Das verlorene Vertrauen

von Ingo Nöhr

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Etwas übernächtigt treffen sich Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp morgens in der Eckkneipe zum traditionellen Stammtischgespräch. Beide hatten sich die Live-Übertragung der ersten Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden angeschaut. Etwas ratlos verfolgten sie das Chaos der ständigen Unterbrechungen, Unterstellungen und Beleidigungen sowie das hilflose Unterfangen des Moderators Chris Wallace, beim testosteron-gesteuerten Präsidenten und seinem Kontrahenten etwas Ordnung in die Debatte einzubringen: „The Great American Shitshow“ wie das Onlinemedium Buzzfeed urteilte. Als Trump an eine rechtsextreme Gruppe appellierte: "Proud Boys, stand back and stand by (haltet euch zurück und haltet euch bereit)", wurde den beiden plötzlich bewusst, dass die kommende Präsidentenwahl einen beunruhigenden Ausgang nehmen könnte.

  • Guten Morgen Jupp. Stell dir mal eine derartige Debatte in Deutschland vor. Ich wurde an die Elefantenrunde nach der Bundestagswahl 2005 erinnert, als der siegessichere Gerhard Schröder seiner Herausforderin Angela Merkel die Regierungsfähigkeit absprach. Seitdem sitzt sie bis heute auf seinem Stuhl. Aber damals ging es noch sehr gesittet zu. Glücklicherweise sind wir heutzutage nur die Zuschauer im amerikanischen Theater.

Mein lieber Ingo, täusche dich nicht. Amerika ist nicht weit. Selbst mein Nachbar hat sich infiziert. Nein, nicht direkt mit dem Corona-Virus, mit dem Q-Anon-Virus.

  • Q-Anon? Wie zeigt sich das? Ist er jetzt zum Maskenverweigerer mutiert?

Nein, viel schlimmer. Corona ist für ihn Realität. Das Virus wurde aber von einer ominösen Weltregierung der Eliten geplant, um ihr Business zu steigern. Und Bill Gates hat die WHO gekauft und will uns durch seine Impfungen einen Chip einpflanzen, um uns zu kontrollieren.

  • Da braucht Bill Gates doch keinen Chip mehr, er hat doch Microsoft und Konsorten. Wie ist das denn mit deinem Nachbarn passiert? Hatte er eine übersinnliche Erscheinung?

Die Erleuchtung kam ihm im Internet. Dort war Trump mit etlichen Q-Anon-Vertretern im Hintergrund zu sehen. Das sind nämlich die Durchblicker. Er ist der edle Kämpfer gegen diese Eilte und wird deshalb permanent diffamiert und mit Fake-News angegriffen. Mein Nachbar hat dann einfach weiterrecherchiert, sich unzählige Youtube Videos darüber angeschaut und entsprechende Portale besucht. Das hat wohl eine Gehirnwäsche verursacht. Wusstest du, dass bereits 34% der Republikaner an die Elitenverschwörung glauben und dass die Corona-Pandemie von dieser geheimen Macht initiiert wurde?

  • Ja, dahinter stecken ja die linken Radikalen von den Demokraten.  Unglaublich. Mir graut vor dem Wahlergebnis im November. Ja, aber das ist doch USA. Spinnerte Amerikaner gab es immer schon. Dort glauben auch 40% der Bürger, dass der 9/11-Angriff von der eigenen Regierung inszeniert wurde. Von der gefakten Mondlandung ganz zu schweigen.

Ja, mein Nachbar ist aber überzeugt, dass Q-Anon auch in Deutschland erfolgreich gegen die Verschwörung kämpft. Bei der Berliner Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen waren überall die Q-Zeichen zu sehen. Man schätzt die Anzahl der Q-Anon-Sympathisanten auf über zehntausend. Mittlerweile glauben auch 26% der Deutschen, dass das Corona-Virus in einem chinesischen Labor gezüchtet wurde. Und jeder Dritte bei uns ist davon überzeugt, dass uns die Medien wichtige Corona-Infos verheimlichen. Der Begriff Lügenpresse wird immer häufiger genutzt.

  • Es stimmt - diese Berliner Demo hat plötzlich eine überraschend große Masse an Opponenten im gesamten Spektrum von extrem links bis rettungslos rechts offenbart, die alle etwas gemeinsam haben: sie haben das Vertrauen in unsere Politik, den Medien und den Wissenschaften verloren. Ich finde das sehr besorgniserregend. Vertrauen beginnt mit Wahrheit und endet mit Wahrheit. Die unseligen Fake News von Trump haben das Klima vergiftet und laut Merkel die postfaktische Ära eingeleitet. So werden die „alternativen Fakten“ auf vielen Ebenen verbreitet und durch permanente Wiederholung überdecken sie schnell die wahren Fakten.

Ja, Ingo, aber das erklärt noch nicht die Wandlung meines Nachbarn. Er sieht und hört ja ebenso die laufenden Widerlegungen der Fake-News. Es muss tiefer sitzen. Etwas, was seine Meinung umgekrempelt hat, treibt ihn an. Dieses Etwas kann auch durch das empörende und absurde Verhalten von Trump nicht erschüttert werden. Und durch Gespräche mit ihm schon garnicht.

  • Ein interessantes Phänomen, Jupp. Beginnen wir mal mit der Faszination von Donald Trump, die bei einem Großteil der Amerikaner so tiefgreifend wirkt. Wie schafft er das? Die US-Rhetorikprofessorin Jennifer Mercieca hat seit 2015 seinen Sprachgebrauch und seine Rhetorik untersucht und wohl das Erfolgsrezept entschlüsselt: "Wenn er spricht, denkt man, er sei chaotisch, wisse nicht, worüber er eigentlich redet. Aber tatsächlich ist er sehr klug, anspruchsvoll und kontrolliert darin, wie er Sprache einsetzt."

Das hört sich aber in der Praxis nicht so an. Originaltext Trump: "Jetzt spreche ich schon eine halbe Stunde zu Euch und bin erst in der zweiten Zeile des Manuskripts. Die sind wirklich klasse, die Leute, die diese Teleprompter füllen. Aber ich muss euch ein paar andere Dinge sagen."

  • Gut, aber wovon hat er in dieser halben Stunde gesprochen? Entscheidend ist sein raffinierter Mix von Informationen. Er nutzt Themen als rote Fäden, die einen hohen Wahrheits- und Zustimmungsgehalt haben. Seine anderen Thesen webt er dann sprachlich so ein, dass sie psychologisch als ebenfalls wahr abgespeichert werden. Er setzt gezielt sprachliche Muster ein, die schon die griechischen und römischen Redner beschrieben und erfolgreich genutzt haben.

Aber Ingo, wir haben ja heute wohl ein anderes Umfeld als die antiken Redner. Er hat doch kein vorher festgelegtes Redekonzept, sondern reagiert ganz spontan auf letzte Nachrichten, augenblickliche Eingebungen und Reaktionen seines Publikums.

  • Richtig, aber wie damals ist die grundsätzliche Zielrichtung die gleiche: Er muss seine eigenen Anhänger an sich binden und dann mit ihnen eine gemeinsame Distanz zum Gegner aufbauen. Wir gegen den Feind. Und die Strategie funktioniert hervorragend bei seiner Kernwählerschaft: verunsicherte Menschen, bei denen durch bedrohliche gesellschaftliche Entwicklungen wie Digitalisierung und Migration die traditionellen Werte und Standbeine zunehmend in Frage gestellt werden. Seine Fans verstehen das Feindbild und pflegen es. Es bedroht sie.

Ich verstehe Ingo. Sie müssen permanent in Angst versetzt werden, denn Trump will ja ihr Beschützer sein. Die Gefahr kommt von außen durch die angeblich kriminellen Migranten, deswegen baut er eine Mauer zu Mexiko. Dann sind es die Chinesen, die durch ihre Warenfluten die amerikanische Wirtschaft zerstören. Deswegen Schutzzölle und Handelskriege.

  • Schließlich die Deutschen, die als Parasit die amerikanische Schutzmacht ausnutzen und lieber das russische Gas als das US-Fracking-Gas kaufen wollen. Da wird dann eben der Pipelinebau mit erpresserischen Mitteln sabotiert und die Soldaten nach Polen verlegt.

Den aktuellen Feind von außen, das „chinesische Virus“, kann er ja nicht instrumentalisieren, weil er dessen Bekämpfung grandios verkackt hat. Deswegen braucht er andere Themen und Szenarien, um von seinem Versagen abzulenken. Er behauptete bei der Debatte, dass ein Präsident Joe Biden zwei Millionen Tote produziert hätte.

  • Diese Bösewichter im Ausland reichen aber noch nicht aus, um verlässlich die Mehrheit zu beunruhigen. Der Feind sitzt auch im Inneren, im Haus nebenan: die Demokraten - allesamt verkappte Anarchisten und Brandstifter. Sie werden nach der gewonnenen Wahl die Waffen verbieten, die Polizei abbauen, die Wirtschaft ruinieren, die Ausländer hereinlassen und viele andere schlimme Dinge tun.

Klar, deswegen freut sich Trump auch besonders über die Krawalle in Portland. Sie dienen als praktischer Beleg für die drohende Katastrophe in demokratisch regierten Bundesländern, denn die gewalttätigen Auswirkungen von Black Lives Matter kann jeder Amerikaner auf allen Sendern verfolgen. Zur Bekämpfung der herrschenden Anarchie musste Trump notgedrungen die Nationalgarde und seine privaten Schutztruppen schicken. Recht und Ordnung! Auch wenn er die Unordnung vorher erst ein bisschen provozieren muss.

  • Ja, Jupp, es stimmt schon. Die Bedrohung kommt aktuell von innen, und zwar schon am 3. November. Diese linken Radikalen setzen den „verschlafenen Joe“ Biden als Trojanisches Pferd ein, um die Regierungsmacht an sich zu reißen. 

Raffinierte Taktik. Die verführten Wähler des sympathischen Joe Biden sehen also gar nicht, was sich für eine kommunistische Bedrohung hinter ihm verbirgt. Er ist eine Marionette und somit spielt seine Person selbst da gar keine große Rolle. Er ist eigentlich austauschbar. Donald Trump dagegen ist der heroische Kämpfer für das „Great America“. Er steht trotz aller Anfeindungen standhaft auf der Seite der wahren Amerikaner und Patrioten. Unerschütterlich kämpft der Gute gegen das Böse in der Welt und im eigenen Lande – der Captain America aus den Marvel Comics gegen Red Skull. 

  • Okay, Jupp, Joe Biden ist nicht unbedingt der überzeugende Darsteller für den Bösewicht. Aber eine zweite Person im Bidens Umfeld könnte ihm gefährlich werden: "Die schreckliche Kamala Harris - die furchtbarste, unfairste und brutalste Senatorin überhaupt“, die mit dem „indischen Vornamen“.

Eine taffe Frau mit hoher Reputation – ein weiblicher Kontrapunkt im Comic-Drama. Als vorgesehene Vizepräsidentin würde sie Joe Biden im Todesfall beerben. Sie passt nicht in das Bild der Marionette oder als Trojanisches Pferd. Trump nutzt deshalb einen alten Trick, den er schon bei Barack Obama versucht hat. Die Eltern von Kamala Harris kommen aus Jamaika und Indien und vermutlich ist sie gar keine echte Amerikanerin. Diesmal fängt er es etwas geschickter an. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus setzt er das Gerücht indirekt in die Welt: "Ich habe gehört, dass sie gar nicht Vizepräsidentin werden kann. Das war übrigens ein sehr qualifizierter Jurist, der das geschrieben hat. Ich habe das nur gehört, weiß es nicht, aber ich schaue mir das an". Für die, ausdrücklich nicht von ihm ausgesprochenen, Zweifel gibt es zwar keinerlei juristischen Grund, aber die Story ist in der Welt und wird begierig von den Medien aufgegriffen.

  • Er braucht Mitkämpfer in seinem Krieg und greift jetzt zu einem weiteren Trick: die Nutzung der Verschwörungstheoretiker und da sind wir wieder bei Q-Anon. Sie wehren sich auch gegen die unheilige Allianz aus etablierter Politik, Wirtschaft und Medien, die zur Bereicherung ihre Macht ausweiten wollen. Donald gilt nun als unbestechlicher „Wahrheitserzähler“, der längst hinter die Kulissen geschaut hat: "Ihr wisst längst, wie es wirklich ist" oder "Sie sagen es euch nicht, aber ich sage euch..." Da er kein verdorbener Politiker aus der alten Clique ist, kann er unzensiert die Wahrheit aussprechen, befreit von der "vom Sumpf oktroyierten, politisch korrekten Sprache".

Aber Ingo, wir leben heute in aufgeklärten Zeiten. Jeder kann sich mit wenigen Klicks von den Fakten überzeugen und die Verschwörungstheorien selbst widerlegen. Wie ist das Vertrauen in die Regierung und die Wissenschaft verloren gegangen? Warum schließen sich Menschen autoritären Bewegungen an, die eigentlich gar nicht ihre Interessen vertreten, ja sogar aktiv gegen ihre Interessen handeln? Warum bringt reine Aufklärung über Rassismus, Antisemitismus nichts oder nicht so viel? Welche emotionalen Bedürfnisse der Menschen werden denn dadurch befriedigt, was es so schwer macht, mit Argumenten dagegen vorzugehen?

  • Das menschliche Bedürfnis ist sicherlich die uralte Hoffnung, dass man mit einem gemeinsamen Sündenbock alle negativen Entwicklungen im Chaos unserer unfassbar komplexen Gesellschaft erklären kann. Die Psychologin Katrin Henkelmann hat sich in ihrem Sammelband „Konformistische Rebellen“ damit auseinandergesetzt. Sie zitiert darin Untersuchungen von Philosophen des letzten Jahrhunderts. Karl Popper hielt Verschwörungstheorien für eine Reaktion auf die „Entzauberung der Welt“. An die Stelle Gottes treten jetzt die Verschwörer, dadurch ist wieder alles geplant, erklärbar und hat seine Ordnung.

Aber wie finden die Verschwörer ihre Anhänger? Das muss doch ein besonderer Menschenschlag sein, der ihnen nachläuft?

  • Ja, Jupp, es sieht so aus. Theodor Adorno beschrieb in seinen Studien den „autoritären Charakter“. Der Personentyp des konformistischen Rebellen ist unzufrieden mit der gesellschaftlichen Situation, in der er lebt, und rebelliert dagegen. Allerdings richtet sich die Wut nicht gegen die eigentlichen Ursachen der Unzufriedenheit, sondern gegen „die da oben“, die Andersgläubigen oder die Ausländer. Hier kommen der verborgene Rassismus und Antisemitismus an die Oberfläche. Die falschen Eliten sollen durch die, nach seinem Verständnis, richtigen Leute ausgetauscht werden.

Na ja, Ingo. Eigentlich glauben wir ja auch oft, dass an der Spitze unserer Regierung einige Eliten durch die richtigen Leute ausgetauscht werden sollten - wenn ich da nur an unseren Verkehrsminister denke. Warum werden wir nicht von Q-Anon infiziert?

  • Gute Frage zur Immunisierung, Jupp. Die gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen hat in den 1930er Jahren der Psychoanalytiker Erich Fromm zusammen mit Max Horkheimer und Herbert Marcuse untersucht. Er hat eine Ursache in den Familienstrukturen des deutschen Kaiserreichs ausgemacht. Seitdem hat sich zwar viel geändert, aber die individuelle Ohnmacht gegenüber dem Kapitalismus ist noch vorhanden. Jeder ist allein für sein Glück verantwortlich und kann theoretisch vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen. Der Einzelne hat aber keine Kontrolle über die eigenen Lebensbedingungen und fühlt sich dadurch als Versager. Da ist es doch sehr hilfreich, wenn man Sündenböcke identifizieren und dafür bestrafen kann – die Juden, die Moslems, die Kommunisten, die Superreichen, die Ausländer.

Ich verstehe Ingo. Unsere gewählten Volksvertreter haben sich auf die Gewinnerseite geschlagen und die korrupte Presse weigert sich, die Verschwörung aufzudecken, denn sie ist ja auch schon längst gekauft. Für den Durchblicker wird das deutlich durch tägliche Horrormeldungen mit Infektionszahlen, durch Machtdemonstrationen wie Maskenzwang, Quarantäneverfügungen, Versammlungsverbote und die bundesweite Überwachung durch DNA-Tests und Corona-Apps. Gleichzeitig macht man persönlich die Erfahrung, dass über 80% der Infizierten ohne Symptome genesen, die Intensivbetten leer stehen und die Sterberaten seit Monaten stabil sind. Die eingeweihten Funktionärseliten wie der Bayern München Vorstand oder kürzlich die Kölner SPD-Wahltruppe ignorieren frech die staatlichen Corona-Maßnahmen und sitzen ohne Maskenschutz eng zusammen.

  • Genau solche Bilder, die zuerst in den unzensierten Social Media auftauchen, zerstören in Sekunden das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der behördlichen Auflagen. Zudem melden sich immer häufiger kritische Wissenschaftler und Pseudoexperten zu Wort, zunächst in alternativen Medien, aber dann auch in den offiziellen Nachrichtenblättern. Gemäß den letzten Statista-Daten vertrauen nur noch 24% der Deutschen der Bundesregierung stark bis sehr stark. Aber 36% haben sehr wenig bis wenig Vertrauen in den Staat. „Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze; ist es zerstört, so kommt es bald nicht wieder.“ hatte schon Otto von Bismarck festgestellt.

Genug diskutiert für heute, Ingo. Da ist es ja beruhigend zu wissen, dass wir unserem Wirt noch vertrauen können. Hinter ihm steckt nur eine wohlbekannte Brauerei, die nicht im Verdacht steht, die Weltregierung übernehmen zu wollen. Also, bitte zwei Bier, Herr Wirt.

  • Gut gesprochen, Jupp. Ein Prost auf den kommenden Kampf gegen die dunklen Mächte der Finsternis.

 

Zu viel Vertrauen ist häufig eine Dummheit,
zu viel Misstrauen immer ein Unglück.
(Johann Nestroy, Dramatiker, 1801 – 1862)

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