bis 15:30Uhr
TÜV-StatusCheck für Gesundheitseinrichtungen
Damit Sie die rechtlichen und normativen Anforderungen in Ihrer
Gesundheitseinrichtung besser überschauen können, bietet AMD TÜV
eine Ist-Analyse vor Ort mit dokumentierendem TÜV-Statusbericht.
Diese enthält gezielte Fragestellungen zur technischen,
betrieblichen und organisatorischen Umsetzung gesetzlicher
Bestimmungen. Sie bekommen eine unabhängige Beurteilung für
Ihr Sicherheitskonzept, vermeiden Doppeltbeauftragungen und
setzen Ihre finanziellen Ressourcen bedarfsorientiert ein.
Informationen hierzu auch am Ausstellungsstand: Halle 13 Stand
A32
Halle 17 C 03/04
Praktiker fragen - Experten antworten
Kurzvorträge und offene Expertenrunden (OER) zum Mitdiskutieren
www.kkc.info
Mittwoch, den 16.11. 2005
11:30 bis 11:50
Nachweis der Kompetenz durch Personalzertifierung
Dr. Jürgen Nippa, Wetzlar, fbmt Fachverband Biomedizinische
Technik e.V.
16:00 bis 16:20
MT-Cert Chancen für die Medizintechnik
Dipl.-Ing. Vera Dammann, Giessen, fbmt Fachverband
Biomedizinische Technik e.V.
Freitag, den 18.11.2005
13:00 bis 13:20
Neue Qualifikationen in der Medizintechnik, Notwendigkeit und
Chance
Dipl.-Ing. Vera Dammann,Giessen, fbmt Fachverband
Biomedizinische Technik e.V.
15:00 bis 15:20
Medizintechnik - von der Entwicklung bis zur Anwendung
Neue Trends in Europa
Dr. Thomas Becks, DGBMT Deutsche Gesellschaft für
Biomedizinische Technik (DVMT)
15:30 bis 15:50
MT-Cert Chancen für die Medizintechnik
Dipl.-Ing. Vera-Dammann, Giessen, fbmt Fachverband
Biomedizinische Technik e.V.
Samstag, den 19.11. 2005
11:00 bis 11:20
Neue Qualifikationen in der Medizintechnik, Notwendigkeit und
Chance
Dipl.-Ing. Vera Dammann, Giessen, fbmt Fachverband
Biomedizinische Technik e.V.
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IMPRESSUM
Das Medizinprodukte-Telegramm will in prägnanter Form unter
Beachtung üblicher journalistischer Grundsätze über aktuelle
Entwicklungen der Technik in der Medizin informieren, soweit
diese insbesondere für Medizintechniker und Mediziningenieure
von Interesse sind. Dazu gibt es Nachrichten und Auffassungen
wieder, die nach Überzeugung der Redaktion den Tatsachen
entsprechen und objektiv begründet sind. Trotz gründlicher
Recherchen und sorgfältiger Bearbeitung sind Fehler nicht
auszuschließen und Irrtümer vorbehalten. Kritik und Anregungen
werden gerne entgegen genommen und bei den weiteren Ausgaben berücksichtigt.
Für den Inhalt verlinkter Seiten kann und soll keine
Verantwortung übernommen werden.
Redaktion:
Antonius Spier
Wolfgang Menke (verantwortlich)
"Hippokratech"
Redaktionelle Mitarbeit:
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Beirat:
Max Heymann
Manfred Kindler
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Verlag:
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