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Kundenanschreiben der Fa. Baxter
Heidelberg, den 16.10.2001
Todesfälle im Zusammenhang mit Hämodialyse-Behandlungen in Kroatien
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie werden sicherlich davon gehört haben, dass es im Verlauf der letzten Woche zu insgesamt 23 tragischen Todesfällen in Kroatien im Zusammenhang mit Hämodialyse-Behandlungen gekommen ist.
Diese Todesfälle sind teilweise während der Behandlung, zum grösseren Teil aber danach aufgetreten. Die Ereignisse sind insgesamt in acht Dialysezentren vorgekommen.
Nach jetzigem Kenntnisstand waren in 22 dieser 23 Todesfälle Dialysatoren der A-Serie aus unserer Produktion im Einsatz, in einem Fall ein Produkt eines anderen Herstellers.
Ungeachtet der Tatsache, ob diese bedauerlichen Todesfälle etwas mit unseren Dialysatoren zu tun haben, empfehlen wir als vorbeugende Sicherheitsmassnahme, diese Produkte solange nicht zu verwenden, bis ein offizielles Untersuchungsergebnis vorliegt. Selbstverständlich tun wir alles in unserer Kraft stehende, um die Hintergründe der Vorfälle schnellstens aufzuklären. Wir befürchten aber, dass es bis zur umfassenden Klärung einige Zeit dauern wird.
Zusätzlich hat Baxter ein unabhängiges Expertengremium ins Leben gerufen, das aus europaweit renommierten Nephrologen besteht. Diese hochkarätige Gruppe wird seine ganze fachliche Kompetenz dazu verwenden, die Behörden und auch uns bei der Klärung der Ereignisse zu unterstützen.
Wir können uns gut vorstellen, dass die teilweise missverständliche Berichterstattung in den Medien zu einer erheblichen Verunsicherung sowohl bei Ihnen als auch bei Ihren Mitarbeitern und nicht zuletzt bei Ihren Patienten geführt hat.
Wir möchten deshalb in aller Klarheit folgendes feststellen :
Betroffen aus unserer Produktpalette sind einzig die Hämodialysatoren A 15 und A 18. Mit "betroffen" ist gemeint, sie stellen in 22 Fällen ein gemeinsames Element dar, ohne dass es auch nur einen konkreten Hinweis gibt, dass irgend etwas mit diesen Produkten nicht in Ordnung ist.
Aus diesem Grund fügen wir auch eine Pressenotiz mit den Ergebnissen einer von der TÜV Produkt Service GmbH durchgeführten Untersuchung bei, die im Zusammenhang mit ungeklärten Todesfällen in Spanien die völlige Sicherheit der fraglichen Dialysatoren attestiert.
Alle anderen Produkte - Dialysemaschinen, Blutschlauchsysteme, alternative Dialysatoren etc. können auch weiterhin ohne jegliche Bedenken genutzt werden.
Unsere Produkte aus dem Bereich Peritonealdialyse sind in keiner Weise betroffen und können ohne Bedenken eingesetzt werden.
Wir denken, dass es für Ihre Mitarbeiter und Ihre Patienten hilfreich wäre und zu deren Beruhigung beitragen würde, wenn Sie diese - beispielsweise in Form eines Aushanges - über den Inhalt dieses Schreibens informieren würden.
Selbstverständlich werden wir Sie über den Fortgang der Untersuchungen auf dem Laufenden halten.
Mit freundlichen Grüßen
i.V. Günther Miebach Verkaufsleiter i.V.Bernd Fabian Marketingleiter
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