medizintechnikportal.deAMD TÜV Medizintechnik

Home I Dienstleistungen I Gesetze I Newsletter I Diskussion I Aktuelles I Jobs I Börse I Shop I Impressum I Suche I Adressen I Kontakt I Inhalt


Baxter sieht die Notwendigkeit einer umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung 
der Behandlungssicherheit in der Hämodialyse


Baxter ruft unabhängiges Expertengremium aus Nephrologen ins Leben, um die Patientensicherheit zu gewährleisten. 
- Umfassende Zusammenarbeit des Expertengremiums mit den Behörden zur Untersuchung aller Therapieaspekte.

Aufgrund von 23 Todesfällen im Verlauf der letzten Woche in acht Dialysezentren in Kroatien hat Baxter Europa sofort Fachleute nach Kroatien gesandt, um zusammen mit den Behörden die Gründe dieser tragischen Vorfälle zu untersuchen.

"Es ist zu diesem Zeitpunkt annährend unmöglich mit Sicherheit die Gründe für diese Todesfälle zu identifizieren, da zahlreiche Faktoren mit diesen Vorfällen zu tun haben", sagte Dr. Divino, Medizinischer Direktor des Geschäftsbereiches 
Nephrologische Therapie von Baxter Europa. Dr. Jose Divino leitet das Baxter Team, das an diesem Wochenende nach Kroatien gesandt wurde. "Gemäss den ersten Informationen, die uns vorliegen, sehen wir, dass die durchgeführten Autopsien unterschiedliche Todesursachen ergeben und dass grosse Unterschiede bestehen, beim Zeitpunkt des Auftretens der Symptome." 

Die verschiedenen Chargen und Modelle der von der Firma Pliva gelieferten P-Hämodialysatoren (baugleich mit den Baxter A-Hämodialysatoren), die in 22 von 23 Vorfällen eingesetzt wurden - bei einem Vorfall kam ein Dialysator eines 
anderen Herstellers zum Einsatz - waren nicht die einzigen gemeinsamen Elemente bei den Behandlungen.

"Patientensicherheit ist unsere oberste Priorität", sagte Dr. Divino in einem Interview im Kroatischen Fernsehen am Sonntag abend. "Deshalb halten wir es für sehr wichtig, dass alle Aspekte der Hämodialysebehandlungen genauestens untersucht werden." 

Kein weiteres Element der Dialysebehandlung ist so intensiv untersucht worden wie diese Dialysatoren. Die TÜV Produkt Service GmbH hat am 9. Oktober 2001 seinen unabhängigen Bericht vorgelegt, der eindeutig die Sicherheit dieser Baxter Dialysatoren bestätigt. Der TÜV Produktservice ist bei der Europäischen Kommission akkreditiert als eine der führenden Prüfstellen auf dem Gebiet der Sicherheit von medizinischen Produkten, insbesondere auch der Hämodialyse. Dies bestätigten auch die vier im Zusammenhang mit den Todesfällen in Spanien durch Baxter durchgeführten Tests. Der TÜV Produkt Service und Baxter führten die Prüfung nach den sehr strengen und verlässlichen Standards zur Untersuchung der 
Biokompatibilität von Medizinprodukten (ISO 10993) durch. Die Untersuchungen dauerten vier Wochen und decken die Bereiche Zytotoxität, Intracutane Reaktivität, systemische Toxizität und Hämolyse (dynamisch, statisch) ab.

Alle Testergebnisse sowohl die durch Baxter als auch die durch den TÜV Produkt Service durchgeführtern belegen die Sicherheit dieser Dialysatoren. Trotzdem hat Baxter als weitere vorbeugende Sicherheitsmassnahme die Auslieferung der 
betroffenen Dialysatoren weltweit gestoppt. Baxter empfiehlt seinen Kunden den Einsatz vorübergehend auszusetzen, bis eine abschliessende Stellungnahme durch das Expertengremium vorliegt. Baxter wird zusammen mit seinen Kunden nach 
passenden Alternativen für die Übergangszeit suchen.

Heute hat Baxter ein unabhängiges Expertengremium, bestehend aus namhaften Nephrologen, ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Dialysevorfälle in Zusammenarbeit mit den Behörden umfassend zu untersuchen. Dieses Expertenteam wird geleitet von Prof. Bernard Canaud aus Montpellier in Frankreich. Die übrigen Mitglieder dieser neuen Kommission kommen von verschiedenen bedeutenden Europäischen Universitätskliniken und beim TÜV Produkt Service.

Baxter International Inc. ist ein weltweit führendes, innovationsstarkes Unternehmen, das in über 100 Ländern pharmazeutische und medizintechnische Produkte für die Behandlung von Patienten mit schweren und chronischen 
Krankheiten zur Verfügung stellt. Diese Produkte helfen zum Beispiel Patienten mit Nierenversagen (Dialysetherapie) oder angeborenen Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie). Medizinische Standard- und Ernährungslösungen werden in der Intensivmedizin und für die Versorgung von Tumorpatienten eingesetzt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Tanja Niepel bei der Baxter 
Deutschland GmbH unter der Tel.-Nr. 06221/397 433. 

Presseinformationen: 
Frank Butschbacher 
Baxter Deutschland GmbH 
Im Breitspiel 13 
69126 Heidelberg 
Telefon (06221) 397-366 
Telefax (06221) 397-317 
Frank_Butschbacher@baxter.com 

[zurück]