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Medizinprodukte-Telegramm (8/2005)

Mit freundlicher Genehmigung der MediVision GmbH Berlin. Ohne Gewähr und Haftung.


Inhalt der Ausgabe Nr. 8/2005:

0. MEDICA 2005: Sehr guter Besuch
1. Dienstleistungsrichtlinie EU: Ausnahmen vorgeschlagen
2. Boston Scientific: Rückruf Cavafilter und Ballonkatheter
3. Ermittlungsverfahren: Tod nach Stromausfall
4. Irak: Hersteller unter Korruptionsverdacht
5. Zulassungsprüfungen: MPG und/oder SGB
6. Siemens: Dual-Source-CT vorgestellt
7. Brachytherapie: Bewertung für Prostatakarzinom
8. Innovationen: Sieger ausgezeichnet
9. Servicegesellschaft Charité: Zuschlag erteilt

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Anhang: Sicherheitshinweise/Herstellermaßnahmen
- Alle Angaben ohne Gewähr, Irrtümer vorbehalten –


MELDUNGEN

Nachlese Medica 2005
Großer Besucherandrang in allen Hallen

Mehr als 137.000 Fachbesucher kamen dieses Jahr zur weltgrößten Medizinmesse nach Düsseldorf, fast 40 Prozent von ihnen aus dem Ausland. Einen thematischen Schwerpunkt der MEDICA 2005 bildete die Telematik, da in Deutschland die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des elektronischen Heilberufeausweises bevorsteht. Erste wesentliche Anwendung soll das elektronische Rezept werden. Vorgestellt wurde auch das erste Implantat, welches vollautomatisch biomedizinische Daten übertragen kann. Der implantierte Herzschrittmacher oder Defibrillator verfügt über einen Sender, welcher die für die Überwachung wesentlichen Parameter über eine kompakte Telefoneinheit an ein medizinisches Service-Center überträgt, von wo sie an die behandelnden Kardiologen weitergeleitet werden. Immer neue Bestmarken erzielen die Anbieter bei der sonographischen Bildgebungsqualität. Eine neuartige Ausgestaltung der Schallköpfe ermöglicht eine bessere räumliche Darstellung. Bei der Labortechnik !
 hält der Trend zum so genannten "Point-of-Care-Testing“ (POCT) unverändert an. Bei ihm werden die Testverfahren direkt am Patienten angewendet und ermöglichen so eine schnelle Analyse.
Vormerken: 15. - 18.11.2006 (Termin der nächsten MEDICA in Düsseldorf, www.medica.de )


Dienstleistungsrichtlinie der EU
Ausschuss möchte Ausnahmen für den Gesundheitsbereich

Der "Binnenmarktausschuss" des Europäischen Parlaments hat mit knapper Mehrheit Ausnahmeregelungen für Gesundheitsdienstleistungen bei der Dienstleistungsrichtlinie vorgeschlagen. Allerdings ist nicht abzusehen, wie die Abgeordneten des Europäischen Parlaments Anfang 2006 in erster Lesung entscheiden werden. Da aber nach dem derzeitigen Stand die Ausnahme nicht für solche Dienstleister gelten soll, welche ein "allgemeines wirtschaftliches Interesse" verfolgen, sind für eine spätere nationale Umsetzung ohnehin schon jetzt Abgrenzungsprobleme vorprogrammiert.


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Sicherheit kardiologischer Implantate
Boston Scientific ruft Cavafilter und Ballonkatheter zurück

Der amerikanische Konzern hat kürzlich alle Cavafilter mit der Typenbezeichnung "Greenfield" zurückgerufen, soweit diese vor dem 10. März 2004 hergestellt  und noch nicht implantiert worden sind. Die Filter haben die Zweckbestimmung, bei bestimmten Formen von Venenthrombosen Lungenembolien zu verhindern. Bei der Implantation kann es zu schweren embolischen Komplikationen kommen, wenn sich die Verbindung zwischen der Kapsel des Filters und der Hülle des Applikatorsystems löst. Ferner hat Boston Scientific auch einen Rückruf für Ballonkatheter mit der Typenbezeichnung "Flextome" gestartet. Diese besitzen spezielle kleine Klingen, welche die Aufdehnung des verengten Gefäßabschnitts unterstützen sollen. Beim Zurückziehen kann es zu Beschädigungen des Hüllkatheters kommen, welche bereits in mehreren Fällen operative Eingriffe erforderlich machten. Soweit Behandlungen mit diesem speziellen Ballonkatheter bereits erfolgreich abgeschlossen worden sind, sind negative Auswirkungen/Folgen nicht zu befürchten.
www.bostonscientific.com/common_templates/articleDisplayTemplate.jsp?task=tskPressRelease.jsp&
sectionId=2&relId=24,25&uniqueId=ABPR5728

www.bostonscientific.com/common_templates/articleDisplayTemplate.jsp?task=tskPressRelease.jsp&
sectionId=2&relId=24,25&uniqueId=ABPR5744&acceptedWarning=PR

  
Anmerkung: Boston Scientific hat inzwischen ein Übernahmeangebot für Guidant abgegeben, welches knapp 15 Prozent über dem von Johnson & Johnson liegt. Nach Berichten in der Wirtschaftspresse hat Guidant die amerikanische Aufsichtsbehörde Mitte Dezember über drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit fehlerhaften Defi-Implantaten informiert. Zudem besteht die Möglichkeit, dass weitere Todesfälle auf die fehlerhaften Geräte zurückzuführen sind. Auch scheinen alle aufgetretenen Fehlfunktionen im unerwarteten Verschleiß des Isoliermaterials Polyimid begründet zu sein.
http://www.aktiencheck.de/artikel/news-Ausland-1160470.html


Ermittlungsverfahren in Bayreuth
Tod auf dem Operationstisch nach Stromausfall

Aufgrund  eines  richterlichen  Durchsuchungs-  und  Beschlagnahmebeschlusses wurden kürzlich im Bayreuther Klinikum Unterlagen sichergestellt, welche mit einem Stromausfall und der Notstromtechnik im Zusammenhang stehen. Nach einem schweren Verkehrsunfall wurde ein 13jähriger Radfahrer abends mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Bayreuth geflogen, wo eine Notoperation erfolgte. Während der Operation kam es zu einem Stromausfall. Die Operation konnte zwar fortgesetzt werden, während dieser ist dann aber der Verletzte verstorben. Erkenntnisse, dass andere Patienten des Klinikums durch den Stromausfall an ihrer Gesundheit geschädigt wurden, bestehen nicht. Nach den ersten Ermittlungsergebnissen waren im Operationssaal vom Stromausfall keine lebenserhaltenden wichtigen Systeme betroffen, insoweit funktionierte offensichtlich die Notstromversorgung. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wird dies nun näher zu überprüfen sein. Durch Gutachten muss festgestellt werden, ob der Stromausfall (mit-)ursächlich für den Tod des Jungen war. Erst in diesem Fall stellt sich im Rahmen des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens die Frage, ob Verantwortlichen des Klinikums ein strafrechtlicher Vorwurf gemacht werden kann.
www.sta-bayreuth.bayern.de/presse/presseerklaerungen_2005/presseerklaerung_20051118.htm


Schmiergelder beim Öl-Programm im Irak
Ermittlungen auch gegen Hersteller von Medizinprodukten

Nach einer Untersuchung der Vereinten Nationen sollen auch mehr als 60 deutsche Firmen Schmiergelder an das Regime des Diktators Saddam Hussein gezahlt haben, um beim Programm "Öl für Lebensmittel" Aufträge aus dem Irak zu erhalten. Nach einem Bericht des Deutschlandradios vom 13.11.2005 sollen darunter neben DaimlerChrysler und Siemens auch mehrere Hersteller von Medizinprodukten wie u.a. Braun Melsungen, Fresenius Deutschland, Karl Storz Endoskopie, Meyra Wilhelm Meyer GmbH und Willy Rusch AG vertreten gewesen sein. Gegen verschiedene von diesen sind bereits staatsanwaltliche Ermittlungen eingeleitet worden. 
www.dradio.de/dlf/sendungen/hiwi/437737/


BVMed-Sonderveranstaltung zum MPG
Wer prüft was: MPG kontra SGB V

Ein kontrovers diskutiertes Thema der BVMed-Sonderveranstaltung „Das Medizinproduktegesetz in der praktischen Umsetzung“ am 10. November 2005 in Bonn waren die bestehenden Überschneidungen bei den Prüfungen nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) und dem Sozialgesetzbuch (insbesondere SGB V). Dieser Punkt bleibt strittig. Den Prüfbedarf für Medizinprodukte neben dem MPG stellte Carla Grienberger, „Hilfsmittelexpertin“ des IKK-Bundesverbandes, aus Sicht einer Krankenkasse dar. Sie sah dabei wenig Berührungspunkte zwischen MPG und SGB. Nicht jedes Medizinprodukt, das die CE-Kennzeichnung trägt, falle in die Leistungspflicht der Gesetzlichen Krankenversicherung. Für die Aufnahme von Hilfsmitteln in das Hilfsmittelverzeichnis habe der Hersteller die Funktionstauglichkeit und den therapeutischen Nutzen des Hilfsmittels sowie seine Qualität nachzuweisen. „Die Vorschriften des SGB V bleiben somit von dem Medizinproduktegesetz unberührt“, so Grienberger. Der therapeutische Nutzen sei insbesondere bei neuartigen Produkten durch klinische Studien nachzuweisen. Carsten Clausen, Mitglied der Geschäftsführung von Fresenius Kabi und BVMed-Vorstandsmitglied, hält im Gegensatz zu der Kassensicht die Funktionstauglichkeit durch das CE-Zeichen für ausreichend belegt.
www.bvmed.de/presse/pressemitteilung/BVMed-Vernstaltung_Doppelpruefungen_muessen_vermieden_werden.html


Dual-Source-CT von Siemens
Ein System mit zwei Röhren und zwei Detektoren

Der Somatom Definition leitet eine neue Ära in der medizinischen Bildgebung ein. Mit ihm stellt Siemens das erste Dual-Source-Computertomographiesystem (DSCT) der Welt vor. Dieses verfügt über zwei Röntgenstrahler und zwei Detektoren, was klinische Aufnahmen mit nicht gekannter Geschwindigkeit möglich macht. Selbst von rasch oder unregelmäßig schlagenden Herzen fertigt der Somatom Definition Bilder in höchster Qualität und Detailgenauigkeit. Das System verfügt aufgrund seiner zwei Röntgenröhren über Fähigkeiten, die bisher in der diagnostischen Bildgebung nicht existierten: Es können gleichzeitig Scans mit unterschiedlichen Energiestufen pro Röhre durchgeführt werden, so dass zwei Datensätze mit unterschiedlichen Patienteninformationen erzeugt werden. Auf diese Weise können Gefäße, Knochen und Weichteile besser differenziert werden.


Health Technology Assessment (HTA)
Brachytherapie beim Prostatakarzinom

Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung haben kürzlich eine Bewertung zur permanenten interstitiellen Brachytherapie bei lokal begrenztem Prostatakarzinom (PBT) abgegeben (Deutsches Ärzteblatt 102, Heft 48 vom 2.12.2005, Seite A-3314). Die PBT ist eine Low-dose-Brachytherapie, bei der radioaktive Strahlenquellen (Jod 125 oder Palladium 103) in Form von Seeds (kleinen Metallkapseln) über Hohlnadeln zum dauerhaften Verbleib in das Prostatagewebe eingebracht werden. Mit diesem organerhaltenden minimalinvasiven Verfahren soll eine Bestrahlung mit hoher Zielvolumendosis innerhalb der Prostata unter größtmöglicher Schonung der benachbarten Gewebe (Urethra, Blase, Rektum) erreicht werden. Ergebnis: Evidenzbasiert gebührt der radikalen Prostatektomie der Vorrang vor den übrigen Therapiealternativen. Zwischen externer Strahlentherapie und PBT erscheint eine Priorisierung jedoch nicht möglich. Eine PBT kann in Betracht gezogen werden, wenn die radikale Prostatektomie nicht vorgenommen werden kann oder soll (Einzelheiten siehe www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=49325 ).


Gewinner des BMBF-Wettbewerbs 2005
Drei Millionen Euro für innovative Medizintechnik
 
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat auf der Medica die zehn Sieger des diesjährigen "Innovationswettbewerbes zur Förderung der Medizintechnik" ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld von insgesamt drei Millionen Euro sollen die innovativen Forschungsideen als Produkt marktreif werden. Beispielsweise sollen u.a.
- mit einem System zur Zellseparation und -anreicherung gezielt Krebszellen aufgespürt werden, die sich vom Ursprungstumor gelöst und im Körper verteilt haben, um die Früherkennung von Metastasen zu verbessern.
- mit einem Laser, der in einem Katheter steckt, künstliche Barrieren erzeugt werden, um die chaotischen elektrischen Impulse in den Herzvorhöfen wieder in geordnete Bahnen zu lenken.
- mit Nanopartikeln das Blut von Patienten mit Leberversagen künftig effizient und kostengünstig entgiftet werden.
- dank optimierter Untersuchungstechnik Weit- und Kurzsichtigkeit in Zukunft durch Brillen und Kontaktlinsen besser korrigiert werden.
- mit speziellen Formen des Edelgases Helium bei der Kernspintomographie der Lunge aussagekräftige Bilder dieses Organs gewonnen werden.
http://www.bmbf.de/press/1619.php


Vergabeverfahren für Servicegesellschaft der Charité
Bieterkonsortium Vamed-Dussmann-Hellmann soll Zuschlag erhalten

Den Zuschlag für das europaweite Vergabeverfahren soll einem Bieterkonsortium aus der Vamed Management und Service GmbH Deutschland, der Dussmann Beteiligungsgesellschaft mbH und der Hellmann World Wide Logistics GmbH & Co. KG erteilt werden. Der Aufsichtsrat hat der Entscheidung des Vorstandes zugestimmt, einen Gesellschaftsanteil von 49 Prozent an der Charité Facility Management GmbH an das Konsortium zu verkaufen. Durch die Vergabe sollen bis zum Jahr 2010 insgesamt Einsparungen in Höhe von rund 170 Millionen Euro erzielt werden, was einer Kostensenkung von etwa 25 Prozent gegenüber den derzeitigen Kosten der Charité im Bereich Facility Management entspräche. Die Arbeitsplätze der betroffenen Charité-Mitarbeiter sollen langfristig gesichert sein. http://www.charite.de/presse/de/2005/Dezember/20051205-01_0.html


 

+ + + TERMINE 2006 + + +

15. bis 18. November 2006, Düsseldorf
MEDICA 2006
www.medica.de


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IMPRESSUM

Das Medizinprodukte-Telegramm will in prägnanter Form unter Beachtung üblicher journalistischer Grundsätze über aktuelle Entwicklungen der Technik in der Medizin informieren, soweit diese insbesondere für Medizintechniker und Mediziningenieure von Interesse sind. Dazu gibt es Nachrichten und Auffassungen wieder, die nach Überzeugung der Redaktion den Tatsachen entsprechen und objektiv begründet sind. Trotz gründlicher Recherchen und sorgfältiger Bearbeitung sind Fehler nicht auszuschließen und Irrtümer vorbehalten. Kritik und Anregungen werden gerne entgegen genommen und bei den weiteren Ausgaben berücksichtigt.

Für den Inhalt verlinkter Seiten kann und soll keine Verantwortung übernommen werden.

Redaktion:
Antonius Spier
Wolfgang Menke (verantwortlich)
"Hippokratech"

Redaktionelle Mitarbeit:
Jens Lukas

Beirat:
Max Heymann
Manfred Kindler
Sören Schroll

Verlag:
MediVision GmbH
Berchtesgadener Straße 26
10825 Berlin

HRB 53523 Amtsgericht Berlin

Tel. 030 78702813
Fax 030 78702812
Mail medivision@t-online.de

E-mail-Service:
Frank Pohling, www.admedis.de

Internet-Service:
Bruno Drigo, www.medizintechnikportal.de/kontakt.htm

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WICHTIGE HINWEISE ZUR SICHERHEIT VON MEDIZINPRODUKTEN

+ + + Maßnahmen von Herstellern + + +
Rückrufe, Korrektive Maßnahmen und sonstige Informationen
(ausgewählt und bearbeitet auf der Grundlage von Informationen des BfArM)
www.bfarm.de

12.12.2005
2896/05 Rückruf aller tangoRS Konusinlays / tangoRS inlays der Firma Ulrich GmbH & Co KG wegen möglicher Gewindeschäden.

12.12.2005
2308/05 Die Firma ConMed Linvatec Corporation informiert über einen Rückruf der Fußschalter MicroChoice® Footswitch und ConMed Linvatec 3 Pedal Footswitch. Es besteht die Möglichkeit, dass aufgrund eines Fertigungsfehlers der Platine im Fußschalter ein mit angeschlossener Handgriff fehlerhaft aktiviert wird.

08.12.2005
2821/05 Merit Medical informiert über einen Rückruf der IntelliSystem II Thermal Dot Matrix Drucker des Typs IN1600/IN1615. Da der Kondensator auf der Platine verkehrt gepolt eingebaut wurde, besteht Brandgefahr. Die Kunden wurden angewiesen, die betroffenen Geräte umgehend außer Betrieb zu nehmen und an Merit Medical zurück zu senden.

05.12.2005
2061//05 Dräger Medical AG & Co. KGaA meldete eine korrektive Maßnahme im Zusammenhang mit der Untersuchungsleuchte Sola 300. Die betroffenen Lampen sind eindeutig durch den fehlenden Griff am äußeren Gehäuse zu identifizieren. Um ein unbeabsichtigtes Lösen der Arretierung des Handgriffs zu verhindern, wurden die Kunden mit einem Sicherheitshinweis aufgefordert, einen beigefügten Rüstsatz zu montieren.

05.12.2005
2985/05 DePuy Orthopaedics ruft sein Acclaim Ellenbogenimplantat zurück, weil es vermehrt zu Lockerungen des Verbindungsstiftes gekommen ist.

02.12.2005
1354/05 CARDIAC SCIENCE informierte über einen Rückruf der AED G3s. Aufgrund eines außerhalb der Spezifikation liegenden elektronischen Bauteils kann es bei den Modellen 9300E, 9300A und 9300P, die im September/Oktober 2004 ausgeliefert wurden, zu einer unzureichenden Schockabgabe kommen.

02.12.2005
2983/05 Die Firma Otto Bock Healthcare hat 71 Elektrorollstühle vom Typ C1000 und B600 zurückgerufen, um einen Austausch der Bedienpulte durchzuführen. Die betroffenen Kunden wurden direkt kontaktiert.

02.12.2005
2946/05 Der Hersteller Boston Scientific ruft zwei Chargen seines MAVERIK™ Monorail™ Katheters für die Koronararteriendilatation vom Markt zurück. Bei den beiden Katheterchargen mit unterschiedlichen Ballongrößen wurde die Kennzeichnung verwechselt. Es besteht die Gefahr der Arterienverletzung bei Dilatation mit zu großem Ballon und die Gefahr der suboptimalen Dilatation bei Verwendung des Katheters mit zu kleinem Ballon.

24.11.2005
2905/04 Elekta informiert, dass ein gelegentlich auftretender Kommunikationsfehler zwischen der Software von Desktop und dem zentralen Datenserver dazu führt, dass die Daten zur Bestrahlung des Feldes und der dazugehörigen Dosis nicht aufgezeichnet werden. Betroffen sind alle Anwender von Desktop, die mittels Premium Therapie und den Lizenzen für Dosisaufzeichnung und Protokollblattdruck bestrahlen.

24.11.2005
2447/05 VARIAN informiert über eine Anomalie bei VARiS Vision RTP Exchange, Version 6.6.01, wenn es in Verbindung mit nicht von Varian stammenden linearen Beschleunigern und VARiS Vision EVI (alle Versionen) eingesetzt wird.

24.11.2005
2722/05 Die Firma Richard Wolf GmbH informiert die Kunden der Bipolaren Nadelstufenelektrode 8765.614 über eine mögliche Veränderung der Länge des Isolationsschlauches nach dem Autoklavieren. Aufgrund der Verlängerung der freien Elektrode ist im Extremfall eine unkontrollierte Energieabgabe ins benachbarte Gewebe möglich.

 24.11.2005
1512/04 Ausfall der Stimulation wegen Ausbildung leitfähiger Brücken durch Metallmigration im Elektronikaufbau von Ela Medical Herzschrittmachern Symphony, Modell 2550, und Rhapsody, Modelle 2210, 2410, 2510, 2530.

24.11.2005
2837/05 Die Firma Gambro Industries informiert über einen Rückruf der Gambro Prisma-Sets für das CRRT-System Prisma sowie über eine Mitteilung für eine vorläufige Weiterverwendung der Sets. Nach dem Entnehmen des Sets aus dem Gerät kann es zu Undichtigkeiten des Zugangsdruckgebers kommen. Es besteht die Möglichkeit, dass Anwender mit Patientenblut in Kontakt kommen.

24.11.2005
2431/05 Datascope informierte über den Austausch der Software bei diverse Monitoren der Serie Spectrum und Passport 2 aufgrund von drei Unregelmäßigkeiten in der Software.

24.11.2005
2888/05 Rückruf von Stöckert venösen Kanülen (Katalog-Nummer V900-145, Zubehör von pädiatrisch venösem Katheter mit Drahtverstärkung) des Herstellers Sorin Group Deutschland GmbH. Die Inprozesskontrolle ergab, dass die Spitzen der Kanülen beim Festigkeitstest brechen. Die Produkte wurden nicht in Deutschland vertrieben.

24.11.2005
2493/05 Elekta informiert alle Kunden des Active Breathing Coordinator darüber, dass die Software nach dem Erstellen eines neuen Patienten oder dem Ändern von Parametern bei einem existierenden Patienten nicht automatisch dazu auffordert, diese Änderungen abzuspeichern. Das kann dazu führen, dass Daten vollständig verloren gehen bzw. bei der Bestrahlung mit unkorrekten Parametern gearbeitet wird.

24.11.2005
1258/05 Die Firma Guidant informiert über potentielles Therapieversagen wegen fehlerhaftem Verweilen des Magnetschalters in geschlossener Position bei Guidant-ICD Contak Renewal 3 und 4, Renewal 3 und 4 AVT und Renewal RF.

24.11.2005
2387/05 Rückruf der Firma Guidant von Guidant-Herzschrittmachern Insignia und Nexus nach zwei unterschiedlichen Fehlersituationen: 1. Funktionsverlust während der Anwendung wegen fehlerhaftem Zeitgeberbauelement und 2. Stimulationsverlust ohne Ursachenkennung.

24.11.2005
2528/05 Rückruf von St. Jude Medical-ICD Photon, Photon Micro und Atlas wegen möglicher Störbeeinflussung eines Speicherschaltkreises durch kosmische Strahlung.

24.11.2005
2739/05 Der Hersteller Zimmer GmbH, Schweiz, führt einen Rückruf des Produktes Femur-Stufenbohrer "Sirus Step Reamer" durch. Die zurückgerufenen Produkte wurden entgegen der Zeichnung ohne Stopmuttern gefertigt. Der Hersteller bewertet kein Patientenrisiko, wenn unter Sichtkontrolle (Bildverstärker) gebohrt wird.

23.11.2005
2666/05 IVD Korrektive Maßnahme und Rückruf von Roche für Accu-Chek Aviva Blutzuckermessgeräte (Lot-Nummer bis 52710.999.999 (für Version mit Anzeige mmol/l) und bis 52810.999.999 (für Version mit Anzeige mg/dl)) aufgrund einer elektronischen Fehlfunktion mit der Möglichkeit eines fehlerhaften Messwertes. Die Kunden wurden über das Problem und dessen Vermeidung informiert. Neue Geräte werden mit verbesserter Software ausgeliefert.

22.11.2005
2653/05 VARIAN informiert über eine Anomalie in der Eclipse Photon Single Pencil Beam Convolution (PBC) Version 7.2.35. Es kann zu einem Beschneiden der Dosisverteilung für Tangentialfelder kommen, wenn die X1- oder Y1 Blenden über die Endposition hinausgefahren werden.

22.11.2005
1882/05 VARIAN informiert, dass es bei VARIS Vision oder Acuity mit Software Version 6.2 oder höher unter bestimmten Umständen zu einer unbeabsichtigen Planveränderung bezüglich der Patientenausrichtung kommen kann.

22.11.2005
2695/05
Der Hersteller Dolomite führt einen Rückruf von Rollatoren des Modells Soprano, die zwischen Januar 2004 und Ende Mai 2005 hergestellt wurden, durch. In Deutschland wird die Aktion durch die Firma Aquatec GmbH ausgeführt.

22.11.2005
0157/05 Die Firma Cardinal Health Alaris Products informierte die Anwender der volumetrischen Infusionspumpen IVAC 591, 597 und 598 in einer Sicherheitsinformation über die Verwendung von Infusionssets. Der Hersteller weist darauf hin, dass es bei der Anwendung herstellerfremder Sets in der Anfangsphase nach der Installation der Sets zu einem unkontrollierten Fluss kommen kann.

22.11.2005
2721/05 IVD Merit Medical Systems Inc. ruft bestimmte Chargen der 60 ml Viceroy™ Inflationspritze vom Markt zurück. Die betroffenen Spritzen können ggf. das angelegte Vakuum nicht halten. Dies kann zu Problemen bei der Angioplastie führen.

21.11.2005
2626/05 Hitachi informiert, dass es bei den Magnetresonanztomographiesystemen Aperto, AIRIS-II und AIRIS Mate, die über die Option CE-MRA (Contrast Enhanced Angiography) verfügen und mit den Softwareversion V4.2, V4.4 oder V4.5 arbeiten, unter bestimmten Bedingungen zu anonormalen und nicht lesbaren Bildern kommen kann. Der Hersteller stellt allen betroffenen Kunden eine korrigierte Software zur Verfügung.

21.11.2005
2442/05 VARIAN informiert über eine Anomalie bei der Anwendung Treatment 6.6 von VARiS Vision, speziell der Version 6.6.5022. Wird ein symmetrisches Feld vorbereitet, wenn die gegenwärtigen Linac-Positionen asymmetrisch sind und der Linac-Blendenwert X1 bzw. Y1 die Hälfte des symmetrischen Planwertes beträgt, dann können die Blendenwerte X2 bzw.Y2 außerhalb der gewünschten Position liegen, ohne dass VARiS Vision die Bestrahlung unterbindet.

21.11.2005
1892/05 VARIAN informiert über ein Problem im Zusammenhang mit der Änderung von Bestrahlungsplänen nach deren Verschiebung zur Bestrahlung, dass in der Eclipse Version 6.5, Build 7.3.10 oder früher auftreten kann.

21.11.2005
2700/05 GE Healthcare Technologies informiert über eine „Wichtige sicherheitstechnische Information” im Zusammenhang mit den Corometrics Überwachungsmonitoren der 17x Serie. Die betroffenen Kunden werden darauf hingewiesen, dass es im Ultraschall Modus zu Interferenzen bei der angezeigten fetalen Herzfrequenz kommen kann. Gleichzeitig erhalten sie Empfehlungen, wie das Risiko einer falschen Herzfrequenzanzeige reduziert werden kann.

21.11.2005
2675/05 VARIAN informiert über die Auswirkungen der Mechanismen zur Planüberarbeitung von VARiS Vision auf die Verteilungen der absoluten Gesamtdosis in Eclipse. Betroffen sind die Eclipse-Version 6.5, Builds 7.1.67, 7.2.24 und 7.3.10, integriert in VARiS Vision 6.5 oder 7.x.

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