INGOs NÖHRgeleien

von Ingo Nöhr

Der große Regierungswechsel

Ingo Nöhr zum 1. April 2021

Gerade erhielt Ingo Nöhr einen aufgeregten Anruf von seinem Kumpel Jupp. Der rühmte sich exzellenter Kontakte zu ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen der Regierung. Das ist für mich nicht weiter erstaunlich, denn seit Jahren kann ich in einem besonders großen Boulevardblatt und zwei konkurrierenden Nachrichtenmagazinen regelmäßig Wortprotokolle von streng vertraulichen Regierungstreffen lesen. Augenscheinlich waren die verbeamteten Whistleblower angesichts der alarmierenden Ergebnisse aus den beiden Landtagswahlen letzten Monats wieder besonders aktiv. Eine gewisse Nervosität hat die Berliner Regierungsmannschaft gepackt. "Das Regieren in einer Demokratie wäre wesentlich leichter, wenn man nicht immer wieder Wahlen gewinnen müsste." stellte schon vor über einhundert Jahren der französische Politiker Georges Clemenceau fest.

Hallo Ingo, das hast du bestimmt noch nicht gehört! In Deutschland gibt es gerade sensationelle Entwicklungen. Die Information habe ich heute aus erster Hand erhalten. Stell dir vor: die gegenwärtige Regierungsmannschaft plant schon ihren endgültigen Abgang. Robert Habeck bereitet sich nach den Wahlerfolgen der Grünen jetzt intensiv auf das Kanzleramt vor.

  • Das ist ja nichts Neues, Jupp. Du musst mehr lesen. Deswegen hat er doch extra ein neues Buch geschrieben. Schon die Titel seiner letzten Werke verweisen klar auf seine Zukunft: ‚Wer wagt, gewinnt‘ oder ‚Wer wir sein könnten‘ und jetzt ‚Von hier an anders‘. Noch deutlicher kann er seine Ambitionen doch gar nicht schildern. Aber sag mal, was wird denn aus Annalena Baerbock?

Annalena? Die soll Vize-Kanzlerin werden. Aber als Ministerin ohne Geschäftsbereich. Das Finanzministerium traut Habeck ihr nicht zu. Er will ja eigenhändig dem „hyperglobalisierten Kapitalismus neue Regeln geben“, wie er in seinem Buch schreibt. Da will er schon selbst ran.

  • Aber mal langsam mit den Pferden, Jupp. Habeck ist ja nicht alleine. Man darf das Standing von Markus Söder nicht unterschätzen. Ein großer Teil der Bevölkerung wünscht ihn zum Bundeskanzler.

Das mag ja sein, Ingo, aber Söder hat ein Problem. Er will sein geliebtes Bayernland auf keinen Fall verlassen, ist aber politikmüde, nach dem die ganzen CSU-Amigos auffliegen. Er sucht eine ganz neue Herausforderung. Natürlich in der Industrie. Ein ewiges Auffangbecken für suchende Ex-Politiker. Leider ist der hochdotierte Aufsichtsratsvorsitz bei BMW in den nächsten vier Jahren nicht frei.

  • Also Jupp, das ist vielleicht besser für ihn. Wer weiß denn, wie es den deutschen Autokonzernen künftig bei der Elon-Musk-Offensive ergehen wird. Das wird sicherlich kein Zuckerschlecken, die fünf Jahre Entwicklungsvorsprung des Tesla aufzuholen. Wie in der DDR: Überholen ohne einzuholen!

Das hat Söder dann auch wohl bedacht. Vor allem, seitdem jetzt die hohen Automanager vor Gericht stehen. Er hatte sich aber durch seine guten Drähte zu Papst Benedikt gute Chancen als Außenpolitiker bei der päpstlichen Kurie ausgerechnet. Du erinnerst dich, Ingo? Er wollte ja 2018 in allen Dienstgebäuden Bayerns zwangsweise das Kreuz aufhängen. Das kam damals beim Papst gut an. Aber dann stellte sich heraus, dass er als fränkischer Protestant erst zum katholischen Glauben konvertieren müsste. Letztendlich möchte er doch lieber Präsident von FC Bayern München werden. Da kann er bequem die Erfolge kassieren und die anderen für sich ackern lassen.

  • Söder steigt aus? Das ist aber ganz schlecht für Pannenminister Scheuer, wenn sein Mentor ausfällt. Gibt es für ihn schon eine neue Verwendung nach der Wahl?

Na klar, die bewährte Günther-Oettinger-Lösung. Ab nach Brüssel – als EU-Kommissar für Verkehr. Hat doch auch gerade bei Ursula von der Leyen bestens funktioniert.

  • Dort in Brüssel hätte ich aber Angela Merkel auf ihrem neuen Posten erwartet: Präsidentin der EU-Kommission wäre doch die nächste Sprosse auf ihrer Karriereleiter gewesen.

Oh, Ingo, das hörte sich anfangs ganz gut an, aber dann haben ihr wohlmeinende Menschen dringend davon abgeraten. Die Corona-Blamage und dann noch diesen ewigen Ärger mit Polen und Ungarn sollte sie sich nicht antun. Danach hatte sie einen vielversprechenden Posten in Genf entdeckt. Bei der dortigen Zentrale der Weltgesundheitsorganisation gab es in der Geschichte bislang nur zwei Frauen als Generaldirektorinnen. Das wäre für sie auch ein gutes Sprungbrett zum UN-Generalsekretär gewesen.

  • Aber ich habe aus Pharmakreisen läuten gehört, dass bei der WHO längst Jens Spahn als neuer Generaldirektor vorgesehen ist.

Ja, das war dumm, Ingo, da ist Angela Merkel einfach zu spät gekommen. Aber das Stichwort Genf hat sie aufhorchen lassen. Als altgediente Physikerin wollte sie alternativ den Vorsitz im Kernforschungszentrum CERN übernehmen. Das ging aber schief: ihre letzte Forschungstätigkeit liegt schon 30 Jahre zurück. Da konnte sie auch nicht mehr punkten.

  • Ja, was macht sie jetzt? Da bleiben für sie nicht mehr viele Top-Jobs in der Welt übrig. IOK-Präsidentin? Chefin des Weltwährungsfonds?

Auch zu spät: Da hat sich schon Olaf Scholz heimlich eingenistet. Merkel ist halt nicht die Schnellste. Wie die meisten Spitzenpolitiker wird sie erstmal ein Buch schreiben und dann auf Lesetournee gehen. Vermutlich wird ihr Leben auch von RTL verfilmt. Danach stehen ihr noch viele Wege in der Medienwelt offen – als elder states woman in unzähligen Talkshows zum Beispiel.

  • Also Jupp, ich sehe schon, die Deutschen erobern wieder mal die Welt. Aber kommen wir mal auf ein näherliegendes Thema bei uns zurück. Was wird denn in der Nach-Spahn-Ära aus unserem Gesundheitswesen werden? Hat deine obskure Quelle da auch schon etwas über die Pläne erfahren?

Ingo, das kann man bereits alles nachlesen, denn da gibt das grüne Parteiprogramm schon Auskunft. Ich zitiere: „Gesundheitsförderung und Prävention sollen einen größeren Stellenwert bekommen“. Also der Gedanke dahinter ist eigentlich ganz simpel: man soll einfach nicht mehr krank werden. Vermeidung von Feinstaub, Dieselabgase, Elektrosmog, giftigen Chemikalien und Stress bei der Arbeit minimiert das Krankheitsrisiko. Weniger Patienten im Krankenhaus senken die Kosten. Ächtung des Autoverkehrs reduziert die Zahl der Unfallverletzten, Radfahren fördert die Kondition, gesundes Essen das Immunsystem, - und das Tollste: die Freigabe von Cannabis erzeugt gute Laune und stärkt die Leidenskraft. Jonathan Swift hat schon damals gesagt: „Die besten Ärzte der Welt sind: Dr. Diät, Dr. Ruhe und Dr. Fröhlich.“ Das ist doch eine tolle Sache, nicht wahr, Ingo?

  • Jupp, das ist ja grauenhaft! Die Grünen meinen tatsächlich, es soll also viel mehr Gesunde als Kranke geben? Ist denen denn nicht klar, dass sie damit die deutsche Wirtschaft ruinieren? Wenn die meisten unserer Patienten plötzlich gesund oder gar nicht erst krank werden – das wäre eine einzige Katastrophe für Deutschland, Jupp. Sind dir denn die Konsequenzen nicht bewusst?

Welche Konsequenzen denn, Ingo? Es ist doch Ziel jeder Gesundheitspolitik, die Menschen möglichst lange arbeitsfähig zu erhalten. Und das bedeutet eben eine stabile Sicherung der Gesundheit.

  • Also Jupp, das mag ja sein, aber überleg mal: sie bedrohen damit eine Branche mit einer Bruttowertschöpfung von 350 Milliarden Euro. Laut BMWi arbeiten 7,5 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen, das ist jeder sechste Arbeitsplatz. Die Hälfte in der Krankenbranche wird überflüssig, die Arbeitslosenrate steigt in unerreichte Höhen. das Bruttoinlandsprodukt sinkt drastisch, die sozialen Systeme werden durch massiven Leerlauf belastet, Apotheken und Arztpraxen gehen reihenweise in Konkurs. Die Kliniken und Sanatorien müssen schließen oder auf Wellness umsteigen, die Steuereinnahmen fehlen hinten und vorne. Und sag mir mal: wie sollen wir überhaupt die ganzen Neu-Gesunden beschäftigen? Die drehen ja durch.

Ja, meine Güte. So habe ich das überhaupt noch nicht gesehen. Du hast tatsächlich recht, Ingo. Die Gesundheitswirtschaft ist ein gewaltiger Jobmotor, na klar. Deswegen brauchen wir auch über 100 Krankenkassen, allein nur im gesetzlichen Bereich.

  • Never change a running system, Jupp! Im Gegenteil sogar: wir brauchen stetiges Wachstum im Gesundheitssystem. Und am stabilsten lässt sich das mit immer mehr Kranken herstellen. Notfalls muss man unseren Bürgern durch eindringliche Pressemeldungen Krankheiten einreden oder gleich ganz neue Krankheitsbilder erzeugen. Krank durch Burnout, Depression, Mobbing, Chemie in der Nahrung oder auch immer wirksam: Nebenwirkungen von Medikamenten oder Impfstoffen. Nach WHO-Definition ist selten einer wirklich gesund, denn Gesundheit ist ja der Zustand vollständigen Wohlergehens in jeder Hinsicht, materiell, seelisch, körperlich. Solche Gesunde musst du mit der Lupe suchen. Und so sollte es auch bleiben, wenn wir keinen Wirtschaftskollaps riskieren wollen.

Danke für die Info, Ingo. Da muss ich sofort mit meiner Quelle telefonieren. Das hat ja keiner voraussehen können. Hoffentlich können die das Programm noch rechtzeitig aufhalten.

  • Jupp, nur mal so nebenbei: von wann sind denn deine Informationen?

Na, die sind brandneu! Von heute Morgen, den 1. April. 

„Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert,
dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen."
(George Bernard Shaw,
irischer Schriftsteller und Bühnenautor, 1856-1950)

"Wenn die Demokratie arbeitsfähig sein soll, muss die Bevölkerung
so weit wie möglich frei von Hass und Zerstörungslust und
ebenso von Furcht und Unterwürfigkeit sein."  
(Bertrand Russell, britischer Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller, 1872 – 1970)

 

 

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von Ingo Nöhr

Der kranke Staat

Ingo Nöhr 1. März 2021

Die ständigen Lockdowns zerren an den Nerven der beiden Pensionäre Ingo und Jupp. Seit einem Jahr müssen sie auf ihren traditionellen Plausch in der Eckkneipe verzichten. Der Wirt hat mittlerweile aufgegeben und ist nach Schweden geflüchtet. Auch sonst verzweifeln die Krankenhausmanager am Verstand der verantwortlichen Behörden. In Brüssel hatte sich die ausgebildete Dolmetscherin Sandra Gallina als zuständige EU-Einkäuferin für Impfstoffe von den Profis der Pharmaindustrie gnadenlos über den Tisch ziehen lassen. Zwar günstigere Preise ausgehandelt, aber Lieferung „nach besten Bemühungen“? Professionelle Beschaffung sieht schon bei jedem Einzelhändler etwas anders aus.

Hallo Jupp, wie geht es dir heute? Worüber wollen wir heute mal nicht reden? Hast du schon deine FFP2- Masken von der Apotheke abgeholt?

  • Also Ingo, danke der Nachfrage. Ich will heute nichts vom Ausland hören. Ich bin so schon mächtig geladen, angesichts der Heerscharen von Dumpfbacken um mich herum. Wer hätte das jemals gedacht? Deutschland war mal das Land der Findigen, Macher und Tüftler. Weltweit bewundert wegen unserer perfekten Arbeitsorganisation. Und jetzt: der totale Zusammenbruch der Professionalität. Tägliche Blamage durch planloses Herumwursteln einer ratlosen Regierung. Wir Deutschen sind in den letzten Jahren sehr leidensfähig geworden angesichts der gigantischen Geldverschwendungen durch Inkompetenz: Nimm nur die Hamburger Elbphilharmonie – Kostenüberschreitung um 1.100 Prozent. Aber das ist nichts, verglichen mit dem bislang unübertroffenen Pleiteprojekt der nächsten Jahre: der BER-Flughafen. Und jetzt ist Stuttgart-21 noch besser geworden.

Wie Jupp, Stuttgart-21? Habe ich etwas verpasst? Dort war es doch verdächtig ruhig in letzter Zeit.

  • Klar, beim heutigen Geldverbrennen spielt es noch in der unteren Liga. Der unsinnige Bahnhofumbau hat gerade mit 8,2 Milliarden Euro Ausgaben den BER-Flughafen um eine Milliarde überrundet. Stuttgart 21 wird frühestens vier Jahre später fertig, falls sie überhaupt mit dem schwammigen Untergrund klarkommen. Zur Umsetzung des geplanten Deutschlandtaktes sind - überraschenderweise - weitere vier Tunnelbauten plus ein unterirdischer Zusatzbahnhof erforderlich. Aber immerhin: das Stuttgart-21-Tunnellabyrinth kommt damit auf 105 Kilometer Länge – das könnte ein Weltrekord werden. Man rechnet mit Gesamtkosten bis zu 20 Milliarden Euro, das Fünffache der ursprünglichen Planung bei Baubeginn.

Lass mich raten, Jupp: Beim Deutschlandtakt hat doch sicherlich unser Superminister Scheuer seine Finger im Spiel. Bei ihm spielt Geld längst keine Rolle mehr: das Maut-Desaster, jetzt die Autobahn-GmbH. Arbeitet der überhaupt noch selbst? Oder seine 1245 Mitarbeiter? 2019 hat er 49 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Fällt aber nicht weiter auf, denn im Jahr 2020 haben die gesamten Beraterkosten der Regierung fast eine halbe Milliarde Euro erreicht.

  • Mit Sicherheit werden die Berater ihre Honorare zeitnah, wenn nicht schon im Voraus, kassiert haben. Aber wir kleinen Leute haben uns daran gewöhnt, überlebensnotwendige Novemberhilfen im Februar zu erhalten. Mein lieber e-Scooter-Scheuer: in der Zwischenzeit schickte ein Privatmann sein Elektro-Auto mit einer eigenen Rakete in Richtung Mars. So geht modernes Transportmanagement. Schade, dass du nicht dringesessen hast. Wir hätten eine Menge Geld gespart.

Jupp, ich kann deine Wut gut nachvollziehen, wenn ich an die verkackte Digitalisierung Deutschlands denke. Der Bund investiert für den Straßenausbau in Deutschland jährlich 10,5 Milliarden Euro, während er für Datenautobahnen nur 0,39 Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Aber das Fiasko kann man dem Scheuer nicht allein anlasten. Die Gründe liegen schon vier Jahrzehnte zurück, wie der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann vor kurzem recherchierte. Helmut Kohl habe 1982 seinem Kumpel Leo Kirch zuliebe auf Kupferkabel gesetzt, um das Privatfernsehen zu fördern. Obwohl sein Vorgänger Helmut Schmidt schon Monate vorher die Installation eines flächendeckenden Glasfasernetzes geplant hatte.

  • Ja Ingo, das ist wohl der Grund, warum Deutschlands Behörden bei der Digitalisierung im EU-Vergleich auf Platz 21 von 28 landeten. Und unsere Schulen liegen im digitalen Lernen noch hinter Moldawien, auf Platz 76 von 78 Teilnehmern. Aber warum haben wir denn heutzutage immer noch kein leistungsfähiges Glasfasernetz? Die Industrie macht doch seit vielen Jahren gewaltigen Druck.

Es sind die Altlasten, Jupp. Im November 1996 ist die Telekom an die Börse gegangen. Als privatisiertes Unternehmen musste sie schnell und einfach Gewinne machen. Es war kein Geld mehr da für die milliardenschwere Investition in teure Glasfaserkabel. Und die teilweise achtzig Jahre alten Kupferkabel konnte man mit einem technischen Trick namens Vectoring etwas schneller machen.

  • Das erklärt aber nicht das Datenchaos bei den archaischen Meldewegen der Gesundheitsämter an das Robert Koch-Institut, mit den Softwareproblemen, verspätet eingehenden oder vergessenen Meldungen. Daraus bastelt das RKI mit mehr als 1000 Mitarbeitern die offiziellen Infektionskennzahlen wie die 7-Tage- Inzidenz oder die Reproduktionszahl R, auf denen letztendlich die brutalen Lockdown-Entscheidungen der Politiker basieren.

Genau diese Zahlen sind doch der Grund, warum die Landesminister regelmäßig nach der „einvernehmlichen“ Ministerpräsidentenrunde bei Merkel das gewohnte Durcheinander anrichten, kaum dass sie Berlin verlassen haben. Sie vertrauen den offiziellen Zahlen selber nicht mehr.

  • Aber Ingo, jetzt wird alles besser werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) bekommt demnächst in Wildau ein Zentrum Künstliche Intelligenz in der Public-Health-Forschung mit 100 Mitarbeitern. Mit den KI-Technologien sollen künftig komplexe Datenquellen nutzbar gemacht werden, um etwa Epidemien besser zu analysieren und Frühwarnsysteme weiterzuentwickeln. Die KI soll uns wieder mal retten. Vermutlich kann sie dann auch mit gefaxten Daten umgehen.

Das RKI sollte besser James Daniell kontaktieren. In Eigeninitiative hat der Katastrophenforscher ein eigenes Corona-Dashboard namens Risklayer entwickelt. Jeden Tag sammelt er die Fallzahlen der 401 Kreise und kreisfreien Städte direkt von deren Websites ein und vermittelt somit ein genaueres und schnelleres Bild der Lage. Risklayer liefert seit fast einem Jahr aktuellere Corona-Zahlen, unter anderem an das ZDF. 

  • Ja klar Ingo, altes Prinzip: eine Lösung kann so simpel sein – mit etwas Grips und gesundem Menschenverstand. Du musst mal zu unseren Nachbarn rüber schauen – nach Holland, Belgien, Österreich und der Schweiz. Dort gibt es ein alternatives Alarmsystem, das schnell, billig und anonym funktioniert: Proben aus der Kanalisation. Das Abwasser spiegelt wie bei einer Massentestung direkt das Infektionsgeschehen wider, denn die Virenpartikel lassen sich im Labor nachweisen. In Darmstadt könnte man einen neuen Infektionsherd stadtteilgenau mit Proben aus dem Kanalnetz vor Ort lokalisieren. Aber man wartet auf die Anschlussfinanzierung, ebenso wie Forschungsgruppen in Leipzig, Frankfurt, Berchtesgaden und Oldenburg. Die Politik trödelt leider vor sich hin.

Versteh doch, Jupp. Abwasser ist nicht gerade ein spannendes Thema. Außerdem könnte man dabei versehentlich das peinliche Thema des lokalen Kokainkonsums aufdecken.

  • Das mag ja der Grund sein, Ingo. Aber jetzt ist meine Geduld am Ende. Um auf deine erste Frage zurückzukommen - Ja, ich habe meine sechs Masken abgeholt. Dafür musste ich dreimal zur Apotheke fahren. Beim ersten Mal haben sie mich nach einem Berechtigungsschein gefragt. Da war mein Ausweis nicht genug. Irgendwann erhielt ich Post von der Bundesregierung. Drin waren zwei Scheine, schön gedruckt mit dem Bundesadler. Beim zweiten Besuch waren die sechs „Schutzmasken mit hoher Schutzwirkung“ schon vergriffen. Erst beim dritten Versuch hat es dann geklappt, nachdem ich eine Viertelstunde draußen warten musste. Dafür bin ich im tiefen Winter insgesamt zwanzig Kilometer mit dem Auto gefahren.

Jupp, du weißt anscheinend den großen Aufwand nicht zu würdigen. Man hätte dir die Masken auch einfach mit der Post schicken können. Aber was sollen die zuständigen Beamten in dieser Zeit machen? Däumchen drehen? Nein, das Projekt wurde mit deutscher Perfektion organisiert. Die Krankenkassen mussten 34 Millionen Adressen heraussuchen, die Bundesdruckerei für jeden fälschungssichere Coupons drucken – Kosten: 9,3 Millionen Euro. Jetzt die Coupons an die Berechtigten schicken – Kosten 27 Millionen Euro für das Porto. Damit läuft dann jeder aus der Risikogruppe bei Wind und Wetter zur Apotheke, stellt sich in die Warteschlange und zahlt dann 2 Euro Schutzgebühr. Beim Supermarkt kosten diese Masken unter einem Euro pro Stück. Der Apotheker erhält aber für jede ausgegebene Maske 6 Euro. Ein wahrer Geldsegen – macht 3 Milliarden Euro mehr Umsatz für die deutschen Apotheker. Dankeschön, Herr Spahn. 

  • Warte, Ingo! Jetzt kommt ja noch ein Sahnehäubchen des Irrsinns obendrauf. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC äußert öffentlich Zweifel am Zusatznutzen von FFP2-Masken im Alltag. Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2 in der Gemeinschaft sei sehr gering. Kosten und mögliche Nachteile sprächen gegen eine Empfehlung. Der Virologe Hendrik Streeck sieht ebenfalls keinen entscheidenden Faktor im Kampf gegen die Corona-Pandemie und rät generell von der Nutzung der FFP2-Maske ab. Viele Menschen würden die Maske nicht korrekt tragen. Im Arbeitsleben gibt es noch eine weitere Einschränkung. Die Arbeitsschutzvorschriften lassen es nicht zu, dass Arbeitnehmer die Maske länger als 75 Minuten am Stück nutzen. Da das Atmen unter der Maske deutlich schwerer falle, muss der Träger eine mindestens 30-minütige Pause einlegen.

Für mich kommt noch ein anderer Aspekt hinzu, Jupp, den die Maskenverweigerer wohl hocherfreut aufgreifen werden. Mit den Marken tragen wir einen Chemiecocktail vor Nase und Mund, der nie auf seine Giftigkeit und auf etwaige Langzeitwirkungen untersucht wurde. Im Vlies der meisten FFP2- Masken sind neben Polypropylen auch Klebstoffe, Bindemittel, Antioxidantien und UV-Stabilisatoren in großen Mengen zu finden. Manchmal fand man bei Labortests auch zu hohe Konzentrationen an Formaldehyd oder Anilin sowie zusätzlich künstliche Duftstoffe, die den unangenehmen Chemiegeruch überlagern sollen.
Das Blau der OP-Masken enthält meistens Cobalt als Farbstoff. Dazu atmen wir auch noch Mikroplastikfasern aus dem Vliesstoff ein, die genau die richtige Größe haben, um sich in unserer Lunge festzusetzen oder von dort aus weiter durch den Körper zu wandern. Diese Inhaltsstoffe der Masken sind von der CE-Zulassung nicht betroffen, denn es wird nur die Funktionsfähigkeit getestet. Wenn die Maske eine ausreichende Filterwirkung zeigt, wird sie zertifiziert, allerdings ausdrücklich als Einmalartikel wohlgemerkt, wegen des Abriebs bei mehrmaligem Gebrauch. Der Bund spendiert dir aber nur sechs Masken für volle zwei Monate.

  • Ich fasse es nicht, Ingo. Dabei ist bei uns alles bis ins kleinste Detail genormt, aber an die Giftstoffe hat keiner gedacht? Dabei können wir kaum noch eine knackige Bratwurst vom Holzkohlengrill essen, weil man dort krebserregende Stoffe gemessen hat. Wenn wir endlich alle geimpft wären, könnten wir hoffentlich alle Masken vergessen und wieder freiatmend durch die Gegend laufen. Aber seit Wochen wähle ich mir die Finger wund, um überhaupt einen Impftermin zu bekommen. Und wenn ich Pech habe und endlich drankommen könnte, schnappt mir irgendein Politiker oder Verwaltungsfuzzi mit seiner ganzen Familie den Impfstoff vor der Nase weg.

Jupp, du lebst leider im deutschen Staat. In anderen Ländern fährst du einfach an einem Impfstützpunkt vorbei, gibst kurz deine Daten an, machst deinen Oberarm frei, erhältst die Spritze, - und fährst geimpft weiter.

  • In Brasilien solltest du aber darauf achten, ob wirklich der Kolben heruntergedrückt wurde. Denn es könnte sein, dass der kostbare Impfstoff vorher schon anderswo verhökert wurde.

Ja, Jupp der Kampf um den lebensrettenden Impfstoff hat weltweit begonnen. Nur mal zum Nachdenken: Uno-Generalsekretär António Guterres beklagte vor kurzem ein moralisches Versagen der Reichen: 75 Prozent der weltweit vorhandenen Impfstoffe wurden von nur zehn Ländern aufgekauft. Mehr als 130 Länder haben noch nicht eine einzige Dosis erhalten. Dort werden nun die Chinesen und Russen als rettende Lieferanten auftauchen und mehr Einfluss gewinnen. Dabei würden die vom Westen eingekauften 11,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff für die gesamte Menschheit ausreichen. Aber so bestellte Großbritannien fast sieben Dosen je Einwohner und Kanada gleich neun Dosen pro jeden. Das ist allerdings sehr kurzsichtig gedacht, denn die mutierten Viren halten sich leider nicht an Ländergrenzen und kommen demnächst aus den Elendsregionen zu uns zu Besuch. Oder wir besuchen sie freiwillig im nächsten Urlaub.

  • Ingo, was schließen wir daraus? Wo man hinschaut in Deutschland – ein komplettes Staatsversagen. Nicht nur im Gesundheitswesen, wo Minister Spahn morgens im ZDF verkündet: „Wir wissen vor allem, wo es die Hauptansteckungspunkte gibt. Nämlich beim Feiern, beim Geselligsein, zu Hause privat oder eben in der Veranstaltung, auf der Party im Klub.“ Abends geht er dann zu einem Dinner mit einem Dutzend Gästen und wird am nächsten Tag positiv auf Corona getestet.

Die Menschen verlieren nach den vielen gebrochenen Versprechungen und einem Jahr Krisenzustand zunehmend das Vertrauen in einen fürsorglichen und kompetenten Staat, vor allem was den Schutz der Kinder, Ältesten und Schwächsten angeht.

  • Aber der Staat versagt doch nicht nur beim Thema Corona, Ingo. Schau dir nur unser Justizwesen an: ein verzweifelter Oberstaatsanwalt erklärt öffentlich, dass die Politik in Berlin die Verbrechensbekämpfung ruiniert habe. Mit zuwenig Personal und veralteter Technik in maroden Büros schafft er immer seltener eine Anklage und zu viele Kriminelle kommen ungestraft davon. 2019 betrug seine Aufklärungsquote 44,7% gegenüber 57,5% in Deutschland.

Oder unser Bildungswesen: Der Präsident des Lehrerverbandes hat auch gerade die Schnauze voll: jahrzehntelang gescheiterte Reformen und jetzt ein katastrophales Krisenmanagement. Sein Schlachtruf: Entmachtet die Kultusministerkonferenz!

  • Die Beispiele können wir unendlich fortsetzen. Wo der Staat seine Finger drin hat, wird es schlimmer. Wie wollen wir die drohende Klimakatastrophe überstehen? Gerade gerät der Golfstrom ins Stottern. Was ist nur mit unserer Regierung passiert? Angela Merkel ist Physikerin, sie hat doch über viele Jahre eine vernünftige Politik betrieben. Wo ist ihr Geschick zur objektiven Analyse und angemessenen Therapie abgeblieben?

Jupp, vielleicht liegt genau da die Ursache: in ihrer Ausbildung. Unbelebte Objekte nach physikalischen Naturgesetzen beobachten und deren Wechselwirkungen beurteilen ist ihre Fachdisziplin. In der Krisenzeit hat sie es aber mit störrischen Menschen zu tun, die sich nicht mehr nach von oben verordneten Grundregeln verhalten, weil ihnen die Sinnhaftigkeit nicht erkennbar ist. Die Gegenströmungen der Querdenker und Widerständler organisieren sich stärker und erreichen immer mehr Verlierer. Die genervten Normalbürger lassen sich nicht mehr ruhigstellen und finden in den alternativen Medien ein machtvolles Sprachrohr.

  • Donald Trump hat die Macht der social media perfekt genutzt und seine wütenden Fans hinter sich versammelt. Ja, Ingo, ich muss zugeben, du hast es schon im Oktober 2018 prophezeit. Die Tage der Obrigkeit sind langsam gezählt. Für viele hart arbeitende Menschen geht es plötzlich um die Existenz und die Hilfe von Vater Staat bleibt aus. Der Respekt wird versagt, das Misstrauen wächst – und mit ihm die Wut.

Der Anfang vom Ende ist da, wenn man seine Kritiker ignoriert. Der Kölner Professor Matthias Schrappe hat als Infektiologe und stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit über viele Jahre die Bundesregierung beraten und argumentiert seit einem Jahr gegen den Lockdown als einzige Corona-Bremse. Er sagte kürzlich in einem Interview: „Ich würde die Kanzlerin natürlich gern beraten, wenn sie eine andere Stimme hören wollte. Aber ich rechne nicht damit, dass sie anruft. Frau Merkel hat sich in einen Tunnel vergraben. In der Risikoforschung nennt man das Kuba-Syndrom, wenn sich eine Führungsgruppe nur mit Menschen umgibt, die alle der gleichen Meinung sind. Dann gibt es nur die dauerhafte Fortsetzung von Fehlern.“

  • Ich fürchte, Ingo, Corona wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Wir werden eine wachsende Entfremdung zwischen Bevölkerung und Politik erleben. Und die Quittung wird uns schon bald präsentiert werden: eine Bundestagswahl, fünf Landtags- und drei Kommunalwahlen in diesem Jahr und weitere vier Landtagswahlen in 2022. Möglicherweise wird die politische Landschaft danach ganz anders aussehen.

Kopf hoch, Jupp. Krisen sind auch immer mit Chancen verbunden. Konzentriere deinen Blick auch auf die positiven Nachrichten der Hilfsbereitschaft, Aufbruchstimmung und Kreativität. Wir können aus unseren Fehlern auch lernen und mit der zunehmend aufmüpfigeren Jugend das verkrustete System renovieren. Denke an die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, als von der Jugend der „Muff von Tausend Jahren aus den Talaren“ weggeblasen wurde. In diesem Sinne lass uns auf die Zukunft anstoßen, die meistens nicht so kommt, wie wir sie uns vorstellen. Prost.

 

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.
(Chinesische Weisheit)

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
(Mahatma Gandhi)

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird;
aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.
(Georg Christoph Lichtenberg)

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von Ingo Nöhr

Über das liebe Geld

Der vergangene Monat Januar war vollgestopft mit aufregenden Neuigkeiten. Der Sturm auf das US-Kapitol, die Ablösung des Trump -Regimes, die hektischen Corona-Aktionen der Regierenden in Bund und Länder, das Impf-Chaos, der erneute Lockdown – die Ereignisse hätten für ein ganzes Jahr gereicht. Kein Wunder, dass unsere beiden Klinik-Rentner sich etwas genervt von dem Medienrummel abwenden und nun eher grundsätzlichen Themen zuwenden.

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von Ingo Nöhr

Der Homunkulus in der Echokammer

Nach einer Pause im Dezember treffen sich die beiden Klinikpensionäre Jupp und Ingo wieder im virtuellen Raum des Internets zu ihrem traditionellen Stammtischgespräch. Gemäß ihrer Mentalität haben sie die Zeit mit unterschiedlichen Aktivitäten verbracht. Während der optimistische Denker Ingo sich in fast mönchischer Klausur in seinen Sabatmonat zurückgezogen hat, wurde der handwerklich besser begabte Jupp in seinem Haus und Garten in kreativer Weise tätig.

Während die beiden vor einem Jahr eine Rückschau der letzten zehn Jahre mit einem optimistischen Blick in die Zukunft getätigt hatten, gerät die Erinnerung an die letzten zwölf Monate zu einer gänzlich anderen Betrachtung. Der damalige Rat von Wilhelm von Humboldt erfüllte sich auf unerwartete Weise: „Man muss die Zukunft abwarten und die Gegenwart genießen oder ertragen.“

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von Ingo Nöhr

Der Absturz

Ingo Nöhr zum 1. November 2020

Eine redaktionelle Anmerkung zum Anfang: dies ist die einhundertste Episode der monatlichen Gespräche zwischen Ingo Nöhr und seinem Kumpel Jupp. Seit über acht Jahren, genaugenommen seit dem August 2012 protokolliere ich die Ideen, Beobachtungen, Streitereien und Interpretationen der beiden Rentner. Seitdem hat sich eine kleine Fangemeinde eingefunden, die wohl angesichts der Zugriffsdaten noch nicht die Lust an den manchmal skurrilen, oft philosophischen und nicht immer politisch korrekten, aber in der Regel tagesaktuellen Betrachtungen verloren hat. 

Es stehen einschneidende Veränderungen an, sowohl in Deutschland, Europa, in den USA, aber auch auf dem gesamten Globus, die anscheinend nichts Gutes verheißen. Wie soll es nun weitergehen? Möchten Sie weiterhin den Disput zwischen dem Optimisten Ingo und seinem pessimistischen Freund Jupp im Blog verfolgen?

Dann habe ich eine Bitte: Nutzen Sie die Kommentarzeile am Ende des Blogs, um mir kurz Ihre Antwort mitzuteilen. Ein „Ja, weiter so“ oder „Nein, es reicht“ würden mir schon genügen. Natürlich bin ich auch für Kritiken aller Art und Verbesserungsvorschläge dankbar.

Nicht zuletzt möchte ich mich bei meinem Webadmin bedanken, der es trotz Feiertage, Urlaub oder anderer Widrigkeiten immer wieder geschafft hat, jede aktuelle Folge pünktlich zum 1. des Monats ins Netz zu stellen, obwohl ich ihm das Manuskript oft nur wenige Stunden vor Ablauf des Monatsletzten übermittelt habe. Und natürlich bin ich Medi-Learn.de dankbar, dass ich die Rippenspreizer-Cartoons nutzen durfte.

Bleibt gesund. Ich melde mich bei genügendem Interesse (!) am 1. Januar 2021 wieder.

Euer Chronist.

 

Der Absturz

Da sitzen die beiden Krankenhaus-Strategen Ingo und Jupp wieder einmal in ihren Kämmerchen und trauen sich nicht mehr außer Haus. Vor allem Jupp schäumt vor Wut. Ihm fehlt das monatliche Treffen in seiner Stammkneipe. Besonders betroffen macht ihn die Mitteilung des Wirtes, dass er die Gaststätte wohl endgültig schließen muss. Es stehen wieder harte Zeiten bevor – oder immer noch?

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von Ingo Nöhr

Wir danken dem Verlag MEDI-LEARN.net GbR für die freundliche Erlaubnis, Cartoons von Rippenspreizer verwenden zu dürfen. Mehr Cartoons sind unter http://www.medi-learn.de/cartoons/ zu finden.
Vielen Dank MEDI-LEARN.de!

Das verlorene Vertrauen

Etwas übernächtigt treffen sich Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp morgens in der Eckkneipe zum traditionellen Stammtischgespräch. Beide hatten sich die Live-Übertragung der ersten Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden angeschaut. Etwas ratlos verfolgten sie das Chaos der ständigen Unterbrechungen, Unterstellungen und Beleidigungen sowie das hilflose Unterfangen des Moderators Chris Wallace, beim testosteron-gesteuerten Präsidenten und seinem Kontrahenten etwas Ordnung in die Debatte einzubringen: „The Great American Shitshow“ wie das Onlinemedium Buzzfeed urteilte. Als Trump an eine rechtsextreme Gruppe appellierte: "Proud Boys, stand back and stand by (haltet euch zurück und haltet euch bereit)", wurde den beiden plötzlich bewusst, dass die kommende Präsidentenwahl einen beunruhigenden Ausgang nehmen könnte.

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von Ingo Nöhr

Wir danken dem Verlag MEDI-LEARN.net GbR für die freundliche Erlaubnis, Cartoons von Rippenspreizer verwenden zu dürfen. Mehr Cartoons sind unter http://www.medi-learn.de/cartoons/ zu finden.
Vielen Dank MEDI-LEARN.de!

Die Zukunftsvision

In den aktuellen Nachrichten spiegelt sich eine immer verrücktere Welt. Viele Amerikaner sorgen sich schon um einen Putschversuch ihres Präsidenten, sollte er die Wahl verlieren. Einen kleinen Eindruck über die Reaktion von betrogenen Wählern gibt die Situation in Belarus, wo nun auch Tausende von Frauen gegen Lukaschenko demonstrieren. Elon Musk stellt seinen Gehirn-Chip vor, mit dessen Hilfe demnächst die Tauben hören und die Lahmen gehen sollen. Nebenbei träumt er schon von bemannten Weltraummissionen zum Mars. Sicherlich wird seine dortige Kolonie dann argwöhnisch von der Marssonde Hope beobachtet, die von den Vereinigten Emiraten kürzlich gestartet wurde.

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von Ingo Nöhr

Wir danken dem Verlag MEDI-LEARN.net GbR für die freundliche Erlaubnis, Cartoons von Rippenspreizer verwenden zu dürfen. Mehr Cartoons sind unter http://www.medi-learn.de/cartoons/ zu finden.
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Wo bleibt die Künstliche Intelligenz?

Die Corona-Pandemie wird wohl wie die alljährliche Grippe-Epidemie auf längere Zeit das Leben der Menschen bestimmen. Während die USA gerade traurige Rekorde mit 1.500 Coronatoten pro Tag erreicht hat, kann sich Deutschland bei etwa 10 Todesfällen pro Woche entspannen. Davon sind laut Robert-Koch-Institut 86% älter als 70 Jahre. Natürlich ein Grund für die beiden Pensionäre Ingo und Jupp, sich in ihrer Eckkneipe weiterhin Gedanken über die Coronakrise zu machen, insbesondere über die Situation in einigen besonders betroffenen Ländern.

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von Ingo Nöhr

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Corona als Wahrheitsdroge

Die Menschen stehen erstaunt vor den Enthüllungen der letzten Monate, hervorgerufen durch ein widerspenstiges Kleinstlebewesen namens Corona. Unzählige Defizite in der Politik, im Gesundheitswesen, im Bildungssektor, im Ernährungsbereich und im menschlichen Verhalten wurden plötzlich aufgedeckt. Die meisten Erkenntnisse waren uns schon vorher bekannt, aber wir haben sie lieber ignoriert, verschwiegen oder darüber hinweggesehen. Der Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose, die Medikamente aus der Apotheke, das Fischstäbchen aus der Tiefkühltheke und das superbillige Steak aus dem Supermarkt. Wie alles dorthin gekommen ist, wollten wir lieber nicht wissen. Lediglich das zunehmend verrücktspielende Wetter stört uns bisweilen – und zunehmend auch die beiden Krankenhausstrategen Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp bei ihrem monatlichen Stammtisch.

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von Ingo Nöhr

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Corononomics – Die Welt neu denken

Nach den langen Wochen der Quarantäne gewinnt das öffentliche Leben wieder an Fahrt. Obwohl die Deutschen in den letzten Wochen das Fahrrad entdeckt haben, stürzen sie sich zu Pfingsten mit alter Begeisterung in die Verkehrsstaus. Erstmals nach zwei Monaten treffen sich Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp wieder zu ihrem beliebten Stammtischgespräch in der Eckkneipe. Ihr Wirt hat die Krise überlebt, indem er erfolgreich auf Außerhaus-Lieferungen umgestellt hat.

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Der Schwarze Schwan – das neue Wappen der Weltwirtschaft

Den beiden Rentnern Ingo und Jupp ist in ihrer Isolation deutlich bewusst geworden, dass die Covid-19 Pandemie mindestens ebenso wuchtig und nachhaltig den Verlauf der Weltgeschichte ändern wird wie der Fall der Mauer oder die Terrorattacken am 11. September 2001. In etlichen Ländern werden jetzt die Kontaktbeschränkungen gelockert, Donald Trump verkündet schon lauthals das Ende der Pandemie, hat aber vorsichtshalber noch schnell 100.000 Leichensäcke bestellt. Nachvollziehbar, denn ein Drittel der infizierten Weltbevölkerung wurde mittlerweile in den USA registriert. Zukunftsbewusst sinnieren die beiden Krankenhausprofis per Videoleitung gemeinsam über die Frage, wie denn die Zeit nach Corona aussehen könnte.

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von Ingo Nöhr

Der Absturz in eine andere Welt

Vor einem Monat war die Welt für Ingo und Jupp noch vergleichsweise in Ordnung. Ein winziger Feind hat sie und ihre Umwelt in eine noch unfassbare Situation katapultiert. Alles ist anders geworden, bedrohlicher, ja sogar lebensgefährlicher. Ein Horrorszenario, wie es nur nach einem Meteoriteneinschlag oder einem Atomkrieg denkbar wäre. Die beiden sitzen nun zu Hause in ihrer aufgezwungenen Quarantäne, zwar noch ohne Symptome, aber vielleicht könnte schon ein Mückenstich das Unheil von außen hereinbrechen lassen.

Ein Stammtischtreffen in der gemütlichen Eckkneipe ist natürlich nicht mehr möglich. Aber immerhin hat ihr Wirt auf Hauslieferung umgestellt und den beiden einen Kasten Bier vor der Haustür abgestellt. So findet der monatliche Gedankenaustausch nun per Internet statt.

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Don’t panic!

Panik ist - laut Duden - die "durch eine plötzliche Bedrohung, Gefahr hervorgerufene übermächtige Angst, die das Denken lähmt und zu kopflosen Reaktionen führt“. In einer Paniksituation verliert der Akteur die Selbstbeherrschung und damit die Beherrschung einer Situation.

Die neueste Geißel der Menschheit ist das Corona-Virus, welches Millionenstädte, Kreuzfahrtschiffe und Urlaubshotel unter wochenlange Quarantäne stellt, den Welthandel durch blockierte Containerschiffe und ausgefallene Fabrikarbeiter bedroht und hysterische Aktivitäten auslöst. Kein Wunder – das ist das Hauptthema beim aktuellen Stammtischgespräch von Ingo und Jupp.

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Unsere tägliche Krise gib uns heute

Am 1. Februar verliert die EU mit dem Brexit 67 Millionen Einwohner und schrumpft flächenmäßig um 5,6%. Die Abstimmungsgewichte im EU-Parlament und EU-Ministerrat verschieben sich deutlich. Und Deutschland wird etwas mehr zur Kasse gebeten. Wir leben in krisengeschüttelten Zeiten: soziale Krise, politische Krise, Wirtschafts- und Handelskrise, Finanz- und Schuldenkrise, Bildungskrise, Energiekrise, demografische Krise, Flüchtlingskrise, Glaubwürdigkeitskrise, Kulturkrise, Glaubenskrise, ökologische Krise und jetzt auch noch die Virenepidemie.
Kein Wunder, dass dieser dauernde Beschuss von Katastrophenmeldungen bei unseren kampferprobten Krankenhausstrategen Ingo und Jupp eine besondere Wirkung zeigt. Bei ihrem monatlichen Stammtischgespräch widmen sich die beiden wieder einmal dem bevorstehenden Weltuntergang.

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Nach uns die Zukunft!

Jetzt ist das Jahr 2019 schon wieder so schnell vergangen. Sogar ein neues Jahrzehnt bricht an, obwohl wir eigentlich noch ein Jahr darauf warten müssten. Aber diesen Fakt haben wir ja schon bei der Jahrtausendwende einfach ignoriert. Ingo und Jupp treffen sich wieder in ihrer Eckkneipe zu einer kritischen Nachbetrachtung. Aber diesmal gerät sie zu einer Rückschau der letzten zehn Jahre. Unglaublich, wie sich die Welt seitdem verändert hat. Und was erwartet uns im kommenden Jahrzehnt? Die Ansichten der beiden gehen da etwas auseinander …

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Die Graswurzeln bewegen sich!

Vor genau sieben Jahren hat sich Jupp im Rahmen seiner Weihnachtseinkäufe mit dem Risikomanagement befasst und ist an der Herausforderung schier verzweifelt. Inwieweit die Risikobewertung für dieses Fest ausreichend war, wird sich erst im Januar zeigen, wenn die Schadensbetrachtung erfolgt ist. Im Dezember 2014 erging sich Ingo Nöhr in der gesellschaftlichen Betrachtung der Risikoursachen. Dies hatte Folgen. Ein Jahr später fasste Ingo angesichts der permanent schlechten Nachrichten zur Wahrung seines Seelenfriedens den Entschluss, sein Umfeld als die Beste aller möglichen Welten mit den Augen des Voltaire‘schen Professor Pangloss zu betrachten. Seitdem geht es ihm im Gegensatz zu seinem Kumpel viel besser.

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Holt endlich die KI in die Regierung!

Die negativen Ereignisse überschlagen sich in der Presse: Das Wahlergebnis in Thüringen zerstört die Mehrheitsfähigkeit einer Regierung; Donald Trump schaut nun wutentbrannt einem drohenden Impeachment-Prozess entgegen; der Brexit lässt weiterhin auf sich warten; die GroKo mit ihren ehemaligen Volksparteien kämpft ums Überleben bis zum Jahresende; Kaiser Franz Beckenbauer ist zutiefst in einem Korruptionsskandal verwickelt. Und nun verliert ausgerechnet Bayern München gegen Eintracht Frankfurt mit unglaublichen 1:5 Toren, nachdem sie fünf Wochen vorher den Champion-League Finalisten Tottenham Hotspur mit 7:2 besiegt hatten.
Mit diesen Nachrichten im Hinterkopf treffen sich Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp wieder zu ihrem monatlichen Stammtischgespräch.

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Unser Gesundheitssystem startet durch!?

Die Weltpolitik schlägt immer irrwitzigere Kapriolen: Donald Trump tobt wild um sich, seit ein CIA-Beamter eine Meldung korrekt auf den Dienstweg geschickt hat. Boris Johnson hat die Queen verärgert und sein Parlament gegen sich aufgebracht. Peking schickt Tausende von Soldaten nach Hongkong. Ein junges Mädchen beschimpft in New York die versammelten Staatsoberhäupter der Welt. Angela Merkel verschlägt mit ihrem Klimapaket den Grünen gerade die Sprache, während ihr Verkehrsminister noch mit seiner teuren Mautaffäre beschäftigt ist. Und VW muss sich vor Gericht mit fast einer halben Million klagewütiger Kunden herumstreiten. Eigentlich genügend Gesprächsstoff für die beiden Pensionäre Ingo und Jupp. Aber es kommt bei ihrem monatlichen Treff in der Eckkneipe ganz anders als erwartet.

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Achtung – die Populisten kommen!

Wieder mal aufregende Zeiten für die beiden Krankenhaus-Recken Ingo und Jupp. Die Weltpolitik schlägt immer absurdere Kapriolen, der Klimawandel macht sich durch Rekordtemperaturen und Super-Hurricanes bemerkbar. In Hongkong wehrt sich die Bevölkerung gegen chinesische Bevormundung. In Wacken treffen sich friedlich 85.000 Heavy-Metal-Freunde, in Cardiff endet die Fußballweltmeisterschaft der Obdachlosen, in Graz die Weltmeisterschaft im Unterwasser-Rugby. Und ängstlich beobachtet von ganz Deutschland schreiten die Sachsen und Brandenburger zur Landtagswahl.

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von Ingo Nöhr

Über Populisten und Klinik-Killer

Der extrem heiße Juli geht als Rekordmonat in die Geschichte der Meteorologie ein. Die Proteste gegen Hongkongs Regierung weiten sich aus und beschäftigen allmählich ganz China. Am Golf riecht es wieder nach Krieg. An den Bahnsteigen geht die Angst vor ausrastenden Psychopathen um. Ein japanischer Forscher darf Mischwesen aus Tier und Mensch erzeugen und bis zur Geburt als menschliches Ersatzteillager heranreifen lassen. Gerät die Zivilisation langsam aus den Fugen? Naht jetzt der Umbruch, den Ingo schon lange erwartet hat? Irritiert vom rasenden Wandel der Welt treffen sich die beiden Pensionäre zu Meinungsaustausch bei ihrem monatlichen Stammtisch.

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Prima Klima?

Junge Leute wie Rezo und Greta haben den politischen Betrieb aus dem Winterschlaf aufgeschreckt. Rechtzeitig vor dem ultraheißen Sommerloch finden weltweit hektische Aktionen statt: die G20-Staaten treffen sich in Japan zu überraschend freundlichen Gesprächen.  Bei der Fußball-Weltmeisterschaft machen die deutschen Frauen eine gute Figur. Politische Macht erleidet empfindliche Dämpfer: zur Rettung der SPD startet ein Dreier-Team, der neue Bürgermeister in Istanbul wird die einträglichen Geschäfte der Erdogan-Clique empfindlich stören, Verkehrsminister Scheuer verstösst mit seiner PKW-Maut gegen EU-Recht, Theresa May schmeißt hin und ihr Erzrivale Boris Johnson will nun den Brexit stemmen. Und die Sonne bringt die Thermometer zum Kochen.

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Die fünfte Gewalt im Staate

Einzelne Personen rütteln wütend an historisch gewachsenen Strukturen und stellen plötzlich fest, dass sich hinter ihnen eine gewaltige Gefolgschaft versammelt hat. So geschehen mit Donald Trump, der mit seiner Twitter-Politik die USA in zwei Hälften spaltete. Nigel Farage erreichte mit seiner nagelneuen Brexit-Partei nach nur vier Monaten ein Drittel aller Wähler und teilte Großbritannien ebenfalls in zwei verfeindete Lager.

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Nieten in Nadelstreifen und die verzockte Zukunft

Die verzockte Zukunft - wie wir das Potenzial der jungen Generation verspielen. So lautet der Titel eines neuen Buches des Mannheimer Hochschulprofessors Gerald Lembke, in dem er gnadenlos mit der Bildungspolitik abrechnet. Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit. Denn die Einschläge zum drohenden Abstieg Deutschlands ins Mittelmaß kommen immer näher. Und nicht nur bei uns. Der Mueller-Bericht konnte Donald Trump in seiner weltweiten Kahlschlagpolitik nicht stoppen, in den europäischen Regierungen machen sich immer mehr inkompetente Populisten breit und die anstehenden EU-Wahlen werden noch mehr Euroskeptiker ins EU-Parlament spülen. Der Brexit entwickelt sich zum Schrecken ohne Ende.
Auf staatliche Kontrollgremien und Aufsichtsstellen kann man sich immer weniger verlassen, wie die aktuellen Skandale von VW, Daimler und Boeing gezeigt haben. In Brasilien müssen sämtliche TÜV-zertifizierte Staudämme neu geprüft werden. Und dazu werden in Berlin jetzt die letzten 2500 Litfaßsäulen abgerissen, denen Erich Kästner mit seinem „Emil und die Detektive“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Kein Wunder, dass sich die Stimmung bei Ingo und Jupp langsam verdüstert und sie den alten Zeiten nachhängen.

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Klimawandel? Auf zum Mond!

Ingo Nöhr und Jupp finden mittlerweile stündlich bei den Inhalten der Nachrichten aufregende Steigerungen. Das britische Parlament kämpft immer noch mit einer Brexit-Entscheidung, indem erst vorsorglich alle möglichen Lösungen ablehnt. Das EU-Parlament hat mit der Urheberrecht-Richtlinie angeblich das Ende des kostenlosen Internets beschlossen und nebenbei dem Springer-Konzern 64% der voraussichtlichen Tantiemen beschert, während die Kleinverlage im Promillebereich der Ausschüttungen angesiedelt sind. Ein Viertel aller KI-Startups nutzt überhaupt keine künstliche Intelligenz. Auf dem Mount Everest schmilzt der Schnee und Boeing erwartet milliardenschwere Regressforderungen. Aber die Sensation ist doch (wieder mal) eine Twitternachricht vom GröPaZ Donald Trump. Aufgeregt treffen sich die beiden am 1. April wieder in ihrer beliebten Eckkneipe zu einem Stammtischgespräch.

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Spahn killt unsere Gesundheitswirtschaft!

Jupp und Ingo stoßen bei ihrem monatlichen Frühschoppen zeitlich immer öfter an ihre Kapazitätsgrenzen, zu sensationell sind die täglichen Neuigkeiten, die auf die beiden einprasseln. Der Brexit nimmt wunderliche Formen an und wir dürfen immer häufiger den britischen Parlamentssprecher John Bercow genießen. Trump stellt sich mit seinem Veto gegen die Notstandsabsage gegen seine eigenen Parteimitglieder, während ihn ein Dutzend Untersuchungsausschüsse akribisch unter die Lupe nehmen. Hunderttausende von Schülern demonstrieren während der Unterrichtszeit für eine lebenswerte Zukunft und ziehen der verschlafenen GroKo klimatechnisch die Hammelbeine lang.

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Über Freunde im Leben

Das heutige Treffen in der Stammkneipe steht bei unseren Freunden Ingo Nöhr und Jupp ganz im Zeichen vom jüngsten Ableben eines Modezaren. Seine Weisheiten im Vorfeld des bevorstehen­den Karnevals und aktuellen Politikrummels erhalten für die beiden eine tiefere Bedeu­tung und erklären das derzeitige Weltge­schehen.

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Der Große Bruder - über vertrauliche Daten und unzuverlässige KI

Das Jahr begann wieder mit vielen Schlagzeilen. Gesundheitsminister Jens Spahn wirft einen Versuchsballon nach dem anderen hoch und beobachtet die Reaktionen, um dann bei seinen Gesetzesentwürfen gezielter zuschlagen zu können. Die Dieselaffäre hat nun auch einen internen Streit unter den Pneumologen ausgelöst, sehr zur Freude von Verkehrsminister Scheuer, der nun die ungeliebte Diskussion über Fahrverbote und Tempolimits auf andere Schultern verteilen kann. Die Brexit-Debatte im britischen Parlament machte den Unterhaussprecher John Bercow mit seinen „ORDER!“ Rufen zum Fernsehstar. Über die deutsche Politik bestimmen immer mehr nichtgewählte Leute namens McKinsey und Roland Berger.

Nur Donald Trump sorgt mit seiner paranoiden Twitterpolitik weiterhin verlässlich für die Unterhaltung beziehungsweise Aufregung in der Welt. Dabei hat die Natur so langsam alles durch, was sie gegen die Klimawandelzweifel von Trump anbringen konnte: Flächenbrände, Erdbeben, Super-Hurricanes, Blizzards, antarktische Temperaturen ... aber Trump ist immer noch im Amt.

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Same procedure …? Diesmal nicht mehr!

Wieder einmal ist ein Jahr vergangen und es wird Zeit für eine kritische Nachschau. Nach alter Tradition treffen sich Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp zu ihrem monatlichen Stammtischgespräch über die Weltlage in ihrer alten Eckkneipe. Etwas verkatert und noch die letzten Feinstaubreste der Silvesterkracher aushustend beginnen die beiden mit ihrer Bestandsaufnahme.
Welche Überraschungen hat wohl das neue Jahr parat? Wird alles noch schlimmer, wie der pessimistische Jupp glaubt? Oder gibt es schon das Licht am Horizont, welches Ingo in seinem unerschütterlichen Optimismus erwartet?

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von Ingo Nöhr

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Das Vaginalnetz vom Obsthändler

Der Monat November war rappelvoll mit aufregenden Ereignissen im Gesundheitswesen: die Klagewelle der Krankenkassen wegen Abrechnungsbetrug, die Geburt von genmanipulierten Zwillingen in China, die MEDICA in Düsseldorf, die ImplantFiles. Diskussionsstoff genug für Ingo und Jupp bei ihrem monatlichen Stammtischtreffen in der Eckkneipe.

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Früher war alles (besser) anders!

Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp werden seit Wochen mit Meldungen überschüttet, dass etwas so noch nie vorher passiert sei: die Hitzewelle, die lange Dürreperiode, der Aufstand in der CDU bei der Fraktionssitzwahl, der Kashoggi-Mord in der Istanbuler Botschaft von Saudi-Arabien, die Fahrverbote für Dieselautos. Der Höhepunkt war aber sicherlich der Absturz der großen Parteien bei den Wahlen in Bayern und Hessen und der Rücktritt von Angela Merkel vom Parteivorsitz. Sollten dies schon die von Ingo angekündigten Anzeichen des großen Wandels sein?

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Die Arroganz der Macht – oder wenn die Ohnmächtigen nicht mehr folgen wollen

Nach der Sommerpause geht es wieder rund in der Politik. Nicht nur Jens Spahn findet durch seine unbedachten Äußerungen zielsicher neue Fettnäpfchen, auch unsere Regierungen erfreuen bzw. erschrecken uns mit zunehmend verrückteren Aktionen. Der Lack an den Denkmälern der Mächtigen in Politik, Wirtschaft und im Show-Business wird immer stärker verkratzt – aufmerksam beobachtet und kritisch registriert von unseren pensionierten Krankenhaus-Vertretern Ingo und Jupp während ihrer monatlichen Stammtischrunde.

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von Ingo Nöhr

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Über die heldenhaften Verteidiger unserer Daten – und vom Datenklau beim Friseur und anderen Gefährdern

Eigentlich wollten sich Ingo Nöhr und Jupp beim heutigen Stammtischtreffen über die üblichen Themen wie der Hitzewelle, der Sicherheit von Autobahnbrücken und dem Chaos in der Regierung unterhalten. Auch der neue Aufreger von Gesundheitsminister Jens Spahn, die elektronische Gesundheitskarte nicht mehr in einem geschlossenen System abzulegen, versprach viel Gesprächsstoff. Doch dann schlug sie unvermittelt zu: - die Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO.

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von Ingo Nöhr

DSGVO in der Arztpraxis

„Hey, Sie da dahinten rechts. Haben Sie die Nummer 37? Kommen Sie bitte mit!“
Wussten Sie schon, dass gemäß der Datenschutz-Grundverordnung die Arzthelferinnen Patienten im vollen Wartezimmer nicht mehr mit ihrem Klarnamen aufrufen dürfen? Der fällt nämlich unter Datenschutz, da sonst unbefugte Dritte die vertrauliche Information erhalten, wer sich hinter diesem Gesicht verbirgt. Das die DSGVO noch viel schlimmere Auswirkungen haben kann, zeigt die folgende Geschichte auf.

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von Ingo Nöhr

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Über Politiker, Manager und (andere) Psychopathen

Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp blicken in der Politik auf einen ereignisreichen Monat zurück. Ein einzelner Staatsmann lehrte den Europäern und der NATO das Fürchten, verstörte die englische Premierministerin sowie die Queen mit seinem Benehmen und fand in Helsinki zum Entsetzen seiner Landsleute einen neuen großartigen Freund – einen „lupenreinen Demokrat“ wie Gerhard Schröder schon einmal feststellte. Ein deutscher Heimatminister provozierte einen ordentlichen Ehekrach zwischen zwei Schwesterparteien und das Problem der Flüchtlingsströme bleibt weiterhin ungelöst. Nach den Bankern geht es nun auch den Managern in der Autoindustrie an den Kragen, weil sie aus wirtschaftlichen Gründen den Kunden nicht ausreichend ernst genommen haben. Aber immerhin, schon 73% der Amerikaner haben aus eigener Erfahrung erkannt, dass die globale Erwärmung doch keine Erfindung der chinesischen Propaganda ist.

Stoff genug also für unsere schweißgebadeten Krankenhausstrategen, sich beim monatlichen Talk in der Eckkneipe wieder einmal Gedanken über den Zustand der Welt zu machen.

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Auf der Suche nach der richtigen Körpersprache

Kurz nach dem blamablen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft treffen sich Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp wieder zu ihrem monatlichen Umtrunk in der Stammkneipe. Während der optimistische Ingo noch eine gute Stimmung vor sich her trägt, trifft er auf einen tiefdeprimierten Jupp. Der hatte sich für die 64 WM-Spiele in Erwartung des Finalspiels des deutschen Teams im Wohnzimmer eine fähnchen-geschmückte Videoecke mit Sofas, Großbildschirm, Stereosound und einer gutgefüllten Hausbar eingerichtet. Die Vorräte an Bier und Knabbereien hätten für die vier Wochen voll ausgereicht.

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Rettet uns vor den Datensammlern und Datenschützern!

Beim monatlichen Stammtischtreff von Ingo Nöhr und seinem Kumpel Jupp kann es diesmal nur ein Thema geben: die europäische Datenschutz-Grundverordnung, die nach zwei Jahren Übergangszeit uneingeschränkt auch ins deutsche Recht übergegangen ist. Aufgeregt verfolgen nun die beiden die Auswirkungen in der Praxis – erwartungsgemäß wieder ein Chaos mit vielen Missverständnissen und Desinformationen. Jetzt trifft es auch viele kleinere Unternehmer und sogar Privatleute. Eine doppelte Fragestellung: wer schützt uns vor den Datensammlern UND den Datenschützern?

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Konsultiere doch mal deinen Dr. Smartphone!

„Die Telefonie erlaubt es, andre zu erreichen, ohne auf sie zuzugehen“
(Dr. Ernst Reinhardt, Schweizer Aphoristiker, *1932)

Es gibt auch Lichtblicke in den zunehmend desolateren Lebenserfahrungen von Ingos Kumpel Jupp. Nachdem Donald Trump den Handelskrieg mit Europa und China auslösen will, um von seinen Problemen mit den Frauen, Parteifreunden und Russen abzulenken, Gesundheitsminister Jens Spahn trotz 210.000 Aufforderungen nicht mal einen Monat lang Hartz 4 ausprobieren möchte, die grausamen Kriege in Syrien und Jemen mit unvorstellbaren Leiden zum Wohle der deutschen Waffenindustrie weitergeführt werden; … - da kommt Jupp ganz stolz mit seiner neuesten Errungenschaft zum monatlichen Stammtischgespräch in die traditionelle Eckkneipe: einem neuen Smartphone.

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Die große Gesundheitsverschwörung

Ingo Nöhr ist entsetzt. Zu ihrem monatlichen Stammtisch erscheint am 1. April sein sichtlich geschwächter Kumpel Jupp schwer angeschlagen. „Mensch Jupp, was ist denn mit dir passiert? Du hast ja ein paar Pfund abgenommen. Hattest du eine Lebensmittelvergiftung?“ – „Quatsch! Die letzten zwei Wochen hat mich die Grippe flachgelegt. Trotz Impfung! Ich lag nur noch apathisch im Bett und habe mein Ende erwartet. Jetzt komme ich aber langsam wieder auf die Beine.“ Ingo zeigt sich mitfühlend. Er hatte die Grippewelle einfach verpasst. Es lag wohl an seiner Impfung mit dem teueren Vierfach-Grippeimpfstoff. Er beschließt, es besser nicht zu erwähnen, sonst regt sich Jupp nur wieder über die Zwei-Klassenmedizin auf.

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Lasst doch mal die KI-Roboter ran!

Kommt die große Koalition? Werden in Kürze alle Dieselautos verramscht? Können wir bald alle kostenlos Bus fahren? Was machen die Nordkoreaner nach der Olympiade? Werden die amerikanischen Schüler die NRA-Waffenlobby kleinkriegen? Warum kämpfen in Syrien nicht schon längst russische Kampfroboter gegen amerikanische Cybersoldaten? 

Wichtige Fragen, die sich erst in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden werden. Doch ein beständiger Aspekt zieht sich durch diese Unsicherheit – die Qualifikation der Akteure. Sollten nicht doch besser die KI-Roboter Entscheidungen treffen?

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Der Internationale Tag des Stammtisches

Jupp und Ingo haben den ersten Monat des neuen Jahres hinter sich gebracht. Es fing schon mit einem Paukenschlag an, als ein internationales Team von IT-Sicherheitsexperten bei einem Großteil der seit 20 Jahren produzierten Mikroprozessoren zwei gravierende Sicherheitslücken fanden. Der 39. Bayerische Filmpreis geht an einen Film namens „Die beste aller Welten“. Dagegen verweigert ein EU-Gericht dem Titel der Fack-Ju-Göte Filme den Markenschutz, weil – welch Überraschung – er „eine anstößige und vulgäre Beleidigung“ darstelle. Die zutiefst verfeindeten Staaten Nord- und Süd-Korea wollen gemeinsam auf der Olympiade auftreten. Und zudem zeigte sich die Natur reichlich stürmisch.

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The same procedure as every year?

Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben.
Macht euch nur von dieser Anschauung los, …  
und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.
(Christian Morgenstern)

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Wozu brauchen wir eigentlich noch eine Regierung?

Traditionell treffen sich Ingo Nöhr und Jupp im Dezember zum alljährlichen Rückblick und wagen ein paar vorsichtige Prognosen für das kommende Jahr. Jeder auf seine Art – Jupp träumt von den guten alten Zeiten, wo noch die Welt in Ordnung war. Optimist Ingo dagegen erwartet eine abrupte Wende zum Besseren, nachdem die klassischen Instrumente des Regierens und der Problembehandlung zuneh­mend versagen. Er glaubt immer noch an das Gute im Menschen. Nostalgisch vertiefen sich die beiden in ihre Aufzeichnungen der letzten Jahre.

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Das Gewehr im ersten Akt

Ingo Nöhrs Kumpel Jupp kommt etwas angeschlagen zum monatlichen Treff in der Eckkneipe. Augenscheinlich hat ihm die Halloween-Nacht mächtig zugesetzt. Vermutlich leidet er gerade wieder an einer Überdosis von schlechten Nachrichten, wie sich schnell im Gespräch herausstellt.

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Die Verlierer an der Macht

Es ist das erste Treffen nach der bemerkenswerten Bundestagswahl. Wie vorauszusehen scheint unser Optimist Ingo Nöhr vom Wahlergebnis relativ unbekümmert zu sein, während sein Kumpel Jupp niedergeschlagen zum traditionellen Stammtisch in der Eckkneipe schleicht. Wie soll es in Deutschland in den nächsten Jahren weitergehen? Wird die neue Regierung endlich die brachliegenden Problemfelder energisch genug angehen? Oder werden sich die Politiker wieder in ihrem Klein-Klein verzetteln und nichts Innovatives voranbringen? Fragen, die unsere altergrauten Krankenhausstrategen natürlich besonders bewegen. So bringt der erste Kommentar die Debatte gleich auf den Punkt.

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von Ingo Nöhr

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Wir bauen uns eine künstliche Intelligenz!

Unsere menschlichen Experten Ingo und Jupp befassen sich angesichts der Weltlage mit der neuen Krone der Schöpfung, die schon am Horizont sichtbar wird: die künstliche Intelligenz. Sie soll die Welt besser machen und möglichst bald von der menschlichen Dummheit befreien. Klima­wandel, Kriegslüsternheit, Religions­fanatismus, Umweltzerstörung, … - nichts davon wird der menschliche Geist in abseh­barer Zeit in den Griff bekommen. Die ersten, hochwill­komme­nen Vorboten kümmern sich schon um profane Tätig­keiten wie Putzen, Rasenmähen und das Kommunizieren zu Hause. Sie übernehmen unsere motorisierte Fortbewegung, lernen unsere Vorlieben kennen und saugen unser Wissen ab. Lösen sie uns auch bei den ungeliebten Pflegetätigkeiten der alten, behinderten oder dementen Leute ab? Werden sie uns schließ­lich unter Vormundschaft nehmen, damit wir in der Welt nicht noch weiteren Schaden anrichten können?   

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von Ingo Nöhr

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Die Roboter-Invasion

Gratulation! Die pensionierten Krankenhausrecken Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp feiern ein Jubiläum. Seit fünf Jahren debattieren sie in nunmehr sechzig Stammtischrunden über die Merkwürdigkeiten in der Welt, meistens sehr kontrovers. Vor allem, seit sich Ingo aus lauter Verzweiflung über das Zeitgeschehen in einen strammen Optimisten gewandelt hat. Immer auf der Suche nach dem guten Kern in dem Schlamassel und dabei von einer passenden Karikatur von Rippenspreizer begleitet. In der heutigen Runde bemühen sie sich, mit der digitalen Gesellschaft klarzukommen. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass beide die meiste Zeit ihres Berufslebens mit Wählscheibentelefonen verbracht haben.

Anmerkung: Ihre minutiös aufgezeichneten Gespräche haben mittlerweile einen größeren Leserkreis gefunden. Um Ihnen einen Überblick über die Vielfalt der angesprochenen Themen zu ermöglichen, stellen wir in Kürze eine Tabelle über alle bisherigen Folgen mit Schlagworten und Zitaten bereit. Auch die Suchfunktion dieses Portals leistet schnelle Hilfe zum Auffinden der entsprechenden Stammtischrunde. 

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Man gewöhnt sich an alles!

Die digitale Reizüberflutung zeigt auch bei unseren Kollegen Ingo Nöhr und Jupp ihre Wirkung. Was vor wenigen Jahren noch zu einer langanhaltenden Aufregung und Diskussionen geführt hätte, wird heutzutage schon am nächsten Tag von neuen Sensationen abgelöst. Eine gewisse Abgeklärtheit und wachsende Abstumpfung gegenüber den Herausforderungen ist die allgemeine Abwehrreaktion. Kapriolen der Natur wie Überschwemmungen, Orkane und Tornados in Deutschland nimmt man schon achselzuckend als Konsequenz des Klimawandels hin. Betrügereien und Abzockereien im großen Stil regen uns nicht mehr wie früher auf. Eine Weltsensation ist keine, wenn sie keiner zur Kenntnis nimmt. Kleine Meldungen können allerdings eine unabsehbare Wirkung erzielen, die auch den normalen Bürger genauer hinschauen lassen.

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Auf dem Weg zum Krankenhaus 5.0

Der Monat Mai hatte für unsere pensionierten Krankenhausexperten Ingo und Jupp wieder mal eine Fülle von aufregenden Ereignissen zu bieten: die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, der spannende Regierungswechsel in Frankreich, die Bombenattacke auf den BVB-Bus, der terroristische Anschlag in Manchester, die ereignisreiche Auslands-Tournee von Donald Trump, mit der er Abstand zu den FBI-Ermittlungen zur Russland-Connection gewinnen wollte, nachdem er den FBI-Direktor kurzerhand gefeuert hatte, … kurzum – genügend Stoff für mehrere Sitzungen in ihrem beliebten Stammlokal an der Ecke.
Aber ein Ereignis ragte trotzdem heraus und stellte alle bisherigen Themen in den Schatten.

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Lauf doch weiter, du Depp!

Jupp präsentiert wieder sein typisches Pessimistengesicht, als er sich zum monatlichen Stelldichein in der Eckkneipe einfindet. Pessimist zu sein hat den Vorteil, dass man entweder ständig recht behält oder später nur angenehme Überraschungen erlebt. Sein Freund Ingo Nöhr hat sich schon längst an sein deprimiertes Weltbild gewöhnt und kann sich denken, was Kumpel Jupp in den letzten vier Wochen an Läusen über die Leber gelaufen ist.

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Die Stechmücke im Schlafzimmer

Der langerwartete Beginn des Frühlings hat bei unseren beiden altgedienten Klinikrecken Jupp und Ingo Nöhr eine etwas nachdenkliche Stimmung ausgelöst, die angesichts der beunruhigenden Ereignissen in der Welt in philosophischen Betrachtungen über die menschlichen Ursachen mündet. Zuerst müssen sie sich aber noch mit dem Aprilscherz eines unbekannten Zeitgenossen auseinandersetzen, der die Eingangstür ihrer beliebten Eckkneipe mit einem rotweißen Absperrband und einem amtlich aussehenden Schild blockierte: „Heute nur Zugang für Anti-Alkoholiker und Milchtrinker - 1. April = Welt-Antidrogentag“.

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Disruptive Politik - oder wie man in kurzer Zeit die Welt neu gestaltet

Die absurden Bilder der Weltpolitik werden nur noch vom Höhepunkt des Karnevals übertroffen. Die pensionierten Krankenhausstrategen Ingo Nöhr und Jupp treffen sich in der närrischen Zeit wieder zum traditionellen Plausch am Stammtisch in ihrer Eckkneipe. Die aktuellen Meldungen im Gesundheitssektor über Grippewelle und Masernausbrüche werden überlagert von den Kapriolen einiger Staatsmänner. Haben diese die Macht, den Lauf der Weltgeschichte zu verändern? 

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Über Twitter-Präsidenten, Krisenchancen und Deutschland 4.0

Ingo Nöhr und sein Freund Jupp treffen sich wieder zum monatlichen Gedankenaustausch in ihrer Eckkneipe. Angesichts der rasanten Entwicklungen in den USA und deren weltweiten Auswirkungen müssten diese Treffen eigentlich wöchentlich oder noch öfter stattfinden. Der Schweizer Max Frisch sagte einmal: „Technik ist ein Kniff, die Welt als Widerstand aus der Welt zu schaffen, beispielsweise durch Tempo zu verdünnen, damit wir sie nicht erleben müssen.“ Sind dies schon die Anzeichen des bevorstehenden Zusammenbruchs von verkrusteten Systemen, die wegen der politischen Verfilzung und Korruption nicht mehr reformiert werden können? Steht uns in Europa und Deutschland bald ähnliches bevor? Gibt es noch wirksame Reparaturmechanismen, die den drohenden Kollaps auffangen können? 

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Das Jahr der Besten aller möglichen Welten

 „Es ist erwiesen,“ sagte Meister Pangloss, „dass die Dinge nicht anders sein können, denn da alles zu einem Zwecke erschaffen worden ist, geschah es notwendigerweise zu einem besten Zwecke.“ So begann für die beiden pensionierten Krankenhausstrategen Ingo Nöhr und sein Freund Jupp das Jahr 2016 mit einem Zitat aus Voltaires „Candide und die Beste aller möglichen Welten“. Es war die Geburtsstunde des Optimismus bei Ingo als Kontrast zum pessimistischen Jupp. Ingo wollte sich einfach nicht mehr über die Schlechtigkeit der Welt ärgern und machte sich auf die Suche nach dem Guten im Schlechten. Beide halten noch etwas verkatert in ihrer Stammkneipe eine Rückschau. 

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Die Welt im Umbruch? – ein Rückblick auf die Zukunft

Das Jahr 2016 ist fast vorüber und der Rückblick unserer beiden Freunde Ingo Nöhr und Jupp fällt erwartungsgemäß unterschiedlich aus. Jupp wird durch die vielen Negativmeldungen der letzten Monate zunehmend deprimierter, während der optimistische Ingo hoffnungsfroh den Neubeginn aus der verfahrenen Weltsituation erwartet. Die beiden Sichtweisen prallen beim monatlichen Stammtisch in ihrer Eckkneipe wieder einmal aufeinander.

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Über die erwachende Macht der Verlierer

Da haben ein paar unbeugsame Wallonen der Wirtschaftswelt kürzlich gezeigt, dass sie sich nicht ungestraft dem Diktat der Mächtigen unterwerfen wollen. Wie weiland Asterix und Obelix im gallischen Dorf bestanden sie auf ihre Interessen, weil sie sich partout nicht von der Politik vertreten gefühlt haben. Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp analysieren diese Erscheinung bei ihrem monatlichen Stammtischabend und entdecken erstaunliche Parallelen.

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Neue (Männer) Ideen braucht das Land!

Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“ Mark Twain


Bei ihrem monatlichen Stammtisch in der beliebten Eckkneipe halten Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp wieder eine Rückschau über die Ereignisse der letzten vier Wochen. Nach dem Sommerloch kommt die Politik wieder in Gang, geschockt durch die letzten Wahlergebnisse. Ans Regieren ist bis zum November 2017 eigentlich nicht mehr zu denken, permanenter Wahlkampf ist angesagt. Jetzt geht es darum, die massiven Zuströme der unzufriedenen Bürger von den ehemaligen Volksparteien zur AfD zu stoppen. Dabei könnte doch gerade dieser fast unaufhaltsame Trend der Wähler-Rebellion endlich mal dazu führen, die bisherigen Denkweisen und Strategien einer kritischen Revision zu unterziehen.

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Das Sommerloch

Wie jedes Jahr stellt das Sommerloch eine besondere Herausforderung für die Medienlandschaft dar. Worüber soll man berichten, wenn die halbe Bevölkerung Deutschlands auf Reisen ist und die Kapriolen unserer Politiker wegen der Sommerpause des Bundestages plötzlich ausbleiben. Aber immerhin hat die Europameisterschaft im Fußball und die Olympiade noch für genügend Gesprächsstoff gesorgt. Ingo Nöhr und sein Kumpel halten eine kurze Rückschau auf diese Periode und finden ein paar bemerkenswerte Ereignisse, über die sie beim monatlichen Stammtisch reden können.

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Simplify your life – oder die Verführung der einfachen Lösungen

Wir leben in aufregenden, in hohem Maße beunruhigenden Zeiten. Das belegen zumindest die Schlagzeilen der letzten Wochen. Grund genug für unsere beiden Diskutanten Ingo Nöhr und Jupp, sich beim monatlichen Stammtisch mit dieser Problematik zu beschäftigen. Ein Blick in ein uraltes Prinzip des Qualitätsmanagements könnte vielleicht den Blick auf Lösungen verbessern.

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Was hat der BREXIT mit einem römischen Pferdehintern zu tun?

Die Europa-Meisterschaft im Fußball und die zukünftige Gestaltung der Europäischen Union sind naturgemäß die Hauptthemen beim monatlichen Treffen der alten Klinikhaudegen Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp. Beim Bier in der Eckkneipe dreht es sich wieder um die unterschiedlichen Sichtweisen der Beiden hinsichtlich des aktuellen Weltgeschehens. Welches sind denn die eigentlichen Hintergründe und was kann man daraus für das Gesundheitswesen lernen?

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Vom Sterben der Dinosaurier

Nachdem Jupps PC in den letzten Jahren durch nicht-löschbare Windows 7-Update-Daten (Stichwort WinSxS) von Microsoft zugemüllt und dadurch immer langsamer wurde, ist er schweren Herzens auf Windows 10 umgestiegen. Was ihn aber begeistert, ist die neue Mini- PC-Generation. Dieser sichtbare Fortschritt löst beim aktuellen Stammtisch der beiden ein tiefsinniges Grübeln über den weiteren Lauf der Welt aus.

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Der einfache Weg zum Glück

Was wir bisher gelernt haben: Sobald ein Optimist ein Licht erblickt, das es gar nicht gibt, findet sich ein Pessimist, der es wieder ausbläst. Dabei hat der Optimist nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, er lebt aber fröhlicher. Der neue Konflikt zwischen Ingo Nöhr und seinem Kumpel Jupp hat sich im Laufe der Monate verfestigt. Jupp ist weiterhin der Meinung, dass Optimismus nur durch einen Mangel an Informationen erzeugt wird. So dreht sich das Gespräch beim traditionellen Stammtisch in der Eckkneipe wieder um das alte Thema: Ist der Pessimist etwa nur ein Optimist, der nachgedacht hat?

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Über Helikoptergeld – oder wie begeistert man sein Volk

Jupp war nur noch ein Schatten seiner selbst, wie er so verloren und verzweifelt am Stammtisch in unserer Eckkneipe saß, obwohl um ihn herum die Natur zu einer gewaltigen Wiedergeburt angesetzt hatte. Konnte ich ihn bei unseren letzten monatlichen Treffen noch mit dem Fünkchen Hoffnung im Chaos des gegenwärtigen Lebens aufmuntern, so hatte ihm wohl der Ausgang der drei Landtagswahlen endgültig den Rest gegeben. Der lang erwartete Abgrund hatte sich vor ihm aufgetan, die Gesellschaft, ja sogar die Zivilisation war am Ende. Müde hob er sein Haupt von der Tischkante und starrte mich mit einem Blick des Horrors an.

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Wo bleibt der Ruck? – Retten uns die Roboter?

Unser Freund Ingo Nöhr glaubt nun schon im dritten Monat an das Gute im Schlechten. Angesichts weiterer Horrormeldungen in den täglichen Nachrichten ist sein Kumpel Jupp gespannt, wie Ingo seine positive Lebenseinstellung noch durchhalten will. So kommt es beim monatlichen Stammtisch in der Eckkneipe wieder unvermeidlich zum Lieblingsthema der Deutschen: die Untergangsvision.

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Vom Guten des Schlechten

Letzten Monat hatte Ingo Nöhr nach der Lektüre von Voltaires Candide verkündet, dass er die Welt mit einer Rosa-Brille betrachten will. Er ist die ständigen Krisenmeldungen leid und er möchte endlich wieder optimistisch durchs Leben gehen. Heute trifft er auf einen wütenden Jupp, der zudem noch als überzeugter VW-Besitzer unter dem Abgasbetrug leidet. Der traditionelle Besuch in der Eckkneipe wird sich wohl zu einem Testfall für Ingos neue Philosophie entwickeln.

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Candide und die Beste aller möglichen Welten

»Es ist erwiesen,« sagte Meister Pangloss, »dass die Dinge nicht anders sein können, denn da alles zu einem Zwecke erschaffen worden ist, geschah es notwendigerweise zu einem besten Zwecke. Beachtet wohl, dass die Nasen zum Tragen von Brillen erschaffen wurden, und so haben wir denn auch Brillen! Beine sind offenbar zum Tragen von Stiefeln eingerichtet, und wir haben Stiefel! Die Steine sind so gebildet, dass man sie behauen und Schlösser daraus erbauen kann, und so hat der gnädige Herr denn auch ein sehr schönes Schloss, und zwar muss der größte Baron der Provinz am besten behaust sein! Da die Schweine zum Essen erschaffen wurden, so essen wir eben auch das ganze Jahr über Schwein. Aus allem diesen geht hervor, dass jene, so behauptet haben, alles sei gut, eine Dummheit sagten: sie hätten sagen müssen, alles sei zum Besten.«

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Über die Ohnmacht der Politiker, die neuen Grenzen und Krisen-Angela

Ingo Nöhr und sein Kumpel sitzen in nachdenklicher Stimmung bei ihrem obligatorischen Bier in ihrer traditionellen Eckkneipe, die bereits weihnachtlich ausgeschmückt ist. Gerade wurde Helmut Schmidt zu Grabe getragen. Eine deutsche Legende und weltweit geachteter Staatsmann. Als im Februar 1962 bei einer Sturmflut in Hamburg die Deiche brachen, setzte er als Innensenator alles, was nur irgendwie eine Uniform trug, zur Rettung seiner ertrinkenden Bürger ein. Bundeswehr, Nato-Truppen, Bundesgrenzschutz, Luftschutz – alles nicht in seiner Zuständigkeit und entgegen dem Grundgesetz. Als selbstdeklarierter Krisenmanager ignorierte er sämtliche zuständigen Senatoren und Beamten („Die hätten uns ja nur gestört!“) und erteilte als ehemaliger Bundeswehrhauptmann knallharte Befehle, die keine Widerrede duldeten. Alle hörten auf sein Kommando.Und wer im Krisenstab durch lange Redereien „den Laden aufhielt, dem habe ich einfach das Wort entzogen“. Dies brachte ihm den Spitznamen „Schmidt-Schnauze“ ein, aber damit rettete er Tausenden von Hamburgern das Leben.

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Wer schützt uns vor den Daten? – Ein Exkurs über Tante Emma, Oettinger, Obama und Platon

In den letzten Monaten sind Jupp und ich immer mehr in die digitale Welt eingedrungen. War sie vor einiger Zeit fern von unserem Lebensraum noch ein Tummelplatz von Freaks, so müssen wir nun erkennen, dass sie schon lange unseren Alltag beeinflusst. Täglich werden wir mit Nachrichten aus der Datenwelt bombardiert, und diese dienen nicht immer unserer Beruhigung. So ist es nur verständlich, dass auch bei diesem Treffen in unserer Eckkneipe das Thema Digitalisierung die Hauptrolle spielt. Natürlich sind es wieder die aktuellen Meldungen in den Medien, die für aufregenden Neuigkeiten sorgen: Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität, Safe Harbour-Urteil und die üblichen Datenschutz-Skandale.

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Der smarte Anzug

Seit dem letzten Treffen von Ingo und Jupp haben sich in den Medien die aufregenden Nachrichten regelrecht überschlagen. Besonders die datentechnischen Innovationen in den Dieselmodellen von VW haben beide beeindruckt. Jupp hat sofort ein paar Ideen für weitere Entwicklungen parat. Wie die beiden bei ihrem monatlichen Gedankenaustausch in ihrer Eckkneipe feststellen, rückt die digitale Revolution den Menschen immer näher „auf den Pelz“.

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Big Data oder Big Brother?

So stolz hatte ich Jupp schon lange nicht mehr bei unseren monatlichen Treffen in der Eckkneipe angetroffen. Er platzte fast vor Mitteilungsbedürfnis. Ich konnte mich also wieder auf einen interessanten Abend freuen.

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Der perfekte Patient

Jupp trifft heute mit einer sehr schlechten Laune zu unserem traditionellen Stammtisch ein. Er musste gerade stundenlang beim Hausarzt auf eine Tetanusspritze warten, weil er sich bei der Gartenarbeit leicht verletzt hatte. 

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Der neue Mensch 4.0

Wir leben in einer spannenden Zeit, einer Revolution. Der digitalen Revolution. Uns alten Hasen wird sie wohl nichts mehr anhaben können, wir schauen der Entwicklung staunend aus der zweiten Reihe zu. Aber plötzlich entsteht um uns herum eine gewaltige Unruhe. Höchste Zeit, dass Jupp und ich uns mal mit diesen neuen Phänomenen mit der magischen Zahl 4.0 befassen. Was kann dazu besser passen als unser monatlicher Stammtisch in unserer Eckkneipe. 

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Der zivile Ungehorsam

Zu unserem monatlichen Treff in der Stammkneipe kommt ein reichlich frustrierter Jupp herein. Er hat sich mal wieder über die Politiker geärgert. Jetzt auch noch die zu erwartenden Enthüllungen über die FIFA-Mafia. Er hat im letzten Monat wohl zu viel Negatives in den Zeitungen gelesen.

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Über die Tischkante geschaut ...

Nachdem allerorten heftig "über den Tellerrand" gelugt wird, unternehmen unsere beiden Krankenhausexperten Ingo Nöhr und Jupp den Versuch, mal etwas weiter bis über die Tischkante zu gucken. Jupp hat in letzter Zeit erstaunt die technologischen und politischen Umwälzungen verfolgt und so machen sich beide beim traditionellen Bierabend in der Eckkneipe ihre  Gedanken über die möglichen Konsequenzen.

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Ingo Nöhr April 2015: Not-Aus oder weiter so?

Ingo Nöhr und sein Kumpel Jupp, der pensionierte Technikleiter treffen sich wieder zu ihrem monatlichen Stammtisch in der Eckkneipe. Allerdings ist die Stimmung angesichts des Absturzes des Germanwings-Flugzeuges und seiner schrecklichen Umstände sehr bedrückt. Die Stadt Haltern ist nicht weit entfernt und so ist das tragische Unglück nah. 

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Unsere schöne digitale Welt

Mein Kumpel Jupp erschien zu unserem monatlichen Stammtisch in der Eckkneipe mit denkbar schlechter Laune. Auf Befragen erfuhr ich, dass er mit seinem neuen Auto beim Rückwärtsparken einen Blumenkübel übersehen hatte und seitdem eine hässliche Beule in der rechten Seitentür spazierenfährt.

  • Jupp, gräm dich nicht. Dein nächster Wagen sollte ein digitales Selbstfahrer-Auto sein, da kannst Du beim Fahren lesen, Filme schauen oder schlafen. Ideal beim Einparken, bei langen Fahrten und Staus, die es dann eigentlich nicht mehr geben dürfte, weil die Verkehrsströme alle elektronisch gelenkt werden.

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Hurra! Mein Gesetzgeber wird wieder innovativ!

Hallo, Jupp. Ich habe rechtzeitig zu Weihnachten von unserer Regierung wieder ein nettes Geschenk erhalten: den Entwurf zum Versorgungsstärkungsgesetz und das Eckpunktepapier der Bund-Länder AG zur Krankenhausreform 2015. Starke Lektüre. Das Krankenhaus der Zukunft!

  • Sag mal, Ingo. Das hast du alles gelesen? Kannst du nicht mal einen Krimi oder Thriller zur Hand nehmen und mir davon erzählen? Du willst mich doch nicht etwa mit diesem fürchterlichen Gesetzesquark langweilen. 

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von Ingo Nöhr

Wir danken dem Krankenhaus Kommunikations Centrum für die freundliche Erlaubnis, das Foto verwenden zu dürfen. Mehr Infos dazu sind unter http://www.kkc.info zu finden.
Vielen Dank, www.kkc.info!

Wer nur einen Hammer besitzt, …

  • Na, Jupp, was wünschst du dir denn vom neuen Jahr?

Jupp zog ein bekümmertes Gesicht, was nicht nur auf die durchzechte Silvesternacht zurückzuführen war.

Das endlich mal die Dummheit in der Welt abnimmt. Wo du hinschaust: Parteipolitiker, Staatslenker, Gesundheitsprofis, ja sogar bei den Sportlern - überall springt dir die Dummheit schmerzhaft in die Augen.  Konfuzius hat mal gesagt: „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten“. Wir sind Heerscharen von Führern und Meinungsmachern mit beschränktem Horizont ausgeliefert, die partout nicht aus alten Fehlern lernen können oder wollen. Es ist unglaublich, was sie im letzten Jahr wieder für einen Schaden in der Gesellschaft angerichtet haben.

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Welches Risiko – meins oder deins?

Jupp, lass uns mal wieder über Risikomanagement reden. Eine große Klinik im Badischen lieferte gerade ein schönes Beispiel dafür.

  • Ach Ingo, für die kommt doch das Risikomanagement viel zu spät. Die brauchten ein Krisen- und Katastrophenmanagement viel nötiger. Die Hinrichtungen durch die Medien waren doch schon in vollem Gange.

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Upps – neu und riskant. Das Dilemma des Fortschritts

Hallo, Jupp, hast du mal einen Zehn-Euro-Schein dabei?

  • Ja, wieso? Bist du pleite und kannst dein Bier nicht bezahlen?

Nein, ich will dir mal die neueste Innovation zeigen. Hast du eine Ahnung, was für Völkerscharen von Bakterien und Viren auf deinem Schein siedeln? Vielleicht hat sich schon ein Ebola-Virus dort eingenistet. Oder du musst damit rechnen, dass von einem deiner Vorgänger noch ein paar Kokainpartikel übrig geblieben sind. Könnte Probleme bei einer Drogenkontrolle geben.

  • Glaube ich nicht. Die Kokainschnupfer nehmen dazu immer einen 100- oder 200er Euroschein, zumindest in den Filmen.

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von Ingo Nöhr

Innovation – über Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie nicht Ihren Politiker!

Hallo, Jupp, wie geht es Dir heute? Schon innovative Ideen produziert?

  • Ach Ingo, sei bloß still. Ich habe gerade eine Broschüre von der Schavan, du weißt doch: Ex-Doktorin und Ex-Forschungsministerin, gelesen. Der Titel „Wie wir morgen leben – zehn Zukunftsprojekte, die uns bewegen“ ist ja noch okay, aber dann kommt die Drohung: „Wir haben die Zukunft im Blick“. Ausgerechnet unsere Politiker! Wann haben sie jemals um unsere Zukunft gesorgt? Es geht doch immer nur um ihre eigene. Um unsere Zukunft kümmern sich schon ausreichend deren Lobbyisten im Bundestag. Leider ohne uns Bürger zu beteiligen.

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Über Whatsapp, Googlebrillen, Roboter und innovative Pillen

„Hallo, Herr Wirt, wir brauchen mal schnell zwei Bier, aber nicht eins von der innovativen Sorte,  Bitteschön.“

Mein Freund Jupp gibt bei unserem Treffen in der Eckkneipe gleich das Thema vor. Augenscheinlich hat er sich über eine Innovation geärgert. „Jupp, was ist los? Ist bei Euch in der Familie neuerdings auch das Innovationsmanagement angesagt?“  Ich erinnerte mich noch gut an die letzte Kampagne, als Jupp die ISO 9001 zu Hause einführen wollte.  Sie scheiterte kläglich an den unterschiedlichen Sichtweisen zur Qualitätspolitik und deren Zielsetzungen.

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Vom Fußball siegen lernen

Die Fußballweltmeisterschaft ist vorüber, die Welt hat angesichts der Ergebnisse Kopf gestanden. Ganze Länder sahen sich unvermittelt in nationale Identitätskrisen versetzt, die Schonzeit für viele Regierungen ist angesichts der im jeweiligen Lande ungelösten Probleme vorbei. Die Aufbereitung des sensationellen Halbfinales und Endspiels läuft publizistisch auf Hochtouren. Der SPIEGEL fragt sich im Titel „Wir sind wieder … wer?“ und stellt philosophische Betrachtungen über die Rolle Deutsch­lands in der Welt an. Die amerikanische Huffington Post titelt: "Champions of the World. Wir! Sind! Weltmeister!" (sogar auf deutsch zitiert – eindeutig eine Steigerung der damaligen BILD-Schlag­zeile „Wir sind Papst!“)

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Wir erfinden den innovativen Fußball

Innovationsmanagement ist jetzt gerade angesagt. Die Regierungen von Bund und Länder haben Hunderte von Millionen Euro Fördergelder für neue Ideen im Gesundheitswesen bereitgestellt. Eine Googlesuche mit dem Stichwort „Innovationsprogramm Gesundheit Deutschland“ liefert 105.000 Einträge.

Da wird es doch langsam Zeit, auch im Fußball ein paar Innovationen einzuführen. Bei dieser WM sind die klassischen Favoriten aus Europa wie Italien, Spanien und England beschämt nach Hause gefahren. Auch Brasilien hat sich anfangs nicht mit Ruhm bekleckert. Sie konnten den aufstreben­den Fußballzwergen wie Costa Rica, Algerien, Kroatien, Kolumbien und Nigeria keinen Ideen­fußball entgegensetzen.

Ingo und Jupp haben sich daher beim letzten Match Deutschland gegen USA innovative Gedanken gemacht, die allerdings jeden echten Fußballfan mit Grausen abwenden lassen.

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Der Digitale Fußball

„Hast du das gesehen, Ingo? So eine Sauerei!“ Jupp redet sich gerade in Rage, seit er sein neues Heimkino in Betrieb genommen hat, genau passend zum DFB-Pokalfinale zwischen FC Bayern München und Borussia Dortmund. „Dieses Kopfballtor von Mats Hummels in der 64. Minute ... – Mensch, der Ball war doch ganz klar hinter der Torlinie. Nicht anerkannt, weil der Linienrichter und der Schiri beide blind sind. Und das bei einem Endspiel.“  

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von Ingo Nöhr

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EU-Kommission regelt die Fussball-WM 2014!

Jupp hatte unsere letzte Kneipenrunde wegen „dringender Renovierungsarbeiten“ abgesagt. Da ich neugierig geworden bin, besuche ich ihn zu Hause. „Ab dem 12. Juni gibt es einen Monat lang Fussball-WM, du Sportbanause!“ empfängt er mich, inmitten von einem Kabelgewirr, welches eine 8-Kanal-Dolby-Surround Hifi-Anlage mit einem Dutzend Lautsprechern und einem riesigen Fernsehbildschirm verbindet. Diese Beleidigung lasse ich nicht auf mich sitzen und überrasche ihn mit folgenden Insider-Nachrichten.

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Quo vadis, Gesundheitswesen?

„Hallo, Jupp, hast du schon gehört? Mein Discounter bietet jetzt ambulante Schönheits-Operationen an. In der kleinen Kammer, wo bisher wohl der Ladendetektiv hinter dem halbdurchsichtigen Spiegel die Ladendiebe aufgespürt hat, sitzt jetzt ein Chirurg. Für einen Discountpreis kannst du dir jetzt Falten mit Botox wegspritzen und nebenbei die Warzen und Muttermale entfernen lassen. Die Damen an der Kasse erkennen ihre betagten Stammkunden beim Herausgehen nicht mehr wieder.“

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Ingo Nöhr – Eine Verkettung unglücklicher Umstände

„Hallo, Jupp, wie geht es dir heute? Du bist ja zu beneiden, wie ich dem großen Zeitungs­artikel letzte Woche entnehmen konnte. Deine Lebensqualität muss explosionsartig zugenommen haben, wenn ich den Pressemitteilungen des neuen Verkehrsreferenten glauben darf.“

In seiner Wohngegend war vor einem Jahr eine verkehrsberuhigte Zone mit Tempo 30 eingerichtet worden. Zudem hatte man in seinem Stadtteil eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt, was sich in höheren Parkgebühren, kürzeren Parkzeiten und weniger Parkflächen bemerkbar machte.

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Über Risiken, Reichtum, Experten und andere unschöne Sachen

„Hallo, Jupp, wieder zurück von der Grünen Woche in Berlin. Ich zitiere: die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Letztes Jahr warst du voll beladen mit Prospekten und Leitfäden, weil du zu Hause für deine Familie die ISO 9001 einführen wolltest.“

Diese Frotzelei konnte ich bei unserem wöchentlichen Treff in der Eckkneipe gleich bei der Begrüßung nicht sein lassen. Amüsiert erinnerte ich mich an das gnadenlose Scheitern seiner Initiative vor einem Jahr, weil er die widersprüch­lichen Kundenerwartungen von Frau und Kindern nicht unter einen Hut bringen konnte.

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Auf ein Neues!

Unsere beliebte Eckkneipe hat sehr unter der Silvesterfeier gelitten. Vor dem Eingang wateten wir durch einen gefühlten Kubikmeter Kracherreste, drinnen klebte der Fußboden vom vergossenen Sekt und die Luft war noch von den Ausdünstungen der Partygäste alkoholgeschwängert. Am Neujahrstag hielten Jupp und ich Rückschau über das vergangene Jahr und versuchten den Kater mit einer ordentlichen Portion Rollmops zu verdrängen.

„Mann, Jupp, schon wieder ein Jahr rum! Vor zwölf Monaten hatten wir noch über das Qualitäts – und Risikomanagement im Gesundheitswesen gesprochen. Erinnerst du dich noch? Du hattest die Risiken der Weihnachtsfeierei analysiert und anschließend wolltest du als Selbsterfahrung die ISO 9001 bei dir zu Hause einführen. Jetzt steht uns eine neue Zertifizierungswelle im Gesundheitswesen bevor – die DIN EN 15224. Machst du wieder einen Selbstversuch mit der neuen Norm?“

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Dres. McCoy, Feelgood und Eisenbarth im Einsatz

„Booh, das hätten wir mal wieder geschafft. MEDICA in drei Tagen.“  Mit wundgelaufenen Füssen haben Jupp und ich uns wieder in unserer Eckkneipe eingefunden, um eine erste Rückschau zu halten.

„Hast du das gelesen, Ingo? Gigantisch, nicht wahr: 130.000 Besucher aus 120 Ländern. Wieviel Hallen hast du denn geschafft?“

„Na ja, so riesig ist die MEDICA eigentlich nicht, verglichen mit anderen Messen. Die IAA, die CeBit und die Frankfurter Buchmesse sind mindestens doppelt so groß. Und die Grüne Woche in Berlin lockt sogar dreimal soviel Besucher an. Aber ich gebe dir recht, die Hallen der MEDICA sind in drei Tagen nicht zu bewältigen. Bei den 4.600 Ausstellern hast du weniger als 20 Sekunden Zeit, um jeden Stand zu besuchen.“

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Mit der Kristallkugel in die Zukunft?

Der regnerische Novemberabend hatte bei  Jupp eine schwere Depression ausgelöst.  Mit Grabesstimme und trübseligem Blick empfing er mich zu unserer allwöchentlichen Sitzung in der Eckkneipe. „Mensch Jupp, was ist denn mit dir los?“ –

 „Ich glaube, wir Medizintechniker gehören einer aussterbenden Art an. Vorbei sind die seligen Zeiten, wo wir Medizingeräte noch selbst repariert oder verbessert haben. Damals konnten wir alle noch die physikalische Funktionsweise und den direkten Nutzen für den Patienten nachvollziehen. Und heute …?  Wer weiß,  wo das in zehn Jahren noch hinführen wird.“

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Statistik, die Wahrheit und die Zukunft

„Der Ball ist jetzt im Spielfeld!“ Jeder interviewte Politiker befand sich in der Wahlnacht wohl auf einem Fußballplatz, so oft wurde dieser Satz zitiert. „Nun ja, in den Tagen danach entpuppten sich die Bälle als Köpfe, die nun dahinrollen.“ Bei unserem traditionellen Bier in Jupps Eckkneipe analysieren wir mit gemischten Gefühlen den Ausgang der Bundestagswahl.

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Die große Vereinfachung

„Kannst du dir heute eine Stadt ohne Verkehrsschilder und Ampeln vorstellen?“ Jupp eröffnete unser aktuelles Treffen in seiner Lieblingskneipe wieder mit einer interessanten Frage. Aber so leicht ließ ich mich nicht irritieren: „Na klar, schau doch mal in Indien oder Afrika auf die großen Plätze. Da fährt alles durcheinander: Autos, Eselskarren, LKWs, Fahrräder, Busse, Mopeds und mittendrin die Fußgänger und Karrenschieber. Ohne Spurlinien, Vorfahrtsschilder, Ampeln oder irgendeine Verkehrsregelung.“

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Masters of Disasters

Beim letzten Treffen in unserer Eckkneipe zum regelmäßigen Erfahrungs- oder besser gesagt Frustrationsaustausch war Jupp wieder stimmungsmäßig aufgeladen. „Stell’ dir vor, Ingo. Gestern erhielt ich einen Anruf aus unserem Klinikum. Ich bin zwar pensioniert, aber für Not­fälle habe ich eine Geheimnummer hinterlegt.“

„Das ist aber sehr edel von dir. Und wie oft bist du schon angerufen worden?“ fragte ich zwischen zwei Bissen meines exzellenten Rindersteaks.

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Der moderne Hahnemann

„Ingo, ich brauche Deine Verstärkung im Kampf gegen die Scharlatane. Komm mal schnell vorbei!“

Diesem dringenden Notruf von Jupp auf meiner Handy-Mailbox konnte ich nur widerstrebend Folge leisten, da ich selbst gerade ein Gerät der Bioresonanztherapie zerlegte, um dem Geheimnis der sechsdimensionalen Hyperwellen auf die Spur zu kommen.  Dabei durfte ich auf keinem Fall den Elektronen-Plasma-Strömen in die Quere zu kommen, da sie bei einer falschen Handhabung die Umpolung meiner pathologischen Körperschwingungen in ein harmonisches Gesundheitsfeld hinfällig machen. Vielleicht hätte ich mir doch besser den Medea 7 Orgonstrahler vorgenommen, der ohne Akku und Netzkabel auskommt.

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Wachstum bis es knallt

In der Nacht klingelt mein Telefon. Am anderen Ende meldet sich ein total frustrierter Mensch mit den alkoholtypischen Artikulationsschwierigkeiten: „Nur Freunde, die man morgens um vier Uhr anrufen kann, die zählen!“ entnehme ich dem Genuschel. Da scheint ein Notfall vorzuliegen und angesichts dieser Einleitung bereite ich mich auf einen Besuch bei meinem Freund Jupp vor. Die alte Volksweisheit bestätigt sich mal wieder: Gute Freunde erkennt man daran, dass sie immer da sind, wenn sie uns brauchen.

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Der Clash of Civilisations

Einerseits war Jupps Vorstellung von der geplanten neuen EU-Regelung zu Medizin­produkten vollkommen überzogen, andererseits konnte ich seine Verärgerung nur zu gut verstehen. Auch wurde mir bewusst, dass ich mich nun auch selbst mit dem neuen Papierwust der EU-Kommission intensiver auseinan­der­setzen musste, um Jupps pauschalen Rundumschlägen mit sachlichen Argumen­ten Paroli bieten zu können. Zunächst aber mußte er sich auf dem Spaziergang wieder etwas beruhigen. Ich probierte es daher mit einem Ablenkungsthema, der interkulturellen Kommuni­kation. Wir schlenderten also in der abendlichen Frühlingsluft die kaum befahrene Straße entlang.

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Nehmt den EU-Bürokraten die Computer weg!

Jupp hat wieder einen Notruf abgesetzt. Ich solle unbedingt bei ihm vorbeikommen. Der verzweifelte Unterton in seinem Anruf verhieß nichts Gutes. Ich machte mich also auf den Weg. Sollte eine neue Runde Familienmanagement anstehen? Ich war auf alles gefaßt.

Jupp war hinter seinen auf dem Schreibtisch aufgebauten Ordnern kaum zu sehen. Ich las gut bekannte Titel: Sicherheitsvorschriften für Medizinprodukte, Medizinproduktegesetz – MPG, Handbuch Medizintechnik, usw. nebst etlichen Fachbüchern zum selben Thema. Allein anderthalb Meter an einschlägigen Loseblattwerken.  

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Deming, Feng Shui und die Sterne

Letzte Woche gab es also das historische ISO 9001-Spaghetti-Essen bei Jupp. Er wollte ja mit dieser Pilotaktion ein Qualitätsmanagementsystem in seiner Familie einführen. Getreu der PDCA-Regel von Deming hatte Jupp zunächst sein Pilotprojekt nach ISO 9001 geplant (PLAN), dann im Familienkreis umgesetzt (DO), und war nun bereit, das Feedback seiner Kundschaft entgegenzunehmen (CHECK). Danach wollte er in die Verbesserung seines Systems (ACT) ein­steigen.

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Spaghetti Napoletana alla ISO 9001

Wir erinnern uns, Jupp war auf der Grünen Woche. Er kam vollbepackt und ausgepumpt von seinem Besuch zurück. Was hat er da wohl gewollt?

„Na, mein lieber Freund, ich muß doch mein Qualitätsmanagementprojekt vorbe­reiten. Die ISO 9001 hält mich dazu ganz schön auf Trab.“

Jetzt wird es für mich interessant. Jupp will also tatsächlich zu Hause die ISO 9001 einführen. Sein Kundenkreis ist überschaubar: die eigene Familie, nämlich Jupp, seine Frau und drei Kinder. „Wie gehst du denn vor?“

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Das Amt für Nichtzuständigkeiten

Vor kurzem traf ich Jupp vor seiner Garageneinfahrt. Er schleppte schwere Plastik­taschen ins Haus. „Na, Großeinkauf gemacht.“ – „Nein, der steht mir noch bevor. Dies sind erst die Vorbereitungen“ keuchte er.

Neugierig geworden half ich ihm beim Tragen. Erst jetzt erkannte ich, dass er keine Lebensmittel, sondern nur Prospektmaterial in seine Tüten gepackt hatte.

„Mensch, Jupp, was hast du gemacht? Du bist ja komplett ausgepumpt!“ 

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Das qualitätsgemanagte Krankenhaus von morgen

Nachdem wir augenscheinlich alle den Weltuntergang vom 21. Dezember überlebt haben, wollen wir uns am Silvesterabend wieder zuversichtlich der Zukunft widmen: Wie sieht das Krankenhaus von morgen aus? Jupp hat da seine eigenen Visionen entwickelt. Zunächst fängt unser Gespräch ganz banal an.

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Wie überlebt man Weihnachten?

Weihnachten mit seinen besinnlichen Tagen danach steht vor der Tür. Jupp und ich haben unsere Leser nun seit Monaten mit den juristischen Diskussionen über das Medizin­produktegesetz malträtiert. Mit der Zeit haben wir uns einem grundsätzlicheren Thema ange­nähert, dem Qualitätsmanagement. Auch da werden wir voraussichtlich nicht stehen bleiben, denn böse Zungen behaupten ja, dass auf das Qualitätsmanagement das Risiko­management folgt, weil man die Qualität nicht einhalten kann und schlußendlich das Krisenmanagement gefragt ist, weil man die Risiken nicht beherrschen kann.

Folgen Sie uns also weiterhin auf dem Weg zum Qualitäts-Risiko-Krisenmanagement und staunen Sie mit mir über Jupps unübertroffene Art, diese Prinzipien auch im Alltagsleben anzuwenden. Zunächst müssen wir aber ein aktuelles Risikoproblem aufarbeiten, generell bekannt unter dem Stichwort „Weihnachten“.v

Über die Kommentarfunktion dieses Blogs können Sie sich natürlich direkt an unseren Diskussionen beteiligen.

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Wie halte ich mein Fachbuch MPG-gerecht instand?

Vor kurzem traf ich mal wieder meinen Freund Jupp. Nein, diesmal nicht in seinem Wohnzimmer. Es war an einer Informationstheke in einer großen Buchhandlung. Bemerkenswert war, daß die Verkäuferin mich geradezu flehentlich ansah, als ich Jupp begrüßte. Ja, sie schien sogar einem Nervenzusammenbruch nahe zu sein. Mir schwante etwas. Hatte Jupp etwa wieder eine seiner berüchtigten Diskussionen angefangen?

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Die akusto-medizinische Gerätekombination

Bei seinen Literaturstudien muß mein Freund Jupp wohl auf neue Erkenntnisse gestoßen sein. Telefonisch verlangte er vor kurzem mit vor Erregung zitternder Stimme dringend nach der letzten Fassung der Medizinprodukte-Verordnung. Ich faxte sie ihm durch und wartete noch zwei Tage, ohne dass ein weiteres Lebenszeichen von ihm kam.

Dann hielt ich es nicht mehr länger aus. Kurzentschlossen besuchte ich ihn. Ich fand ihn in seinem Wohnzimmer. Er saß vor einem Audioanlagenturm und schloß anscheinend neue Lautsprecherboxen an.

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Wer weist mich in mein quantenmagnetisches Kupferarmband ein?

Wieder einmal war es in den letzten Tagen verdächtig still geworden um meinen Freund Jupp. Etwas beunruhigt suchte ich ihn zu Hause auf. Tatsächlich, sein Wohnzimmer war eine einzige große Baustelle.

„Was gibt das denn, Jupp?“ fragte ich angesichts der vielen Sitzbänke, „willst du ein Bierzelt einrichten?“ – „Quatsch, das werden Schulungsräume für das Medizinproduktegesetz, genauer gesagt Betreiberverordnung. Schon mal was von Einweisungspflichten gehört, mein lieber Freund?“

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Hast Du heute schon Deine Betreibervorschriften erfüllt?

Als ich vor einigen Tagen wieder einmal meinen Freund Jupp besuchte, fand ich ihn in der Garage bei seinem Auto. „Hast Du Probleme mit Deinem Wagen, Jupp?" – „Ja, sicher. Die Dokumentation ist absolut unzureichend", grummelte er vor sich hin.

Das konnte ich gut nachvollziehen. „Mach Dir nichts daraus. Ich verstehe meine Gebrauchsanweisung auch immer erst dann, wenn ich weiß, wie das Gerät funktioniert." – 
„Quatsch, ich finde die Sicherheitstechnischen Kontrollen nicht definiert."

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